Farmer First – mit über 50.000 Produkten

Interview mit Thomas Schlieben, Geschäftsführer der Sparex Handels- und Vertriebs GmbH

Wirtschaftsforum: Herr Schlieben, das Vertriebsportfolio von Sparex umfasst über 50.000 Produkte für mehr als 890.000 Anwendungen, mit denen Sie den Landwirten das Leben leichter machen wollen. Welche Lösungen stehen dabei besonders im Fokus?

Thomas Schlieben: Wir bieten zahlreiche technische Traktorersatzprodukte, aber auch verschiedenste Zubehör- und Verschleißteile an und erweitern unser Sortiment beständig um neue Komponenten, die den Endanwendern einen konkreten Nutzen bringen sollen.

Zentrale Innovationen waren dabei in letzter Zeit unsere Tractor-Fit-LED-Lösungen sowie unser LED-Produkt Connix, ebenso wie unser Gardloc-System mit der patentierten A-Lock-Technologie, die die Montage und Wartung der Zapfwellenschutzvorrichtungen merklich vereinfacht und inzwischen auch von mehreren Erstausrüstern verwendet wird. Auch bei unseren Traktor-Ersatzteilen steht außer ihrer Langlebigkeit eine möglichst einfache Verwendung im Fokus, weshalb sie alle relevanten OEM-Spezifikationen erfüllen, damit sie nahtlos gleichermaßen in neue und ältere Maschinen integriert werden können.

Wirtschaftsforum: Soll das Produktportfolio perspektivisch noch weiter wachsen? Und wie soll die damit zunehmend komplexer werdende Logistik beherrschbar bleiben?

Thomas Schlieben: In den nächsten Jahren wollen wir insbesondere unser Angebot an technischen Traktorersatzteilen mit OEM-Standards erweitern, um so alle für unsere Kunden relevanten Marken und Modelle vollständig abzudecken. Um dieser Ambition auch aus logistischer Sicht gerecht werden zu können, hat Sparex schon 2019 in ein Hauptlager im französischen Ennery investiert, von dem aus wir Kunden in ganz Europa bei kurzen Lieferzeiten mit allen Komponenten versorgen – mitunter können wir das gewünschte Produkt noch am selben Tag zustellen.

Wirtschaftsforum: Auch über Ihr breites Produktspektrum hinaus beschäftigen Sie sich aktuell mit zahlreichen Innovationen.

Thomas Schlieben: Derzeit aktualisieren wir unter anderem unsere Lösungen für Verkaufsstände, damit die Einzelhändler ihre Ausstellungsflächen ideal nutzen und den Endanwendern die einzelnen Artikel so nahbar wie möglich präsentieren können. Zudem haben wir mit unserem Agripack-Sortiment im Clamshell-Design eine wichtige Innovation bei unseren Blisterverpackungen anstoßen können – diese werden nun aus UV-stabilisiertem rPET hergestellt, das nicht vergilbt, lange haltbar ist und am Ende seiner Lebensdauer zu 100% wieder recycelt werden kann.

Wirtschaftsforum: Welche Veränderungen beschäftigen Sie derweil bei Ihren Vertriebskanälen?

Thomas Schlieben: Wir entwickeln unsere Website sowie unseren E-Commerce-Auftritt unablässig weiter und konnten auch in diesem Kontext zahlreiche Innovationen lancieren, die sowohl den Einzelhändlern als auch den Endanwendern das Leben leichter machen – angefangen bei unserer Suchfunktion, die inzwischen auch mithilfe von KI dafür sorgt, dass den Kunden stets auf Anhieb das richtige Produkt angezeigt wird. Mit unserem Marken- und Modell-Suchtool können die Kunden zudem nach einzelnen Maschinenmarken und -modellen filtern, um schneller ans Ziel zu kommen. Doch die KI wird auch in diesem Kontext den Menschen nicht ersetzen – bei Fragen können unsere Kunden also weiterhin unseren Live-Webchat nutzen, wo sie unmittelbar persönlich beraten werden.

Wirtschaftsforum: Wenden Sie sich damit primär an Ihre direkten Kunden aus dem Einzelhandel oder die Endanwender aus der Landwirtschaft?

Thomas Schlieben: Um unsere Händler zu unterstützen, planen wir in naher Zukunft auch die Einführung einer neuen Funktion auf unserer Website, mit der die Landwirte dort Produkte von Sparex direkt über unser Händlernetzwerk erwerben können. Damit wird es uns möglich sein, sowohl den Endanwendern eine noch nahtlosere Benutzererfahrung anzubieten, als auch unsere etablierten Partner im Handel zu stärken. Natürlich spielen inzwischen auch die dadurch gewonnen Daten eine wichtige Rolle, die unsere Business Intelligence-Teams beständig mit beeindruckenden Analyse-Tools auswerten, um daraus zielführende Erkenntnisse zu ermitteln, wie wir unsere Kunden noch besser unterstützen können.

Wirtschaftsforum: Der Kundennutzen steht damit unverrückbar im Zentrum Ihrer Aufmerksamkeit?

Thomas Schlieben: Nicht umsonst haben wir unserer Strategie den Namen „Farmer First“ gegeben: Uns treibt an, was der Handel und die Landwirte brauchen. Zusätzlich setzen wir klar auf die Werte „Speak Up“ und „Team Up“: All unsere Mitarbeiter sollen unablässig befähigt werden, Probleme und Herausforderungen, die dem Kundennutzen im Wege stehen, zu eliminieren und dies in starken Teams zu erreichen. Für ihren unermüdlichen Einsatz möchte ich mich an dieser Stelle ausdrücklich bedanken.

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