Sicher ans Ziel: Die Zukunft der Mobilität gestalten

Interview mit Thomas Mohnke, Senior Executive Partner der SafeDriver Group GmbH

Wirtschaftsforum: Herr Mohnke, wie ist die SafeDriver Group entstanden?

Thomas Mohnke: Mein unternehmerischer Werdegang begann vor 50 Jahren, als ich während meines Studiums ein Taxi kaufte, um mein Studium zu finanzieren. Nach dem Studium baute ich ein großes Taxiunternehmen in Westberlin auf. 1990, nach der Wende, übernahm ich einen Volkseigenen Betrieb in Ostberlin und half dabei, ihn in die Marktwirtschaft zu integrieren. Später war ich in der Unternehmenssanierung tätig, bevor ich ein Unternehmen kaufte, das den Fahrdienst des Deutschen Bundestags durchführte. Dieses Unternehmen wurde schließlich zur SafeDriver Group, die sich auf verschiedene Mobilitätsbereiche spezialisiert hat.

Wirtschaftsforum: Welche Dienstleistungen bietet die ­SafeDriver Group an?
Thomas Mohnke: Die SafeDriver Group ist in vier Hauptbereichen aktiv. Für hochkarätige Kunden bieten wir unseren internationalen Limousinenservice an und kümmern uns um die gesamte Reiseorganisation, auch in Städten wie Tokio oder New York. Außerdem sind wir Marktführer in der Bereitstellung von Transportlösungen für große Veranstaltungen, insbesondere in der Automobilindustrie. In der allgemeinen Personenbeförderung sind wir mit einer Flotte von Taxis und Uber-Fahrzeugen in ganz Deutschland unterwegs und beschäftigen rund 1.000 Mitarbeiter. Im Linienverkehr bieten wir in Zusammenarbeit mit Verkehrsunternehmen On-Demand-Transportlösungen an, um die Mobilität in Randzeiten zu verbessern.

Wirtschaftsforum: Welche He­rausforderungen sehen Sie für die Mobilitätsbranche in der Zukunft?

Thomas Mohnke: Zwei große Themen stehen im Vordergrund: E-Mobilität und autonomes Fahren. Die Umstellung auf E-Fahrzeuge läuft bereits sehr gut, und wir setzen auch Wasserstoffantriebe ein. Das autonome Fahren wird eine disruptive Veränderung mit sich bringen, die die gesamte Mobilitätsbranche betreffen wird. In anderen Ländern ist diese Technologie bereits im Alltag angekommen, während Deutschland hier noch hinterherhinkt.

Wirtschaftsforum: Wie sehen Sie die Entwicklung der Elektromobilität?

Thomas Mohnke: Die Umstellung auf Elektromobilität verläuft reibungslos. Der größte Teil unserer Flotte ist bereits auf elektrische Fahrzeuge umgestellt. Es gibt jedoch immer noch Herausforderungen, insbesondere in Bezug auf die Ladeinfrastruktur. Aber grundsätzlich bin ich optimistisch, dass wir die CO2-Thematik ernst nehmen und Lösungen finden werden.

Wirtschaftsforum: Was halten Sie von der Diskussion über autonomes Fahren in Deutschland?

Thomas Mohnke: Deutschland ist technologisch sehr fortschrittlich, aber die Diskussion über autonomes Fahren ist noch nicht so weit fortgeschritten wie in anderen Ländern. Diese Technologie wird in den kommenden Jahren eine große Rolle spielen und könnte das Mobilitätsverhalten der Menschen nachhaltig verändern. Ich sehe das sehr positiv, da es auch soziale Probleme lösen kann, wie die Überlastung von Fahrern im Fernverkehr.

Wirtschaftsforum: Wie geht die SafeDriver Group mit dem Fachkräftemangel um?

Thomas Mohnke: Wir haben derzeit kein akutes Personalproblem, da die Flexibilität unserer Arbeitszeiten viele Menschen anzieht. Unsere Mitarbeiter können ihre Schichten flexibel gestalten, was besonders für Frauen und Menschen mit familiären Verpflichtungen attraktiv ist. Wir setzen auf ein Jahresarbeitszeitkonto, was den Mitarbeitern mehr Freiheit gibt.

Wirtschaftsforum: Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz in Ihrem Geschäftsmodell?

Thomas Mohnke: Künstliche Intelligenz hat bereits einen spürbaren Einfluss auf unsere Disposition. Sie hilft uns, Fahrzeuge und Fahrgäste effizienter zusammenzubringen. Wir haben auch ein Assistenzauto-Produkt eingeführt, bei dem Fahrgäste spezielle Hilfe anfordern können, was den Service erheblich verbessert.

Wirtschaftsforum: Was sind Ihre Pläne für die Zukunft der SafeDriver Group?

Thomas Mohnke: Ich sehe enormes Wachstumspotenzial in allen unseren Geschäftsbereichen, da der Mobilitätsbedarf weiter zunimmt. Wir werden weiterhin in innovative Lösungen investieren und unsere Dienstleistungen erweitern, um den Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden. Die Herausforderungen, die die Branche mit sich bringt, betrachte ich als Chancen.

Wirtschaftsforum: Zum Abschluss, was ist Ihre persönliche Vision für die Mobilität der Zukunft?

Thomas Mohnke: Meine Vision ist eine umweltfreundliche, effiziente und flexible Mobilität, die allen Menschen zugänglich ist. Wir müssen die Mobilitätsbedürfnisse der älteren Generation und der Menschen auf dem Land berücksichtigen und gleichzeitig innovative Lösungen entwickeln, um die Herausforderungen der urbanen Mobilität zu meistern.

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