Mit dem CytoQube 3D-Bilder für Pharma und Forschung erstellen

Interview mit Dr. Julietta Jupe, Systems Sales Engineer und Dr. Michael Möller, Systems Sales Director der Hamamatsu Photonics Deutschland GmbH

Mit seinen optischen Sensoren und Lichtquellen hat sich Hamamatsu Photonics weit über Japan hinaus einen Namen gemacht. Seit vielen Jahrzehnten liefert das Unternehmen komplexe Produkte wie Photodioden und Minispektrometer in verschiedenste Branchen wie Medical, Dental, Food und Industrial, die allesamt höchste Qualitätsanforderungen haben und nur geringste Fehlertoleranzen zulassen.

Neben neuen Kameras, die einzelne Photonen zählen können und deshalb für den Einsatz in der quantitativen Forschung im Rahmen lichtempfindlicher Anwendungen sowie im Umfeld des Quantum Computing prädestiniert sind, stellte Hamamatsu Photonics kürzlich mit dem CytoQube auch ein neues Tabletop-System vor, das vielfältige Möglichkeiten für die Life Science-Forschung sowie die pharmazeutische Industrie bereithält.

Imaging in 3D

„Wenn man einzelne lebende Zellen betrachtet, erhält man viele Informationen darüber, wie sie auf ein bestimmtes Medikament reagieren – doch diese Situation spiegelt eben nicht die Form wider, die das jeweilige Präparat im menschlichen Körper tatsächlich vorfinden würde, wo immer ein zellulärer Kontext, eingebettet in ein bestimmtes Gewebe, besteht“, erläutert Dr. Michael Möller, der als Systems Sales Director den Vertrieb des Produktes in Deutschland verantwortet.

„Wenn man statt einer einzelnen Zelle in einer zweidimensionalen Abbildung ein dreidimensionales Spheroid oder Organoid betrachtet, kommt man den tatsächlichen Verhältnissen jedoch schon wesentlich näher – und genau das kann der CytoQube leisten.“ Neben dem kompletten Satz an Bildern gibt das Produkt nach einer entsprechenden Voreinstellung zudem auch direkt die relevanten quantitativen Ergebnisse aus.

Schnelle Bilderstellung, hoher Durchsatz

Dank der raschen Durchlaufzeiten eignet sich der CytoQube nicht nur für die pharmazeutische Forschung, sondern in gleichem Maße auch für den Einsatz in der produzierenden Pharmaindustrie: „Einen dreifarbigen Imaging-Durchlauf einer Microplate mit über 1.200 Wells, in denen sich die jeweiligen Organoide befinden, schließt das Gerät in 21 Minuten ab“, unterstreicht Systems Sales Engineer Dr. Julietta Jupe. Gerade in der Pharmaindustrie, wo in der Laborumgebung jeden Tag viele Tausend Proben untersucht werden müssen, sind solche Schlagzahlen beim Durchsatz unabdingbar für eine zielführende Anwendbarkeit.

Darüber hinaus sorgt der CytoQube verfahrensbedingt für ein vermindertes Rauschen bei den generierten Bildern, sodass zudem eine einfachere und verlässlichere Auswertung der erstellten Images ermöglicht wird. Dank der Focus-Free-Technologie entfällt zudem der Schritt des manuellen Scharfstellens.

„Wir stehen bereits in engem Austausch mit zahlreichen Forschungseinrichtungen und Pharmaunternehmen, die im CytoQube starkes Optimierungspotenzial für ihre Prozesse sehen“, führt Dr. Michael Möller zum Marktpotenzial des neuen Produkts an.

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