„Wir wollen die Menschen immer wieder überraschen!“

Interview mit Anneke Snijders, Geschäftsführerin der Silk-ka BV

Als Blumenhändler Patrick Oudegroeniger in den 1980er-Jahren immer stärker auf Pflanzenschutzmittel bei seinen Blumen reagierte, suchte er nach einer Alternative. 1988 gründete er die Silk-ka BV und begann mit dem Verkauf von Kunstblumen. Das junge Unternehmen florierte prächtig und hat sich bis heute zu einem international agierenden Player entwickelt.

„Wir wollen Trendsetter sein, anders als andere, und die Menschen immer wieder überraschen“, beschreibt Geschäftsführerin Anneke Snijders das Erfolgsrezept. „Dabei gehen wir hochprofessionell vor.“ So werden die von rund 20 Lieferanten gefertigten Blumen größtenteils von eigenen Designern entworfen und der Natur so echt wie möglich nachempfunden. Gespielt wird dabei lediglich mit den Farben, die auch aktuelle Modetrends aufgreifen. „Zweimal jährlich geben wir neue Kollektionen heraus und erneuern unser Sortiment auf diese Weise stetig“, sagt die Geschäftsführerin.

Breites Sortiment

Zwischen 3.000 und 3.500 verschiedene Blumen und Pflanzen umfasst das Sortiment von Silk-ka. Hier reicht die Bandbreite von edlen Rosen in den unterschiedlichsten Farben, Orchideen und Strelitzien über Sukkulenten und Farnen bis hin zu sattgrünen Palmen. Neben dem Blumenhandel gehören Möbelgeschäfte, Gartencenter, Eventveranstalter und Dekoläden zu den Abnehmern der Blumenpracht. Ein großer Teil der Produkte geht in die Niederlande und nach Deutschland, doch auch in anderen Ländern Europas sind die Kunstblumen sehr begehrt.

In den Beneluxländern kümmert sich der eigene Außendienst um die Kundschaft, in anderen Ländern arbeitet das innovative Unternehmen mit Agenten zusammen. Im Showroom in Hengelo werden ständig neue Kreationen präsentiert, über den Webshop können Geschäftskunden direkt digital bestellen. Außerdem präsentiert sich Silk-ka auf Fachmessen wie der Pariser ‘Maison et Objet’ oder der ‘Christmasworld’ in Frankfurt.

„Es muss für die Kunden einfach sein, mit uns Geschäfte zu machen“, erläutert Anneke Snijders. Dabei sind die offene Kultur und die familiäre Atmosphäre im Betrieb sicherlich hilfreich. Das seit 2022 größtenteils einem schwedischen Investor gehörende Unternehmen beschäftigt heute 33 Mitarbeiter und erzielt jedes Jahr große Umsatzzuwächse. „In den nächsten Jahren wollen wir die Marke Silk-ka auch bei den Endkunden noch bekannter machen“, beschreibt die Geschäftsführerin ihre Ziele. „Es macht Spaß, Erfolg und zufriedene Kunden zu haben und Silk-ka wachsen zu sehen.“

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Mehr zum Thema

Wachstum trotz Baukrise

Interview mit Martin Weihe, Geschäftsführer der Obra Bautenschutz GmbH

Wachstum trotz Baukrise

Dank seines breiten Leistungsportfolios konnte die Obra Bautenschutz GmbH in den letzten Jahren trotz einer rückläufigen Marktentwicklung weiter wachsen und ihr Tätigkeitsspektrum noch umfassender ausbauen: Im Interview mit Wirtschaftsforum verriet…

„Fördermittel sind kein Zufall –  sie sind Strategie“

Interview mit Dr. Rüdiger Bormann, Geschäftsleitung der In Time Solutions AG

„Fördermittel sind kein Zufall – sie sind Strategie“

Fördermittel gelten oft als kompliziert und schwer zugänglich. Dr. Rüdiger Bormann ordnet das anders ein. Für ihn sind sie ein strategisches Instrument, das Unternehmen gezielt nutzen können – vorausgesetzt, sie…

Smarte Services für starke Prozesse

Interview mit Markus Zipper, Geschäftsführer der ProLog Automation GmbH & Co. KG

Smarte Services für starke Prozesse

Die Einführung fahrerloser Transportsysteme (FTS) ist für viele Unternehmen ein zentraler Baustein auf dem Weg zur Automatisierung und Effizienzsteigerung. Doch der nachhaltige Erfolg solcher Systeme hängt nicht allein von der…

Spannendes aus der Region Hengelo

Architektur als Philosophie

Interview mit Peter Roelvink Architekt & Partner IAA Architecten B.V.

Architektur als Philosophie

Das Nachbarland die Niederlande war schon immer so etwas wie ein kleines Amerika in Westeuropa. Denn während die Deutschen traditionell alles bis zu Ende denken und erst dann mit einem…

Fahrzeugaußenflächen in Energiequellen umwandeln

Interview mit Dr. Bonna Newman, Chief Executive Officer der Lightyear Technologies B.V.

Fahrzeugaußenflächen in Energiequellen umwandeln

Die Bedeutung nachhaltiger Mobilität ist in der heutigen Zeit nicht zu unterschätzen. Der Erfolg dieser Transformation ist entscheidend, nicht nur als Maßnahme gegen den Klimawandel, sondern auch für die Wettbewerbsfähigkeit…

Die erfolgreiche Bolton-Wohnung

Interview mit Peter Bol, CEO der Bolton Ontwikkeling & Bouw

Die erfolgreiche Bolton-Wohnung

Zwei Schulfreunde gründen ein Unternehmen, ihre Söhne führen es fort. So lässt sich die Erfolgsgeschichte von Bolton aus dem niederländischen ­Woerden zusammenfassen. Ein weiterer Glücksfall ist die gelungene Zusammenarbeit von…

Das könnte Sie auch interessieren

Wie Begrünung das Büroklima prägt

Interview mit Markus Mohr, Geschäftsführer der Mohr Hydrokultur

Wie Begrünung das Büroklima prägt

Ob Großraumbüro, Co-Working-Space oder repräsentatives Headquarter: Unternehmen investieren heute stärker denn je in Arbeitsumgebungen, die Menschen anziehen – und im Alltag funktionieren. Begrünung spielt dabei eine wachsende Rolle, weil sie…

Verantwortung übernehmen im jagdlichen Fachmarkt

Interview mit Stefan Kolosser, Geschäftsführer der Huntivity Group GmbH

Verantwortung übernehmen im jagdlichen Fachmarkt

Mit klarer Vertriebsorientierung und starkem Markenfokus hat sich die Huntivity Group GmbH im jagdlichen Fachmarkt erfolgreich positioniert. Der Schwerpunkt liegt auf dem B2B-Großhandel und dem gezielten Aufbau eigener Marken. Geschäftsführer…

Mut zur Verdoppelung

Interview mit Rudi Lins, Geschäftsführer der Rudi Lins Gesellschaft m.b.H. & Co. KG

Mut zur Verdoppelung

Der österreichische Automobilmarkt ist um ein gutes Drittel eingebrochen, E-Mobilität spaltet die Branche und politische Vorgaben ändern sich im Jahrestakt. Trotzdem blickt Geschäftsführer Rudi Lins optimistisch in die Zukunft, denn…

TOP