Komplette Abgassysteme: Standard oder individuell

Interview mit Anneke van Heiningen, Geschäftsführerin und Paul Groeneweg, Geschäftsführer sowie Michael van Wijk, Geschäftsführer der Discom B.V.

Angesichts des aktuellen Umweltbewusstseins spielt jeder Baustein in Richtung einer nachhaltigeren Welt eine wichtige Rolle. Einen davon bilden die Produkte der Discom B.V. Um bis zu 98% reduzieren die Abgassysteme der nach ISO 9001 zertifizierten Firma den Ausstoß schädlicher Emissionen. „Wir entwickeln und fertigen Abgassysteme für die Energiewirtschaft, für maritime Anwendungen und für die Industrie“, erklärt Anneke van Heiningen, die als Geschäftsführerin das Unternehmen gemeinsam mit ihren Kollegen Paul Groeneweg und Michael van Wijk leitet. „Darüber hinaus produzieren wir Schalldämpfer und Auspuffanlagen für alle Märkte außer die Automobil- und Motorradbranche. Unser Spektrum reicht vom Standard-Schalldämpfer bis zum kompletten wassergekühlten Abgassystem mit Leitungen, Aufhängung, Ummantelung und allem, was sonst noch dazugehört.“ „Wir haben ein ganzes Sortiment an Standardlösungen, die wir ab Lager liefern können“, ergänzt Paul Groeneweg.

„Wir entwickeln und bauen aber auch kundenspezifische Produkte für große OEMs, die unter anderem in Elektro- und Dieselloks sowie in Kompressoren und Generatoren eingesetzt werden.“ Aktuell erforscht Discom auch Systeme für alternative Brennstoffe.

Fertigung in Rumänien

Mit dem Fokus auf den Einbau von Verbrennungsmotoren in Binnenschiffe wurde Discom 1978 gegründet. Später wurden Auspuffsysteme entwickelt, in den 1990er-Jahren Lärmschutzsysteme für Motoren und Auspuffsysteme und anschließend komplette Abgassysteme. Neben dem Hauptsitz Alblasserdam, wo 35 Mitarbeiter tätig sind, unterhält Discom noch einen Produktionsstandort in Rumänien. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen rund 100 Mitarbeiter. Discom beliefert OEM-Kunden in den Beneluxländern sowie in Deutschland. Rund 70% des Umsatzes wird außerhalb der Niederlande erzielt. „Account Manager sind bei uns für den Vertrieb zuständig“, erklärt Michael van Wijk.

„Manche Aufträge kommen durch Empfehlungen zustande, außerdem arbeiten wir mit Agenten zusammen.“ Des Weiteren präsentiert sich Discom im Internet, in Social Media und ist auch auf Fachmessen wie SMM, Europort und Maritime Industry vertreten. Qualität, Transparenz, Lösungsorientierung und Fairness machen den Erfolg der Discom aus, die auch für die kommenden Jahre auf Kontinuität und organisches Wachstum setzt.

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Mehr zum Thema Industrielle Zulieferer

Ideen begreifbar machen

Interview mit Sebastian Jung, Geschäftsführer der Schröter Modell- und Formenbau GmbH

Ideen begreifbar machen

Ob Design, Ergonomie oder Funktion: Bevor ein Produkt in Serie geht, muss sich zeigen, ob eine Idee in der Realität funktioniert. Genau hier setzt die Schröter Modell- und Formenbau GmbH…

„Man muss ehrlich sein – das zahlt sich am Ende aus“

Interview mit Reinhard Decker, Geschäftsführer der Decker Containerbau GmbH & Co.

„Man muss ehrlich sein – das zahlt sich am Ende aus“

Wer mit Reinhard Decker spricht, merkt schnell: Hier redet keiner aus dem Lehrbuch. Decker kommt aus der Praxis – aus Werkstatt, Baustelle und Familienbetrieb. Heute entwickelt sein Unternehmen Containerlösungen für…

Magnete bewegen die Welt

Interview mit Stefan Möwius, Geschäftsführer der BEC Gesellschaft für ­Produktmanagement mbH

Magnete bewegen die Welt

Ob Kofferraumklappe, Windkraftanlage oder Robotiksystem – hinter vielem steckt ein Dauermagnet. Die BEC Gesellschaft für Produktmanagement mbH aus Moers liefert diese unsichtbaren Kraftpakete seit über 30 Jahren kundenspezifisch gefertigt in…

Spannendes aus der Region Alblasserdam

Klarer Anspruch: „Unsere Kunden sollen erfolgreich sein!“

Interview mit Harold Vrieling, Executive Vice President Development der Infor (Barneveld) B.V.

Klarer Anspruch: „Unsere Kunden sollen erfolgreich sein!“

Der Einsatz von Software zur Steuerung und Kontrolle betrieblicher Prozesse ist heute Standard. ERP-Programme, die nicht die Möglichkeiten künstlicher Intelligenz nutzen, kommen jedoch schnell an ihre Grenzen. Die cloudbasierten Lösungen…

Von der Natur inspiriert – Bambus­lösungen für Architektur und Industrie

Interview mit Michael van Houten, Commercial Unit Manager DACH & NEEU der Moso International B.V.

Von der Natur inspiriert – Bambus­lösungen für Architektur und Industrie

Nachhaltige Rohstoffe prägen die Zukunft der Bau- und Werkstoffindustrie – denn klimafreundliche Materialien mit hoher technischer Leistungsfähigkeit werden weltweit zunehmend gefragt. Moso International B.V. gehört zu den Pionieren auf diesem…

Fahrzeugaußenflächen in Energiequellen umwandeln

Interview mit Dr. Bonna Newman, Chief Executive Officer der Lightyear Technologies B.V.

Fahrzeugaußenflächen in Energiequellen umwandeln

Die Bedeutung nachhaltiger Mobilität ist in der heutigen Zeit nicht zu unterschätzen. Der Erfolg dieser Transformation ist entscheidend, nicht nur als Maßnahme gegen den Klimawandel, sondern auch für die Wettbewerbsfähigkeit…

Das könnte Sie auch interessieren

100% Bio ohne Wenn und Aber

Interview mit René Belker, Geschäftsführer der GGBE GmbH

100% Bio ohne Wenn und Aber

Fünf Gartenbau-Studenten, ein Wochenmarktstand aus selbst gezimmerten Paletten und die Überzeugung, dass Lebensmittel auch ohne Pestizide wachsen: Was 1986 in Kalkriese bei Osnabrück als ökologisches Experiment begann, ist heute einer…

Erholung, Sport und Natur vor den Toren Leipzigs

Interview mit Michael Klemmer, Geschäftsführer der Golf & Country Club Leipzig GmbH

Erholung, Sport und Natur vor den Toren Leipzigs

Mit einem privat finanzierten Golf & Country Club wollte Michael Klemmer für den Großraum Leipzig einen Ruhepol in freier Natur schaffen: mit einem umfangreichen Freizeitangebot, das in Zukunft noch breiter…

„Der Schreibtisch allein reicht heute nicht mehr“

Interview mit Dominik Mock, Geschäftsführer der RaumFabrik Durlach

„Der Schreibtisch allein reicht heute nicht mehr“

Der Büromarkt in Deutschland steckt im Umbruch. Homeoffice, veränderte Arbeitsmodelle und ein rückläufiger Flächenbedarf haben bei vielen gewerblichen Vermietern zu spürbaren Leerständen geführt. Dass es auch anders geht, zeigt die…

TOP