Recycling neu gedacht
Interview mit Andrea Gratzer, Geschäftsführerin und Peter Streinik, Geschäftsführer der UNTHA Deutschland GmbH

Die Wurzeln der heutigen UNTHA Deutschland GmbH reichen mehr als 50 Jahre zurück. Aus einem langjährigen Vertriebspartner entwickelte sich eine eigenständige Gesellschaft, die seit 2022 vollständig zur österreichischen UNTHA-Gruppe gehört. Mit der Übernahme wechselte auch die Geschäftsführung: Andrea Gratzer und Peter Streinik führen heute neben der deutschen weitere internationale Tochtergesellschaften. „Unser Ziel ist es, profitabel zu wachsen“, beschreibt Andrea Gratzer die strategische Ausrichtung. In Deutschland beschäftigt das Unternehmen elf Mitarbeitende und erwirtschaftet derzeit rund 10 Millionen EUR Umsatz – mit weiterem Wachstumspotenzial. Das Unternehmen entwickelt Zerkleinerungslösungen für unterschiedlichste Anwendungen:
von Kunststoff- und Elektronikrecycling über Akten- und Datenträgervernichtung bis hin zur Aufbereitung von Haus-, Gewerbe- und Industrieabfällen. Hinzu kommen Spezialanwendungen wie die Verarbeitung von Batterien aus Elektrofahrzeugen oder Matratzen. Ein wachsender Bereich ist die Herstellung von Ersatzbrennstoffen, mit denen fossile Energieträger etwa in der Zementindustrie ersetzt werden können.
Innovation mit Mehrwert
Der Wettbewerb entscheidet sich für UNTHA längst nicht mehr allein über die Maschine. „Der Kunde kauft von Menschen“, sagt Peter Streinik. Deshalb setzt das Unternehmen auf erfahrene Mitarbeitende, die ihre Kunden als Berater begleiten und deren Prozesse genau kennen. Gleichzeitig fließen kontinuierlich Investitionen in energieeffiziente Antriebstechnik, digitale Services und neue Produktentwicklungen. „Wir müssen uns durch Innovation und einen professionellen Vertrieb abheben“, betont der Geschäftsführer. Auch Digitalisierung gewinnt zunehmend an Bedeutung. Moderne Fernüberwachung, Predictive Maintenance und künftig KI-Anwendungen helfen dabei, Anlagenverfügbarkeiten zu erhöhen und Wartungen vorausschauend zu planen. Nachhaltigkeit versteht UNTHA dabei ganzheitlich, von Photovoltaikanlagen und Holzbauweise an den Standorten bis hin zu langfristigen Arbeitsverhältnissen. „Unsere Mitarbeiter begleiten uns oft über viele Jahre. Das spüren auch unsere Kunden“, erklärt Andrea Gratzer. Für die kommenden Jahre verfolgt die UNTHA Deutschland GmbH einen klaren Kurs: Das Servicenetz soll weiter ausgebaut, zusätzliche Mitarbeitende eingestellt und der deutsche Standort nachhaltig gestärkt werden. „Wir haben gute Chancen, uns in den Märkten weiter zu etablieren“, ist Peter Streinik überzeugt. Innovation, Kundennähe und nachhaltiges Wachstum bleiben dabei die Leitlinien des Unternehmens.









