Mit Sicherheit mobil

Interview mit Marcel Mader, Vertriebsleiter der Hartmann Spezialkarosserien GmbH

Hartmann Spezialkarosserien ist eine international gefragte Referenzadresse. Über das renommierte Unternehmen und seine Fahrzeuge, die so gar nichts mit Standardlösungen zu tun haben, drehte ein bekannter Fernsehsender bereits eine Reportage, die Fahrzeuge gehen längst in das weltweite Ausland und sind Kunden Millionen von Euro wert.

Luxus-Expeditionsfahrzeuge, Wohnmobile, die Lkw ähneln, jedoch mit jedem erdenklichen Luxus ausgestattet sind, Bankfahrzeuge und Sicherheitsfahrzeuge realisiert Hartmann individuell nach Kundenwunsch – egal, wie speziell diese Wünsche auch sein mögen.

Sonderanfertigungen als Standard

Der Fahrzeugspezialist besteht in seiner heutigen Form seit 1984; seine Wurzeln reichen jedoch knapp 100 Jahre zurück. „Das Unternehmen wurde 1920 von Herrn Hartmann gegründet“, resümiert Marcel Mader. „Als dessen Sohn das Unternehmen übernahm, leitete er eine Neuorientierung hin zur Schlosserei für den Karosseriebau ein. 1984 übernahm Heinz Friedrich schließlich den Betrieb, nach seinem Tod 1991 ging dieser in die Stiftung der Familie ein.“

Vier Standbeine, eine Idee

Heute überzeugt Hartmann anspruchsvolle Kunden in aller Welt mit einem breiten Portfolio rund um den Umbau von Nutzfahrzeugen. Auch Pkw werden nach Wunsch umgebaut, spielen jedoch nur eine sekundäre Rolle, wie Marcel Mader sagt.

Hartmann unterscheidet zwischen den vier Segmenten Safety und Security, Mobile Services, Fun und Recreation sowie Lokale Services. „Mobile Screening Solutions spielen im Bereich Safety eine große Rolle“, betont Marcel Mader. „Wir bieten hier ein fertiges Produkt an, das wir serienmäßig verkaufen. Die mobilen Komplettlösungen integrieren die gesamte Sicherheitstechnik, die man von einem Sicherheitscheck am Flughafen kennt, in einem Fahrzeug. Diese Komplettlösungen gibt es in verschiedensten Varianten vom Sprinter bis zum Lkw.“

In den Bereich Mobile Services fallen Bank- und Bibliotheksfahrzeuge, spezielle Fahrzeuge für die Polizei oder den Zoll, zum Transport von Blutspenden, Promotionfahrzeuge oder auch Gefangenentransporter. Mit Campingfahrzeugen für Privatpersonen agiert Hartmann in einem boomenden Markt im Segment ‘Fun und Recreation’. Auch hier werden unterschiedlichste Bedürfnisse abgedeckt, um außergewöhnliche Reiseerlebnisse zu kreieren – selbst Safari- und Jagdfahrzeuge gehören dazu.

„Mobilität und Sicherheit sind zentrale Themen der Gegenwart, die wir mit unseren Fahrzeugen bedienen.“ Marcel MaderVertriebsleiter

Im Bereich ‘Lokale Services’ dominieren dagegen solide Wartungs- und Reparaturfahrzeuge. Das Angebot ist damit ebenso anspruchsvoll wie diversifiziert und geprägt von klaren Grundsätzen. „Wir stehen für Quality made in Germany“, so Marcel Mader. „Qualität heißt für uns auch, Kunden 100%ig zufriedenzustellen, egal, um welche individuellen Wünsche es geht. Wir sind so flexibel, dass wir auch Unikate bauen.“

Auf Nummer sicher gehen Getragen wird diese Haltung von 120 Mitarbeitern am Standort Alsfeld, die für einen Umsatz von 35 Millionen EUR verantwortlich sind. 50% der Summe erzielt das Unternehmen im weltweiten Ausland. Um Kunden im Mittleren Osten noch besser unterstützen zu können, ist eine Niederlassung in Dubai geplant.

„Wir gehen davon aus, in Deutschland und international weiter zu wachsen“, so Marcel Mader. „Weil Mobilität ein zentrales Thema der Gegenwart ist, liegen wir mit unseren Fahrzeugen, die mobile Büchereien oder Arztpraxen sein können, absolut im Trend. Aber auch andere gesellschaftspolitische Faktoren begünstigen unsere Entwicklung. Dabei denke ich zum Beispiel an die zunehmende Globalisierung, mit der ein erhöhtes Gefahrenpotenzial einhergeht; ausgereifte Sicherheitslösungen sind gefragt wie nie. Unsere Fahrzeuge sind mit innovativer Sicherheitstechnik ausgestattet und können tatsächlich überall eingesetzt werden; an Grenzen, bei Veranstaltungen, sogar Container können mit ihnen überprüft werden. Wir blicken damit insgesamt positiv nach vorn – vorausgesetzt wir haben entsprechende Fachkräfte, die unser Wachstum unterstützen. Um auch hier auf Nummer sicher zu gehen, arbeiten wir eng mit Berufsschulen zusammen und ermöglichen das duale Studiensystem.“

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