Planen, bauen, Spuren hinterlassen

Interview mit Mike Ruppelt, Geschäftsführer der G. Büter Bauunternehmen GmbH

Wirtschaftsforum: Herr Ruppelt, der Name Büter ist in der Region Inbegriff für architektonisch anspruchsvolle Privat- und Gewerbeimmobilien. Bauvorhaben wie die Environ-Zentrale in Rheine oder ‘Die Leda’, inzwischen ein Wahrzeichen der Stadt Leer, illustrieren die Planungs- und Baukompetenz eindrücklich. Wie stellt sich die Entwicklung des Unternehmens dar, das heute ein Referenzunternehmen der Region ist?

Mike Ruppelt: Das Unternehmen wurde 1934 gegründet, 1992 hat Gerrit Büter das Unternehmen als Geschäftsführer von seinen Eltern übernommen und ist seither Triebfeder für die durchweg positive Unternehmensentwicklung. Unterstützt wird er unter anderem von seiner Frau Dita. Über die Jahre hinweg hat Büter sich kontinuierlich weiterentwickelt, hat Bauelemente erstellt, als Tischlerei und Zimmerei agiert und sich schließlich als Bauunternehmen und Projektentwickler etabliert. Wir sind überregional tätig, agieren aber vorwiegend in einem Umkreis von 100 bis 150 km. Auch wenn es in der Vergangenheit immer mal wieder überregionale Projekte gab, unter anderem in Hamburg und Holland, liegt liegt unser Schwerpunkt in der Grafschaft.

Wirtschaftsforum: Was sind besondere Kennzeichen des Portfolios?

Mike Ruppelt: Weil wir eigene Maurer und Betonbauer beschäftigen, bauen wir, zumindest im Rohbau, alles selbst. Über den Rohbau hinaus, zum Beispiel bei schlüsselfertigen Projekten, arbeiten wir mit Partnern aus der Region zusammen. Mehr als 50% des Umsatzes generieren wir heute mit der Projektentwicklung. Das heißt, wir kaufen ein Grundstück, planen, entwickeln, konzeptionieren, bauen und verkaufen ganz unterschiedliche Gebäude. Dabei geht es immer um Projekte mit einem hohen Anspruch, auch an Details. Büter steht für eine ganzheitliche Herangehensweise was Konzept und Design, aber auch die handwerkliche Umsetzung betrifft. Unsere Mitarbeiter leben diese Philosophie. Der Slogan ‘Maurer mit Leidenschaft’ ist keine leere Worthülse, sondern reflektiert die Einstellung der Mitarbeiter.

Wirtschaftsforum: Wie groß ist Büter heute?

Mike Ruppelt: Wir haben 108 Mitarbeiter und einen Umsatz von etwa 35 Millionen EUR. Seit 2009 erleben wir einen Boom in der Baubranche; mit dem Boom hat sich Büter konstant weiterentwickelt; allerdings gab es in den Jahren zuvor durchaus auch schwierige Zeiten. Heute sind wir nicht das größte Bauunternehmen der Region, aber das mit dem höchsten baukulturellen und qualitativen Anspruch.

Wirtschaftsforum: Gehen Sie davon aus, dass die positive Entwicklung anhält?

Mike Ruppelt: Unsere Erwartungen sind sehr positiv. Der Bedarf am Wohnungsmarkt ist groß. Anders als in den großen Metropolen spricht man hier in der Region nicht von einer Blase. Wir können relativ nah an den Herstellungskosten arbeiten und Immobilien verkaufen.

Wirtschaftsforum: Was sind aktuell spannende Projekte?

Mike Ruppelt: Ein aktuelles Projekt ist die Feuerwehrtechnische Zentrale für den Kreis Steinfurt, das wir schlüsselfertig realisieren. Ferner stellt der Wohnpark an der Kanalallee, das größte regionale Wohnquartier der letzten zehn Jahre in Nordhorn, das wir als Projektentwickler konzeptioniert haben und schlüsselfertig realisieren, eine sehr spannende Aufgabe für uns dar. Mit der Quartiersentwicklung kommen wir der Nachfrage nach unterschiedlichen Wohnformen und dem Bedarf an gefördertem Wohnungsbau in Nordhorn nach. Wir bauen hier sehr innovativ, nach höchsten energetischen Standards. Die bauphysikalische Qualität ist hoch, es gibt ein nachhaltiges Energiekonzept mit Nahwärme, Blockheizkraftwerken, Glasfaser bis zu jeder Nutzereinheit. E-Mobilität ist hier Standard, jeder Park- und Stellplatz kann mit einer Ladesäule versehen werden, die Infrastruktur ist dafür bestens ausgerüstet.

Wirtschaftsforum: Sie sind seit zwei Jahren für Büter tätig, leiten das Unternehmen gemeinsam mit Gerrit Büter, nachdem Sie für große Unternehmen lange im Ausland gearbeitet haben. Was hat sich in den letzten zwei Jahren bei Büter verändert?

Mike Ruppelt: Ich lege einen Schwerpunkt auf Personalfragen. Der Fachkräftemangel ist ein Thema, das auch uns umtreibt. Wir haben organisatorisch und strukturell viel verändert, wissen heute mehr über unsere Mitarbeiter als das früher der Fall war, weil wir im engen Dialog mit ihnen sind. Diese Transparenz ist neu. Mitarbeiter werden bewusst in Entscheidungsprozesse involviert, wir nehmen sie mit. Diese Richtung soll künftig weiter intensiviert werden und spiegelt sich in der gesamten Unternehmenskultur wider. Die Chefetage ist nahbarer geworden, wir sind schließlich Teil des Teams. Wir alle gemeinsam verdienen das Geld. Diese Erkenntnis ist zwar nicht neu, wird heute aber sehr intensiv kommuniziert und gelebt.

Wirtschaftsforum: Wir geht Büter mit dem Mangel an Fachkräften um?

Mike Ruppelt: Wir bilden selber aus und übernehmen unsere Azubis. Dennoch kennen wir auch Probleme. Auf eine Stellenausschreibung für einen Architekten oder eine Architektin bekamen wir keine einzige Bewerbung. Wir haben die Recruting-Aktivitäten dann multimedialer gestaltet, um potentielle Bewerberinnen und Bewerber auf unterschiedlichen Kanälen, zum Beispiel in den sozialen Medien, abzuholen. Unser Ziel ist, unser hohes Niveau zu halten und die Baukultur der Region nachhaltig zu beeinflussen. Wir wollen Spuren hinterlassen, die zeigen, dass wir Vorreiter für nachhaltige Ideen waren. Und das geht nur mit einem starken Team!

G. Büter Bauunternehmen GmbH
Neuenhauser Straße 83
49824 Ringe
Deutschland
+49 5944 93930
+49 5944 939333
info(at)bueter-bau.de
www.bueter-bau.de

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