Mit dem Jet schnell ans Ziel

Interview

Den Wertverlust eines neuen Flugzeuges durch Charter auszugleichen, ist seit 2008 schwierig“, weiß Steffen Fries, Geschäftsführer der MHS Aviation GmbH. Deshalb geht es den Flugzeugbesitzern, Firmen wie Privatpersonen mehr darum, Unterhaltskosten durch Vercharterung zu verringern, als Geld zu verdienen.

Je nach Flugzeugtyp kostet eine Flugstunde zwischen 2.000 und 10.000 EUR. Obwohl das Chartern von Business-Jets eine kostspielige Angelegenheit ist, macht es in der Geschäftswelt oft Sinn. Das gilt vor allem dann, wenn schnelle Entscheidungen vor Ort getroffen werden müssen.

Dabei nutzt nicht nur das Top-Management von DAX-Unternehmen diesen Service, sondern zunehmend auch größere mittelständische Unternehmen.

Große Bandbreite

Als Munich Helicopter Service (MHS) wurde die Firma 1977 gegründet. Mit dem Kauf des Unternehmens durch Gerhard Brandecker 2009 erfolgte die Umstellung auf Flächenflugzeuge. Dabei reicht das Spektrum vom viersitzigen Jet bis hin zum größten Businessjet, der Gulfstream G650 mit Transatlantik-Reichweite. Zusätzlich umfasst die 18 Maschinen starke Flotte zwei VIP Hubschrauber, zwei Ambulanz-Jets und sechs Regionalflugzeuge. MHS Aviation GmbH gehört zur Aviation Investment GmbH von Gerhard Brandecker.

Neben der Zentrale in Unterhaching gibt es eine Außenstation in Mannheim. 110 Mitarbeiter zählen zum fliegenden Personal, 25 zur Verwaltung. Die unterschiedlichen Jet-Typen innerhalb der Flotte, hohe Verfügbarkeit sowie die weltweite Lizenz und das weltweite Netz an Wartungsfirmen zählen zu den Stärken von MHS Aviation.

Steffen Fries
„Den Wertverlust eines neuen Flugzeuges durch Charter auszugleichen, ist seit 2008 schwierig.“ Steffen FriesGeschäftsführer

Zu den Kunden gehören neben Unternehmen auch Landesregierungen sowie Prominente. Fachmessen, Internet, Flyer, Direktansprache und Social Media sind die Marketinginstrumente. Neben Zentraleuropa werden die Maschinen auch im Nahen und Mittleren Osten sowie in Nordamerika und Asien eingesetzt.

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