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Die Schmidt-Unternehmensgruppe, die in Rumänien als Automobile Bavaria Group firmiert, umfasst in Deutschland die Autohaus Michael Schmidt GmbH, die Schmidt Premium Cars GmbH und die Autohaus Baierbrunn GmbH.

Gründer und Geschäftsführer Michael Horst Schmidt setzte als überzeugter BMW-Fan von Anfang an auf die Marke: „Die Jahre 1994 bis 1998 waren hart“, gibt er unumwunden zu. „Für BMW gab es in Rumänien damals kaum einen Markt, aber ich habe trotzdem auf das beste Produkt gesetzt, genau wie bei den LKW auf MAN.“

Mit viel Ausdauer und auch etwas Glück gelang es dem Unternehmer, mit beiden Marken in Rumänien Fuß zu fassen. Dabei war es ihm von Nutzen, dass er Land und Leute gut kannte, denn im rumänischen Siebenbürgen geboren und zweisprachig aufgewachsen, war er mit seinen Eltern erst 1981 als Spätaussiedler nach Deutschland gezogen. „Ich habe in München Elektrotechnik studiert und dann bei Siemens gearbeitet, aber schon während des Studiums davon geträumt, BMW zu fahren.“

Vom Fahren zum Handel war es dann nur noch ein Schritt: 1990, gleich nach der Wende, kehrte er nach Rumänien zurück und legte die Grundlagen für sein späteres Importunternehmen, das nach den schwierigen Anfangsjahren besonders zwischen 2004 und 2008 sehr erfolgreich war. Inzwischen gehören in Rumänien zwölf BMW-Autohäuser und die Generalvertretung für MAN Truck & Bus zur Unternehmensgruppe, die ihren rumänischen Hauptsitz in Bukarest hat.

„Mit BMW und MAN habe ich jeweils auf das beste Produkt gesetzt.“ Michael Horst SchmidtGeschäftsführer und Gründer
Michael Horst Schmidt, Geschäftsführer und Gründer des Autohaus Michael Schmidt

Im Gegensatz zum deutschen Markt liegt im rumänischen Markt das Kerngeschäft deutlich auf dem Verkauf von BMW-Neuwagen, wie Michael Horst Schmidt erläutert: „In Deutschland läuft der Gebrauchtwagenverkauf sehr gut, dort sind es 2.000 Gebrauchtwagen gegenüber 1.000 Neuwagen. In Rumänien ist es umgekehrt, was auch daran liegt, dass der Markt für BMW noch ziemlich neu und noch nicht so ausgereizt ist.“

Von RO nach D

Im Jahr 2006 erfuhr Michael Horst Schmidt von der bevorstehenden Insolvenz eines BMW-Vertragshändlers in Wolfratshausen bei München und übernahm das Geschäft ein Jahr später. „Ich habe aber schnell bemerkt, dass ein Autohaus nicht ausreicht, um in Deutschland in der Branche erfolgreich zu sein“, blickt der Geschäftsführer zurück. Also expandierte er und erwarb weitere Vertretungen in Bad Tölz, Starnberg und Germering.

In Starnberg befindet sich heute die Zentrale der BMW-Vertretungen. Dazu kommt noch die Autohaus Baierbrunn GmbH mit Sitz in Baierbrunn südlich von München, die Serviceleistungen für BMW und Rolls-Royce anbietet und außerdem Gebrauchtwagen verkauft.

Die Autos mit dem Spirit 

Schließlich kam 2011 in München noch eine Vertretung für die Firma Rolls-Royce dazu, die seit 2000 zum BMW-Konzern gehört.

„Modelle wie der ‘Spirit of Ghost’ mit seiner charakteristischen Kühlerfigur, der ‘Wraith’, der ‘Ghost’ oder der ‘Phantom’ sind weltweit der Inbegriff von automobilem Luxus und zeitloser Eleganz“, sagt Michael Horst Schmidt. „Daran ist nichts geisterhaft außer ihren Namen.“

Deutschlandweit gibt es nur vier Rolls-Royce-Vertragshändler. „Wir schreiben in diesem Bereich inzwischen sehr gute Zahlen“, freut sich der Unternehmer. „Dieses Jahr haben wir etwas mehr als 40 Neuwagen verkauft. Das ist ein ausgezeichnetes Ergebnis.“

Im März dieses Jahres wurden die ersten Exemplare des neuesten Modells ‘Dawn’ ausgeliefert, das im September 2015 auf der IAA präsentiert worden war und das in Deutschland exklusiv im Showroom der Münchner Rolls-Royce-Vertretung gelauncht wurde.

„Wir organisieren pro Jahr mehrere größere Events für unsere Kunden, etwa die Präsentation des ‘Dawn’, unseren Jahresempfang im Januar oder auch unser Sommerfest. Ebenso starten wir auch immer wieder Aktionen mit neuen Accessoires oder Ähnlichem – wir möchten mit unseren Kunden im Gespräch bleiben.“

Neu ist ein Provenance Service: der Verkauf von Gebrauchtfahrzeugen mit Gütesiegel. Bislang hatte es das für Rolls-Royce nicht gegeben. Was die weitere Steigerung der Verkaufszahlen betrifft, ist der Geschäftsführer optimistisch: „Rolls-Royce verkauft sich sehr gut im Mittleren Osten, in Asien, vor allem in China, und in den USA. Europa hinkt etwas hinterher, weil Reichtum in den europäischen Ländern meist nicht so offen zur Schau getragen wird. Allerdings weckt diese Marke Emotionen wie kaum eine andere, und das ist eine der notwendigen Bedingungen, um Kunden zu überzeugen. Die anderen Voraussetzungen sind ein gut beratender Verkäufer und ein exzellenter Aftersales-Service. Wir bieten unseren Kunden maßgeschneiderten Service in allen Bereichen und haben damit gegenüber Wettbewerbern immer die Nase vorn.“

Erfolgsrezept Expansion 

Insgesamt sind für die gesamte Gruppe 1.000 Mitarbeiter tätig, 800 davon in Rumänien und 200 in Deutschland. Es wird ein Umsatz von rund 400 Millionen EUR erzielt, davon 266 Millionen EUR in Rumänien und 133 Millionen EUR in Deutschland.

Die Gruppe ist weiterhin auf Expansionskurs, wie der Geschäftsführer erläutert: „Wenn man nicht expandiert, konsolidiert und daraufhin wieder expandiert, kommt man zum Stillstand. Die Märkte entwickeln sich in den Bereichen Pkw und Lkw asynchron. Durch Diversifizierung lässt sich das kompensieren.“

 

Komplette Anschrift:

Autohaus Michael Schmidt GmbH
Schmidt Premium Cars GmbH
Rolls-Royce Motor Cars München

Nymphenburger Straße 4
80335 München

Deutschland

+49 89 4522418-0
+49 89 4522418-18

info(at)rolls-roycemotorcars-muenchen.de
www.rolls-roycemotorcars-muenchen.de

 

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