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‘Gemeinsam sind wir stärker’ – unter diesem Motto schlossen sich 1989 acht Optiker und Akustiker im österreichischen Wels zu einer Einkaufs- und Marketinggenossenschaft zusammen. Als Gemeinschaft wollten sie ihre Marktposition gegenüber Lieferanten verstärken und gegenüber den Kunden ihre Sichtbarkeit verbessern. Die Idee war erfolgreich und die kleine Gemeinschaft wuchs.

Von 8 auf 158

Im Jahr 2000 wandelten die Gesellschafter die Genossenschaft in eine GmbH um und ernannten einen neuen Geschäftsführer. „Damit begann eine rasante Entwicklung“, sagt Geschäftsführer Martin Decker. „Die Zahl der Mitglieder stieg Jahr für Jahr. Heute gehören mehr als 145 Optiker und 60 Akustiker zu unserer Gemeinschaft. Insgesamt sind wir Dienstleister für 158 Points of Sale. Das macht uns zur größten Einkaufs- und Marketinggruppe in Österreich, und wir wollen weiter wachsen.“

Kleine Firmen ganz gross 

Von Anfang an hat OPTICON auf selbstständige Optiker- und Hörakustik- Fachbetriebe gesetzt, auf Einzel- und Familienunternehmen mit einem bis zehn Mitarbeitern. Als Mitglieder von OPTICON profitieren diese Unternehmen von der Kompetenz und der Erfahrung der Spezialisten in Wels und von dem umfangreichen Dienstleistungspaket, das mehr umfasst als nur Preisvorteile im Einkauf.

„Wir entlasten unsere Partner von allem, was nicht direkt mit ihrer Fachkompetenz zusammenhängt“, unterstreicht Martin Decker. „Neben dem zentralen Einkauf übernehmen wir die Abrechnung und das Marketing und wir unterstützen sie auch mit Beratung, Schulungen und Seminaren zu fachlichen und wirtschaftlichen Themen. Die Mitglieder können sich ganz auf ihre Kunden konzentrieren.“

Fokus auf den Einzelnen 

„Als Gemeinschaft stärken wir die Einzelnen, jedes einzelne Mitgliedsunternehmen“, betont Martin Decker. Der gelernte Augenoptiker und studierte Manager wurde im Mai dieses Jahres unter vielen Mitbewerbern einstimmig zum neuen Geschäftsführer gewählt und will seine Erfahrung einbringen, um OPTICON neu auszurichten und damit noch schlagkräftiger zu machen.

Martin Decker Geschäftsführer
„Wir sind die größte Einkaufsgruppe für Optiker und Akustiker in Österreich.“ Martin DeckerGeschäftsführer

„In Zukunft soll der Einzelne noch mehr in den Mittelpunkt rücken“, erklärt der Geschäftsführer. „Bisher haben wir die Gemeinschaft betont mit den Dachmarken ‘Augen auf’ und ‘Das neue Hören’. Diese Dachmarken haben wir eingestellt und das Logo geändert auf OPTICON mit dem Claim ‘Ihre Experten für Optik und Hörakustik’. So richten wir das Augenmerk auf das einzelne Unternehmen und seine Fachkompetenz.“

Stark im Wettbewerb 

Optiker und Akustiker müssen sich im Wettbewerb gegen Filialisten behaupten, die vor allem über den Preis punkten. „Wir wollen unsere Optiker und Akustiker so positionieren, dass sie nicht mehr über den Preis diskutieren müssen, sondern als kompetente Fachoptiker und Fachakustiker wahrgenommen werden“, sagt Martin Decker. „Darauf sind unsere Dienstleistungen ausgerichtet.“

Heute umfassen sie die kompetente Unterstützung in allen Bereichen, stationär und online, die Kommunikation und das regionale Marketing bis zu Fachinformation und Weiterbildung. An der eigenen Schulungsakademie bietet OPTICON Seminare zu fachlichen und wirtschaftlichen Themen, beispielsweise zur Kundenbindung, zu Reklamationen oder der neuen europäischen Datenschutzverordnung DSGVO.

„In Zukunft soll auch Ausbildung dazukommen, um dem Fachkräftemangel zu begegnen und kompetenten Nachwuchs heranzuziehen“, fügt Martin Decker hinzu.

Potenziale nutzen 

Am Firmensitz in Wels beschäftigt OPTICON acht Mitarbeiter und erzielt einen Umsatz von 18 Millionen EUR. „Mit 158 POS betreuen wir etwa ein Fünftel des Marktes“, erläutert Martin Decker. „Wir wollen das Potenzial nutzen und weiter wachsen auf über 200 Mitglieder und so der erste Dienstleister in unserem Bereich werden. Unser neues Werbekonzept setzt auf mehr redaktionelle Beiträge und auf die lokale Stärkung der Mitgliedsfirmen vor Ort. Wir wollen den Endverbrauchern klar machen, warum es sich lohnt, zu einem OPTICON-Mitglied zu gehen. Und wir werden uns berufspolitisch auf das Gewerbe erweitern, um auch dort die Interessen der Mitglieder zu vertreten, beispielsweise gegenüber Krankenkassen.“

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