Eine Gruppe aus einem Guss

Interview mit Thomas Kähler, Geschäftsführer der Inductotherm Deutschland GmbH

„Unser Anlagenbau ist sehr speziell“, stellt Thomas Kähler fest. Im Juli 2015 ist der IT-Systemelek-troniker vom Sales Manager zum Geschäftsführer von Inductotherm Deutschland aufgestiegen. „Andere machen zwar einen guten Job“, gibt er zu. „Allerdings unterscheidet sich das technische Konzept von Inductotherm deutlich von dem der Marktbegleiter.“

Das entsprechende Know-how bezieht Inductotherm aus einer starken, weltweit vertretenen Gruppe. Der deutsche Standort wurde 1987 gegründet. Zuständig für Österreich, die Schweiz, die Niederlande und Deutschland, erzielt er inzwischen mit zehn Mitarbeitern einen Umsatz von fünf bis acht Millionen EUR. Die gesamte Gruppe bewegt sich weltweit im Bereich von mehreren Hundert Millionen EUR.

„Die Hierarchien im Konzern sind aber sehr flach“, erläutert Thomas Kähler. „Wir haben an den einzelnen Standorten die Freiheit, selbst zu entscheiden. Darüber bin ich ganz froh.“

Einfache Anwendung

Eine Entscheidung war, die Firma 2018 um eine eigene Werkstatt zu erweitern. „Das schließt auch den Service ein“, erklärt Thomas Kähler. „Wir können Reparaturen durchführen, Bauteile herstellen und wir bieten Training für Ingenieure sowie Instandhalter an.“

Das Leistungsspektrum soll aber noch weiter ausgebaut werden. Zudem ist geplant, das Thema Onlineunterstützung noch stärker zu fördern. „Wir wollen unsere Kunden autarker machen“, verrät Thomas Kähler. „Wenn wir ihnen die richtigen Hilfsmittel an die Hand geben, dann müssen unsere Leute nur noch administrativ betreuen.“

Solche Trainingsangebote sind auch deswegen wichtig, weil in den Gießereien ein Generationswechsel stattgefunden hat. „Ein gewisser Teil an Erfahrung ist verlorengegangen“, beklagt Thomas Kähler. „Deswegen haben wir so viele Programme auf den Markt gebracht, die das Leben der Anwender erleichtern.“

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