Diversifikation mit Draht

Interview mit Carolin Hörning, Geschäftsführerin der METDRA Metall und Drahtwarenfabrik GmbH

METDRA fertigt Produkte aus Draht, Rohr und Blech für drei Marktsegmente: Stadtmobiliar, Displays und Warenträger sowie Werkstückträger. Das mittelständische Unternehmen mit Sitz in Leonberg in der Nähe von Stuttgart konzentriert sich auf kundenspezifische Lösungen: formschönes, langlebiges Stadtmobiliar für Parks, Plätze und alle anderen Freiflächen, individuell abgestimmte Verkaufsständer für eine professionelle Warenpräsentation und maßgeschneiderte Werkstückträger für eine effiziente Automation in der Fertigung.

Gegründet 1963, wird das Unternehmen heute von der dritten Generation geführt. „Meine Schwester Christina Göring und ich haben 2017 die Leitung übernommen“, sagt Geschäftsführerin Carolin Hörning. „Wir sind beide Geschäftsführerinnen und haben einen sehr guten Draht zueinander.“

Jeder Korb ist anders

Bei METDRA erwirtschaften 85 Mitarbeiter einen Umsatz von 8,5 Millionen EUR. Schwerpunkt des Geschäfts bilden die Werkstückträger: Drahtkörbe, in denen Maschinenteile in der Produktion transportiert werden.

„Jeder Korb ist anders, für jeden muss eine eigene Schablone gebaut werden“, erläutert Carolin Hörning. Zweitwichtigstes Geschäftsfeld sind Stadtmöbel; hier ist man unter anderem Lieferant der Deutschen Bahn. Der Bereich Verkaufsständer aus Draht ist rückläufig, da es hier Alternativen aus Pappe gibt.

„Wir denken hier momentan über alternative Produkte nach“, so Carolin Hörning. Kompensiert wird diese Entwicklung aber zum Teil durch die starke internationale Ausrichtung. „Wir liefern weltweit, bis nach China, Mexiko und in die USA“, sagt Carolin Hörning. „Gleichzeitig wollen wir unsere Prozesse verschlanken, effizienter werden sowie die Entwicklung eines neuen Produktsegments vorantreiben.“

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