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Farben sind der wichtigste Artikel im Sortiment der farbtex GmbH & Co KG, das Wand- und Fassadenfarben ebenso umfasst wie Lacke, Lasuren und Holzschutzfarben. Ein umfassendes Angebot an Tapeten, Bodenbelägen, Werkzeugen und Wärmedämmungen komplettiert das Portfolio.

„Wir sind der marktführende Großhändler und haben viele Qualitätsstufen im Haus“, hebt der Sprecher der Geschäftsführung Ulrich Schabel hervor. „Als hochwertiger Markenhändler führen wir bekannte Topmarken, zum Beispiel Caparol, Alligator, Festool, Henkel und Tesa.“ So machen die Markenprodukte 95% des gesamten Portfolios aus, 5% entfallen auf Eigenmarken.

Mehrere Vertriebskanäle

Mit 32 Filialen hat farbtex im Laufe der Jahre ein dichtmaschiges Netz in Süddeutschland aufgebaut. Zu den wichtigsten Standorten zählen hier Dornstetten, Freiburg, Ludwigsburg, Stuttgart und Singen.

„32 Standorte bedeuten Kundennähe“, weiß Ulrich Schabel. Parallel dazu gewinnt der Onlinevertrieb immer mehr an Bedeutung. Auch hier hat farbtex eine dynamische Entwicklung zu verzeichnen und sich als größter Internetversand der Branche in Süddeutschland im B2B-Bereich etablieren können.

Ein weiterer Vertriebskanal ist der farbtex-Auftragsservice, dessen zentrale Telefonabteilung die Bestellungen der Kunden entgegennimmt. Um auch als Marke bekannter zu werden, setzt farbtex zusätzlich auf Plakatierung. Neben den Fachkunden werden mit dieser Art der Werbung auch Privatpersonen angesprochen, die dort, wo der klassische Einzelhandel nicht mehr präsent ist, auf Qualitätsware und fachliche Beratung setzen.

Maler und Stuckateure machen etwa zwei Drittel des Umsatzes von farbtex aus, Bodenleger, Raumausstatter und Industriekunden das übrige Drittel.

Wachstumsschub

Begonnen hat die Erfolgsgeschichte von farbtex vor mehr als 100 Jahren mit der Gründung eines kleinen Betriebs 1910 in Dornstetten durch Malermeister Hermann Kaltenbach. Nach einer schweren Kriegsverletzung konnte der Handwerker seinen Beruf nicht mehr ausüben und stellte ab 1919 Farben her, die er dann auch selbst verkaufte.

„Wir wollen den Kunden nicht nur zufriedenstellen, sondern ihn begeistern.“ Ulrich SchabelGeschäftsführer

Über mehrere Generationen entwickelte sich das Familienunternehmen weiter. 1958 wurde die erste Niederlassung in Göppingen eröffnet, 1960 folgte Freudenstadt, 1969 Freiburg und 1971 Stuttgart. Mit dem Eintritt von Geschäftsführer Horst Randecker 1972 änderte das Unternehmen seine Strategie und entwickelte sich in Richtung Sortimentsgroßhandel.

Neben Farben wurden dann auch Tapeten und Bodenbeläge verkauft. Einen weiteren Schub bekam farbtex mit einem neuen Zentrallager, welches die Logistik des Unternehmens revolutioniert hat. Mit der Einführung von SAP und einer Zentrallagerlogistik 2005 begann eine dynamische Phase im Unternehmen, die im Umzug von Singen nach Herrenberg 2013 ihren Höhepunkt fand. Dadurch wurde es möglich, durch kleinere Abholstandorte auch Städte mit 30.000 Einwohnern mit Filialen zu bespielen.

Modernes Zentrallager

Heute beschäftigt farbtex mehr als 300 Mitarbeiter. „In Zukunft werden immer mehr Kunden einen Migrationshintergrund haben, darauf gilt es sich einzustellen“, verdeutlicht Ulrich Schabel, der das Unternehmen gemeinsam mit Robin Randecker und Bernd Haas führt.

Aktuell liegt der Umsatz bei 80 Millionen EUR und den will der süddeutsche Marktführer trotz starker Konkurrenz weiter steigern. Durchhaltevermögen nennt der Geschäftsführer eine der wichtigsten Eigenschaften für den Erfolg des Unternehmens.

Kundennähe, ein attraktives Sortiment mit Top-Marken sowie die Offenheit gegenüber modernen Kommunikationsmedien und Digitalisierung sind für den Geschäftsführer weitere Bausteine des Erfolgs. „Der Wettbewerb ist nur einen Mausklick entfernt“, weiß Ulrich Schabel. „Deshalb wollen wir 2019 einen Internetshop mit Einkaufserlebnis einführen, der auf dem Niveau von Amazon steht. Hier wollen wir auch weiterhin führend sein.“

Eine wichtige Funktion hat auch das hochmoderne Zentrallager, das die Möglichkeit bietet, prozesskostenoptimiert einzukaufen. Familiäres Unternehmen Trotz der mehr als 300 Beschäftigten sieht Ulrich Schabel farbtex auch weiterhin als familiäres Unternehmen, das seine Kunden als Erfolgspartner betrachtet.

„Wir wollen den Kunden nicht nur zufriedenstellen, sondern ihn begeistern“, lautet das Credo des Vertriebschefs. Dazu gehört es natürlich auch, die Beschäftigten mit ins Boot zu nehmen. Es ist Ulrich Schabel auch ein Herzensanliegen, allen Mitarbeitern „mit Menschlichkeit, Wärme und Respekt“ zu begegnen.

Immer wieder betont der Geschäftsführer, wie viel ihm auch die Kunden menschlich bedeuten: „Es sind Leute mit Herz und es macht großen Spaß, mit ihnen umzugehen.“ Leidenschaft, Partnerschaft und Ehrlichkeit sind für Ulrich Schabel die wichtigsten Werte im Umgang mit Beschäftigten und Kunden: „Wir wollen eine emotionale und herzliche Firma sein.“

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