Geld sparen und anlegen in den Zeiten von Niedrigzinsen

Erfolgreich sparen - die Grundlagen

Das eigene Vermögen muss bei der Bank gut aufgehoben sein. Das bedeutet, dass teure Kontoführungsgebühren zu einem Wechsel anregen sollten. Zudem ist die Inflation zu berücksichtigen. Sie ist zwar längst nicht dort, wo einige Experten sie vor Jahren eingeschätzt hätten, wirkt sich aber dennoch auf den Wert des angesparten Vermögens aus: Eine Inflation von einem Prozent sorgt beispielsweise dafür, dass eine Summe von 1.000 Euro ein Jahr später nur noch eine Kaufkraft von 995 Euro hat. Das bedeutet, dass sich die Höhe des Vermögens zwar nicht ändert, wohl aber sein Wert. Über einen langen Zeitraum kann damit immer weniger erworben werden, weil die Preise unentwegt steigen. Natürlich liegt die Lösung nicht darin, Geld nach dem Erhalt möglichst schnell wieder auszugeben. Stattdessen sollte das Vermögen möglichst breit gestreut in verschiedene Anlagen investiert werden, die stetige Zinsen einbringen und damit nicht nur der Inflation entgegenwirken, sondern auch die Höhe der Summe langfristig steigern.

Sparen mit Aktien und Fonds

Aktien und Fonds erzielen teils hohe Renditen, birgen aber auch ein relativ hohes Risiko. Der Handel mit Einzelaktien sollte daher erst nach einer intensiven Einarbeitung in das Thema übernommen oder einem Fachmann überlassen werden. Wer in Investmentfonds investiert, kauft Anteile verschiedener Aktien, wodurch bereits mit kleinen Summen eine breite Streuung erreicht wird. Fällt nun der Kurs eines der im Fond enthaltenen Unternehmen, können Kurssteigerungen anderer Unternehmen dies wieder ausgleichen.

Sparen mit ETFs (Exchange Traded Funds)

ETFs sind eine kostengünstige Alternative zu klassischen Investmentfonds. Letztere werden aktiv durch einen Fondmanager gemanagt, der selbst die Entscheidungen über Käufe und Verkäufe von Aktien fällt. ETFs kopieren hingegen einen bereits bestehenden Index wie den Deutschen Aktienindex (DAX). Hierdurch entfällt ein Großteil der Verwaltungsgebühren, da die Abläufe automatisiert ablaufen und die Notwendigkeit einer menschlichen Betreuung entfällt. Der Anleger kann dadurch eine höhere Rendite einfahren.

Sparen mit Sparbuch, Tagesgeld und Festgeld

Über viele Jahre war das Sparen mit Hilfe von Sparbüchern, Tagesgeldern oder Festgeldern beliebt. Hier konnte eine Geldanlage solide Zinsen einfahren und ein Risiko war kaum gegeben: Banken sind gegen eine Bankenpleite in Höhe von 100.000 Euro pro Kunde abgesichert. Diese Sicherheit besteht zwar immer noch, allerdings haben sich die erzielbaren Zinserträge erheblich reduziert. In Zeiten des Niedrigzinses bieten Banken und Sparkassen teils sehr wenige, teils überhaupt keine Zinsen für die genannten Geldanlagen. Wer hiermit sein Vermögen mehren möchte, sollte regelmäßig die Konditionen seiner Bank überprüfen und bei Bedarf wechseln. Auf dem Tagesgeldkonto sollten allerdings auch ohne Zinsen ungefähr zwei bis drei monatliche Gehälter (netto) hinterlegt sein. Dies dient als Reserve für unvorhergesehene Ausgaben und finanzielle Notfälle.

Sparen mit Riester-Verträgen

Vorsicht geboten ist bei Riester-Verträgen: Sie lohnen sich nur in bestimmten Fällen, nämlich dann, wenn Verbraucher Kinder haben und die entsprechenden Zulagen erhalten. Die mit dem Riestern verbundenen Abschlusskosten können die Förderung für viele Sparer unattraktiv machen, weshalb hier genaue Informationen eingeholt und Vergleiche mit anderen Optionen angestellt werden sollten.

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Aktuellste news

Wachstumstreiber Influencer: Wie der Mittelstand den ROI von Creator-Kooperationen maximiert

Wachstumstreiber Influencer: Wie der Mittelstand den ROI von Creator-Kooperationen maximiert

Für viele mittelständische Unternehmen galt Influencer Marketing lange als eine Disziplin, die primär großen B2C-Marken mit üppigen Budgets vorbehalten war. Die Wahrnehmung war geprägt von hohen Reichweiten, schillernden Persönlichkeiten und…

Oberflächenqualität in der Metallverarbeitung: Warum Präzision den Unterschied macht

Oberflächenqualität in der Metallverarbeitung: Warum Präzision den Unterschied macht

Die Qualität einer Metalloberfläche entscheidet heute mehr denn je über den Erfolg eines Produkts am Markt. Während in der Vergangenheit funktionale Aspekte im Vordergrund standen, erwarten Kunden mittlerweile sowohl technische…

Vom Bauzaun zur Werbewand: Maximale Sichtbarkeit für Ihr Projekt

Vom Bauzaun zur Werbewand: Maximale Sichtbarkeit für Ihr Projekt

Baustellen prägen das Bild unserer Städte und Gemeinden. Sie sind Symbole für Fortschritt, Wachstum und Wandel. Doch allzu oft werden sie lediglich als temporäre Störfaktoren wahrgenommen – als staubige, laute…

Aktuellste Interviews

Kosmetik ist Vertrauens­sache

Interview mit Antonio Lucá, Hauptgesellschafter der MADISON COSMETICS GmbH

Kosmetik ist Vertrauens­sache

Der Kosmetikmarkt ist schnell, laut und gleichzeitig hoch reguliert. Neue Marken entstehen gefühlt über Nacht, Trends werden in sozialen Netzwerken beschleunigt und Kunden erwarten immer häufiger beides: ein gutes Gefühl…

Zukunftsfähige Städte aus Konversionsflächen

Interview mit Davut Deletioglu, Geschäftsführer und Max Deletioglu, Verantwortlich für Betriebskonzepte und Nachhaltigkeitsstrategien der 3iPro GmbH

Zukunftsfähige Städte aus Konversionsflächen

Zwischen Konversion, Nachhaltigkeit und neuen Arbeitswelten entstehen in Mannheim Immobilienprojekte mit Vorbildcharakter. Wie die 3iPro GmbH ökologische Standards frühzeitig in die Planung integriert und welche Perspektiven sich daraus ergeben, erläutern…

Arbeitssicherheit strategisch gedacht

Interview mit Marc Riegel, Geschäftsführer und Jennifer Stöckel, Chief of Staff der SAFETEE GmbH

Arbeitssicherheit strategisch gedacht

Globale Krisen, geopolitische Spannungen und wachsende Anforderungen an Großprojekte verändern die Rahmenbedingungen der Arbeitssicherheit spürbar. Wie Unternehmen auch unter unsicheren Vorzeichen handlungsfähig bleiben und Sicherheit strategisch verankern, zeigt die SAFETEE…

TOP