Auto der Zukunft: Eine neue Art der Mobilität

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Mobilität verändert sich. Wo vorher die Menschen auf Kutschen und Eselsrücken oder schlicht auf Schusters Rappen vorwärtskamen, breitete sich bald das Schienennetz aus und der Eisenverkehr begann. Danach startete die Ära der Automobile, aber auch der Fahrräder, die nur wenig früher auftraten als ihre motorisierte Konkurrenz. Jetzt kommen Digitalisierung und Klimaschutz ins Spiel, die Zeit der fossilen Brennstoffe neigt sich dem Ende zu. Das Auto der Zukunft soll unabhängig vom Erdöl werden und auch unabhängig von seinem Fahrer.

Fahren die Autos der Zukunft elektrisch?

Zuerst widmen wir uns dem Antriebsthema, denn das ist den meisten Menschen besonders präsent. Wird das Auto der Zukunft ein Elektrowagen sein, ein Fahrzeug mit Brennstoffzelle, ein Hybrid oder etwas ganz anderes? Wenigen ist bewusst, dass das erste E-Fahrzeug bereits zwischen 1832 und 1839 auf schottischen Straßen fuhr, in Deutschland kam der erste Elektrowagen 1888 auf den Markt. Er stammte aus dem bayerischen Coburg und war vermutlich der erste elektrisch betriebene Personenkraftwagen der Welt.

Das System setzte sich damals nicht durch, die Technik reifte nie voll aus. Erst die Notwendigkeit des Klimaschutzes führte gegen Ende des 20. Jahrhunderts zu verstärkten Bemühungen, vom Erdöl loszukommen und ein krisenfestes Auto der Zukunft zu konstruieren, dass die Themen Energie und Umwelt stärker berücksichtigt.

Obwohl es mittlerweile schon eine E-Formel-1 gibt und mehr als 600.000 rein elektrische Fahrzeuge in Deutschland zugelassen sind: Der große Durchbruch ist noch immer nicht gekommen. Von der Tradition in die Moderne zu gelangen, ist ein mühsames Unterfangen: Die Menschen sind die Bequemlichkeit ihres Diesels oder Benziner gewohnt, sie möchten 600 oder 800 km am Stück fahren können und nur wenige Minuten ins Tanken investieren.

Fiat Chrysler Weg in die Zukunft: Erdgas und Elektromobilität

Fiat Chrysler engagiert sich wie viele andere Hersteller auch auf dem Weg zum Auto der Zukunft. Der Konzern verfügt längst sowohl über E-Mobile als auch über leistungsstarke Hybrid-Fahrzeuge. Der altbekannte Fiat 500 hat einen kleinen Bruder bekommen, den elektrifizierten Fiat 500e – und der hybridisierte Chrysler Pacifica zeigt, dass auch Mini-Vans elektrisch "können".

Schon vor mehr als 20 Jahren wandte sich der Konzern den Erdgasfahrzeugen zu und verkaufte über 700.000 Stück davon. Doch auch das Erdgas geht irgendwann zur Neige. Deshalb liegt ein weiterer Fokus auf Wasserstoff. Deutschland plant, das grüne Gas in vielen verschiedenen Sektoren einzusetzen, dafür möchte das Land Wasserstoff importieren und assoziierte Technologien exportieren, um nicht nur das Auto der Zukunft zu betreiben.

Was hat das Auto der Zukunft noch zu bieten?

Das Auto der Zukunft soll autonom werden, zumindest steuern einige bekannte Autokonzerne unter weltweiter Beachtung in diese Richtung. In der Entwicklung führend sind große Namen wie Tesla und Toyota, aber auch die Google-Tochter Waymo. Das Robo-Taxi Google Car fährt sogar schon auf den Straßen Arizonas und nimmt Fahrgäste mit. Durch das selbständige Fahren wird es immer entbehrlicher, einen eigenen Wagen zu besitzen, doch das momentan eingesetzte Car-Sharing scheint nicht die Lösung fürs Auto der Zukunft zu sein.

Das Münchner Start-up Cluno propagiert schon jetzt das Ende des Autokaufs, das mit einer neugewonnenen Freiheit einhergeht. Was, wenn ich mein Auto der Zukunft nach Belieben wechseln könnte? Fällig wird bei Cluno ein monatlicher Abo-Betrag, in dem alle enthalten ist, außer dem Tanken. Jeder kann sein Fahrzeug nach Bedarf wechseln oder auch aus dem Vertrag aussteigen. Das ergibt ein neues Mobilitätsgefühl, ohne ewig lange Autosuche mit aufwändigen Preisverhandlungen, Versicherungsvergleichen und ellenlangen Leasingverträgen. Nicht nur das reichweitenstarke E-Auto der Zukunft, auch der Wagen mit effizienter Brennstoffzelle wird bald schon im Sortiment vertreten sein – da fällt die Wahl fast wieder schwer.

Digitale Wende: die Konnektivität im Auto der Zukunft

Das Auto erlebt nicht nur eine Antriebs-Revolution, sondern auch eine digitale Wende. Die neuen Wagen benötigen eine hohe Konnektivität, um auf dem Markt zu bestehen. Business-Pakete von Fiat Chrysler und anderen Herstellern berücksichtigen die Digitalisierung längst, aber auch Privatfahrzeuge sind teilweise virtuell hoch gerüstet. Auf dem Touch-Display am Armaturenbrett möchte der Fahrer sein Smartphone bedienen, Navigationsdaten erhalten und beim Einparken perfekte Videobilder sehen. Auch Entertainment spielt beim Auto der Zukunft eine große Rolle: Musik, Podcasts, Videos und Filme strömen über das Netz herein und verwandeln das Fahrzeuginnere in einen Kinosaal oder eine Konzerthalle.

Was ist das Auto der Zukunft?

Schon jetzt zeichnet sich ab: Das Auto der Zukunft wird mit unseren aktuellen Fahrzeugen vieles gemeinsam haben, jedoch in ausgereifter Form, mit CO₂-neutralem Antrieb und vielen digitalen Funktionen. Dieses Auto muss nicht unbedingt uns gehören, sondern will ein vielseitiger Dienstleister sein, der uns sicher und vor allem entspannt zum Ziel bringt.

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