Beste Bedingungen für hochwertige Champignons

Interview mit Holger Heitmann, Geschäftsführer der Pilzhof Pilzsubstrat Wallhausen GmbH

Die Pilzhof Pilzsubstrat Wallhausen GmbH produziert seit mehr als 20 Jahren hochwertige Substrate aus natürlichen Rohstoffen für die Champignonzucht. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 1999 von Dr. Johan Franz, mit niederländischem Know-how und Geld.

„Die Niederlande gelten als Wiege der Champignonproduktion“, erläutert Geschäftsführer Holger Heitmann. Seit der Firmengründung wurde der Betrieb, unter Führung des langjährigen Geschäftsführers Michael Schattenberg, ständig ausgebaut und erweitert, so dass die aktuelle Kapazität bei 1.200 t durchwachsenem Substrat pro Woche liegt.

Durchwachsen bedeute, dass das Substrat mit Champignonmyzel durchsetzt ist, welches innerhalb von zwei Wochen die Deckerde durchwächst und zur Pilzknotung führt. „Dieser Prozess ist die letzte Phase in der Herstellung des Substrats und nennt sich Fruktifikation“, erklärt Holger Heitmann.

Tatsächlich habe man damals direkt nach der Gründung mit der Fruktifikation starten können, da man fertiges Substrat von der niederländischen Muttergesellschaft beziehen konnte. Erst danach seien die Anlagen für die vorgelagerten Produktionsphasen am Standort Wallhausen errichtet worden. „Das war ein riesiger Vorteil für uns“, sagt Holger Heitmann. „So konnten wir quasi ab Tag 1 verkaufen.“

Natürliche Qualität auf höchstem Niveau

Der Pilzhof Wallhausen gehört zu der niederländischen Firma Walkro Nederlands BV, welche auf Standorten in den Niederlanden, Belgien und eben Deutschland Champignonsubstrate herstellt. Der Hauptsitz ist Venlo, NL. Mit seinem Standort in Sachsen-Anhalt in der Mitte Deutschlands verfügt das Unternehmen über kurze Transportwege zu seinen Kunden in ganz Europa.

Das Substrat wird produziert für weiße und braune Champignons und wird lose und in Kisten verkauft. „Unser Substrat besteht zu mehr als 90% aus dem Naturprodukt Pferdemist“, so Holger Heitmann. Man stehe für natürliche Qualität auf höchstem Niveau. „Wir gewährleisten eine hohe Homogenität des Substrats. „Was wir verkaufen, erwirtschaftet zuverlässig eine bestimmte Grundmenge an Champignons.“

Um sicherzustellen, dass die Kunden des Unternehmens maximale Erträge erzielen, beschäftigt man eigens zwei Zuchtberater, die die Kunden vor Ort beraten. „Wir verstehen uns als Partner unserer Kunden“, sagt Holger Heitmann. „Nur wenn unsere Kunden gewinnen, gewinnen wir auch.“

Die Kunden sind Champignonproduzenten von Schweden bis Bosnien und von Polen bis Frankreich. „Wir streuen das Risiko über viele Länder“, erklärt Holger Heitmann. In den kommenden Jahren wolle man den Standort so weit wie möglich weiter ausbauen und bestehende Anlagen modernisieren, insbesondere um Energie zu sparen und die Emissionen zu reduzieren. „Ein Großteil der Gewinne werden reinvestiert“, so Holger Heitmann.

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