Ganz groß im kurz und klein schneiden

Interview

"Unsere Schredder haben eine lange Lebensdauer, deswegen lagern wir Wechselteile (Ersatzteile) für Maschinen, die wir vor 20 Jahren hergestellt haben", meint Präsident Vittorio Canè Martelli. "Wir bieten einen umfassenden Service an."

In dem technischen Zentrum von C.M.G. können sich Kunden schon vor dem Kauf von der Qualität überzeugen. "Der Kunde schickt das Material, das geschreddert werden muss, und kann sich die Arbeit der Maschine persönlich ansehen", erläutert Vittorio Canè Martelli. "Sollte er nicht kommen können, drehen wir kostenlos ein Video für ihn."

„Unsere Schredder und Schneidemühlen sind innovativ und werden sehr personalisiert.“ Vittorio Canè Martelli Präsident

In dem Zentrum wird auch Forschung und Entwicklung betrieben, zurzeit konzentriert sich C.M.G. auf die Reduzierung des Energiekonsums und den Bereich Recycling. "Vor allem von PET-Flaschen", bestätigt Vittorio Canè Martelli. "Denn dabei muss täglich die Produktion für die Schärfung der Klingen unterbrochen werden." Die ersten Schredder, mit denen dieser Prozess so ökonomisch wie möglich abläuft, werden gerade getestet.

Die Weltkarte vor Augen

Zurzeit werden fünf Schredder-Modelle mit patentierten Schneidemesser-Systemen angeboten. Abgesehen von den Siemens-Motoren wird jedes Bestandteil in Italien produziert. Für C.M.G. arbeiten 35 Fachkräfte, die unter anderem Tests durchführen und für die Montage, Lackierung und die Endabnahme verantwortlich sind.

"Seit 2003 sind wir ISO-zertifiziert, da wir viel mit deutschen und US-Firmen zusammenarbeiten", erklärt Vittorio Canè Martelli. Bereits sechs Jahre nachdem er 1979 C.M.G. gegründet hatte, begann eine langjährige Geschäftsbeziehung mit den damaligen Marktführer Cumberland, die erst 2000 endete.

"Seit 2000 waren wir auf allen wichtigen Fachmessen: Der K in Düsseldorf, der Plast in Mailand, und der NPI in den USA", erinnert sich Vittorio Canè Martelli. Seit 2012 gibt es in der Nähe von Detroit eine unabhängige Tochtergesellschaft, und auch in Europa ist C.M.G. präsent. "Wir sind aber auch außerhalb aktiv, in Russland, Brasilien, dem Mittleren Osten", zählt Vittorio Canè Martelli auf. "Wir haben immer die Weltkarte vor Augen."

Bislang lag der Export bei um die 40%, letztes Jahr steigerte er sich auf 50%. Das spiegelt sich im Umsatz wider. "Wir erwarten bis 2015 eine Umsatzsteigerung von sieben Millionen EUR auf um die zehn Millionen EUR", offenbart Vittorio Canè Martelli. "Wichtig ist, dass wir nachhaltig in zwei Richtungen arbeiten, an den Produkten und der Verkaufsorganisation."

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