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Über 100 Jahre Lokomotiven aus Mosbach

Portrait

Bereits 1919 wurde in Mosbach die erste Motorlokomotive hergestellt und ausgeliefert. Nur zwei Jahre später folgte die erste Diesellok mit einem kompressorlosen Dieselmotor. Der Erfindergeist von Anton Gmeinder und die Innovationskraft des Unternehmens sprachen sich schnell herum.

Bereits 1930 arbeitete Gmeinder an einer Kleinlok für die Deutsche Reichsbahn Gesellschaft. Auch die Firma Siemens zählte zum Kundenkreis mit Sonderfahrzeugen für den Einsatz in Südamerika. Damals soll sich Anton Gmeinder gegenüber einem Kunden geäußert haben: „Ja, Sonderwünsche mit technischen Problemen hat Herr Gmeinder besonders gern.“ Diese Einstellung trifft auch heute noch auf das Unternehmen zu.

Lieferant für Spezialitäten

Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich Gmeinder immer mehr zum Lieferanten für Spezialitäten. Mitte der 50er-Jahre lieferte das Unternehmen seine ersten drei- und vierachsigen normalspurigen Rangierlokomotiven aus, an die BASF und die Höchst AG. Auch die Deutsche Bundesbahn zählte inzwischen zum Kundenkreis.

Es war ein Meilenstein in der Geschichte des Unternehmens, als der damalige technische Leiter Rudolf Mickel gemeinsam mit der Firma Siemens Sonderlokomotiven mit elektrischer Kraftübertragung entwickelte. Diese Zusammenarbeit prägte den Lokomotivbau bei Gmeinder bis 1996.

„Wir werden unserem Innovationsgeist treu bleiben, denn der hat uns zu dem gemacht, was wir heute am Markt sind. Unsere Kunden konnten immer auf unsere Qualität und Zuverlässigkeit vertrauen.“ Helmut Eifler Geschäftsführer

Doch nicht nur in der technischen Entwicklung zeigte sich Gmeinder als Pionier. Das Unternehmen baute frühzeitig einen eigenen Servicebereich auf und gilt heute als Full-Service-Dienstleister rund um die Diesellokomotive. Seit 2012 agiert Gmeinder unter dem Dach der Zagro Bahn- und Baumaschinen GmbH, die unter der Leitung des geschäftsführenden Gesellschafters Wolfgang Zappel steht.

Innovation, Qualität und Zuverlässigkeit

„Wir bleiben unserem Innovationsgeist treu, denn der hat uns zu dem gemacht, was wir heute am Markt sind“, erklärt Geschäftsführer Helmut Eifler. „Unsere Unternehmensgeschichte war häufig sehr bewegt, aber unsere Kunden konnten immer auf unsere Qualität und Zuverlässigkeit vertrauen. Wir streben ständig danach, unsere Leistung zu verbessern.“

Diese Strategie geht auf. Und die nächste Neuentwicklung steht auch fast schon zur Abfahrt bereit. Zurzeit arbeiten die Mosbacher an der Entwicklung eines Hybrid-Antriebs mit einem Dieselmotor und einem zusätzlichen elektrischen Antrieb, welcher den benötigten Strom über eine Batterie erhält. Und damit ist das Team aus Mosbach dem Wettbewerb wieder einmal eine Zuglänge voraus.

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