Vermietung mit Herz und Fairness

Interview mit Matthias Arndt, Geschäftsführer und Katharina Arndt, Personalleiterin der Arndt Automobile GmbH

Heute umfasst der Fuhrpark von Arndt Automobile über 7.000 Fahrzeuge, doch angefangen hat alles 1963 mit der Vermietung eines einzelnen VW-Käfers durch den Vater des heutigen Geschäftsführers Matthias Arndt. Inzwischen ist mit seiner Tochter Katharina und Sohn Moritz die 3. Generation der Familie Arndt mit an Bord.

Als Matthias Arndt 1987 ins Geschäft einstieg, baute er das Unternehmen bis zur Börsennotierung auf. „Wir waren 2000 der zweite börsennotierte Autoverleiher nach Sixt, doch das schnelle Wachstum tat uns nicht gut, und so mussten wir 2002 Insolvenz anmelden“, so Matthias Arndt. „Das war eine schmerzliche Situation, doch meine Frau und ich wagten 2003 den Neufang. Das war der Beginn einer neuen Zeit, die ins 20. Jahr geht. Wir sind zu einer mittleren Größe herangewachsen und der zweitgrößte inhabergeführte Betrieb mit einer Präsenz in NRW, Rheinland-Pfalz und Hessen.“

Die Coronakrise hat Arndt neuen Schwung gegeben, da die Nachfrage nach gewerblichen Vermietungen rasant anstieg. „Nutzfahrzeuge wie Delivery-Autos, also etwa Kühlwagen für Rewe, waren gefragt. Große Namen wie Hertz und Europcar mussten Geschäftsfelder aufgeben und wir haben Mitarbeiter und Standorte übernommen“, sagt Katharina Arndt. „Flexible Vermietungen, die es dem Kunden ermöglichen, Fixkosten flexibel zu gestalten, waren unsere Chance, und die haben wir genutzt.“

Inzwischen beschäftigt das Unternehmen 360 Mitarbeiter, darunter 198 Festangestellte, und generiert einen Umsatz von 160 Millionen EUR, davon allein 60 Millionen durch Vermietungen.

Autos im Abo werden Trend

„Mit 70.000 Mietverträgen im Jahr ist das ein Massengeschäft. Jeder, der bei uns bucht – allein das B2B-Geschäft macht 90% aus –, ist ein Arndt-Kunde. Wir bieten eine gute Dienstleistung und sind an langfristigen Kundenbindungen interessiert. Menschlichkeit und Fairness sind wichtig, auch für unsere Kunden, die genau wie wir aus dem Mittelstand kommen“, unterstreicht Matthias Arndt. Die Zukunft bleibt spannend.

Das Thema Abo wird zu einem Mega-trend. „Autos nutzen, ohne sie zu besitzen – das wird die Zukunft. Viele Autofahrer wollen durch langfristige Abos flexibel bleiben. Flexibilität und Mobilität sind eine große Chance für unsere Branche. Wir werden auf jeden Fall dabei sein und wollen unser Familienunternehmen authentisch, fleißig und dynamisch weiterführen“, sagt Matthias Arndt. Es sieht alles danach aus, dass seine Kinder die Tradition weiterführen.

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Mehr zum Thema

Energiewende passiert nicht auf dem Papier, sondern im Heizungskeller

Interview mit Manfred Schäuble, Geschäftsführer der Schäuble Regenerative Energiesysteme GmbH

Energiewende passiert nicht auf dem Papier, sondern im Heizungskeller

Manfred Schäuble spricht leise, aber bestimmt. Seit Jahrzehnten arbeitet der Handwerksmeister an regenerativen Energielösungen – lange bevor sie politisch eingefordert wurden. Sein Unternehmen steht heute für ganzheitliche Energiesysteme, für Verlässlichkeit…

Im Herzen Mensch, im Kopf Cloud

Interview mit Jens Dreger, Mitglied Management Team teccle group

Im Herzen Mensch, im Kopf Cloud

Die Digitalisierung ist längst kein abstraktes Zukunftsthema mehr, sondern tägliche Realität – und Herausforderung – für Unternehmen jeder Größe. IT muss funktionieren, sicher sein und sich der stetigen Veränderung anpassen.…

Beste dermatologische Versorgung, zugänglich für alle

Interview mit Joris Vugs, Country Manager Nederland der Corius Netherlands BV

Beste dermatologische Versorgung, zugänglich für alle

Insgesamt 15 dermatologische Kliniken aus den Niederlanden gehören dem starken Netzwerk von Corius an, das auch in der Schweiz und Deutschland aktiv ist. Für die nächsten Jahre sind die Zeichen…

Spannendes aus der Region Rhein-Kreis Neuss

Mehr Wildnis als Wohlfühlzone: Was Unternehmer von Otto Bulletproof lernen können

Interview mit Ottogerd Karasch, Geschäftsführer der Bulletproof GmbH

Mehr Wildnis als Wohlfühlzone: Was Unternehmer von Otto Bulletproof lernen können

Wer Ottogerd Karasch heute erlebt, sieht einen Mann, der sich sichtbar wohlfühlt im Unbekannten: allein in der Wildnis, auf harten Touren, vor der Kamera – und im Unternehmertum. Unter dem…

Neue Wohnprojekte auf ehemaligem Stahlwerksgelände

Interview mit Basil O‘Malley, ständiger Vertreter der Geschäftsleitung der EURO Auctions Immobilien GmbH

Neue Wohnprojekte auf ehemaligem Stahlwerksgelände

Auf dem Gelände eines ehemaligen Stahlwerks ist vor rund 20 Jahren der Business-Park Neue Mitte Oberhausen entstanden. Heute ist die circa 500.000 m² große Fläche zu etwa 60% mit Handels-,…

Glänzende Aussichten für die  Metallverarbeitung

Interview mit Alexander Döring, Geschäftsführer der OTTO FUCHS Dülken GmbH & Co. KG

Glänzende Aussichten für die Metallverarbeitung

Ob Automobilbau, Bauwesen oder Energietechnik – erst durch präzise gefertigte Metallbauteile entstehen langlebige, sichere und leistungsfähige Produkte für den Alltag und die Zukunft. Seit über 80 Jahren steht die OTTO…

Das könnte Sie auch interessieren

„Unser Markt wächst weiter“

Interview mit Max Enno Kraft, Geschäftsführer der Friedrich Kraft GmbH

„Unser Markt wächst weiter“

Seit Jahrzehnten unterstützt die Friedrich Kraft GmbH ihre Kunden mit Ersatzteilen für Pkw, Lkw, Busse und weitere Fahrzeuge in Erstausrüsterqualität. Trotz des Wachstums der E-Mobilität sieht Geschäftsführer Max Enno Kraft…

Grenzüberschreitung mit Mehrwert

Interview mit Jan Dykhuizen, Geschäftsführer der ALS Holding GmbH

Grenzüberschreitung mit Mehrwert

Sie sind komplex und spielen im internationalen Warenverkehr eine große Rolle – Zollabfertigungen. Unternehmen, die sicherstellen wollen, dass Import- und Exportvorgänge rechtskonform, effizient und kosteneffektiv abgewickelt werden und damit Lieferketten…

„Was wir können, kann nicht jeder!“

Interview mit Wim De Windt, CEO Gadot Europe der Gadot Belgium BV

„Was wir können, kann nicht jeder!“

Mit direktem Zugang zur Nordsee und zum Binnenland ist der North Sea Port Gent ein wichtiger Knotenpunkt der Logistik in Europa. Hier hat die Gadot Belgium BV ihren Sitz und…

TOP