Auf Biegen und Stanzen

Interview mit Christian Hofmann, Vertriebsleiter der Alfred Kron GmbH

Spezialteile von Kron finden sich in den verschiedensten Anwendungsbereichen – und in den verschiedensten Ländern der Welt. Von der Automobil- und Möbelindustrie über die Medizin- und Elektrotechnik hin zu Herstellern weißer Ware reicht das Kundenspektrum. Seit vier Generationen in Familienbesitz hat das Unternehmen es stets verstanden, mit den Wünschen der Kunden mitzugehen und sich weiterzuentwickeln.

Heute versteht man sich nicht nur auf das Biegen, Stanzen und Umformen von Metall, sondern auch auf die Kunststoffverarbeitung sowie Hybridtechnologien, die immer stärker nachgefragt werden.

Klein, mit großer Wirkung

14.000 verschiedene Artikel, über eine Milliarde Teile im Jahr, Anlagen für Kunststofftechnik, Stanz- sowie Stanz- und Biegeautomaten, knapp 70 Mitarbeiter, Stammkunden wie Bosch, Exportanteil von knapp 40%, 13 Millionen EUR Umsatz – das sind Unternehmensfakten, die für sich sprechen. „Wir beliefern Märkte wie die Möbelindustrie, Automobilhersteller und die Medizintechnik, vor allem die Dentalmotorik, die in der Corona-Krise einen echten Boom erlebte“, sagt Christian Hofmann.

Kron arbeitet für diese Kunden zwar als Massenhersteller, mit Losgrößen ab 500.000 Stück, ist aber andererseits so flexibel, dass auch Prototypen schnell hergestellt werden können – ein wichtiges Asset. „Seit 40 Jahren gibt es eine enge Zusammenarbeit mit der Entwicklungsabteilung von Bosch“, erklärt Christian Hofmann. „Dabei geht es heute um Themen wie E-Mobility, Hybrid, Komponenten im Bereich der 48-Volt-Batterie. Im letzten Jahr haben wir den Auftrag für zwei Großprojekte bekommen, eins in Asien, eins in Deutschland. Diese Mehrjahreskontrakte, bei denen wir uns gegen große Konkurrenz durchsetzen konnten, geben uns Planungssicherheit und Perspektiven und stärken den Standort Solingen.“

Messen, sonst fester Bestandteil der Agenda, finden wegen der Pandemie nicht statt, stattdessen gibt es virtuelle Messen wie die ‘Automotive Procurement’ und Online-Konferenzen und Meetings – den persönlichen Kontakt ersetzen können diese nicht. „Es ist immer besser, direkt mit den Konstrukteuren zu sprechen oder Roadshows zu organisieren, um neue Produkte vorzustellen“, sagt Christian Hofmann.

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