Laborausrüstung „Made in Germany“

Interview mit Dr. Erdmann Flindt, Geschäftsführer der membraPure GmbH

„Mein Vater ist vor 30 Jahren mit Fokus auf die Wasseraufbereitung gestartet“, so Geschäftsführer und Inhaber Dr. Erdmann Flindt. „Es ging darum, Trinkwasser auf eine Wasserqualität für Labore und die Industrie zu bringen. Wir haben uns mit verschiedenen Wassertechniken beschäftigt, erst nur mit Handelsprodukten gearbeitet, dann aber später eigene Maschinensysteme für die Reinigung entwickelt. Im Laufe der Jahre haben wir über Zukäufe unser Know-how im Bereich der Analyse vertieft und unser Portfolio um Ionen-Chromatographie und TOC-Analyse erweitert. TOC ist einer der wichtigsten Parameter zur Beurteilung von Wasserqualität. Wir sind Schritt für Schritt gewachsen und haben unsere internationale Marktposition ausgebaut.“

Neben der Wasseraufbereitung, der TOC-Analyse und der Ionen-Chromatographie ist die präzise Aminosäureanalyse für den Einsatz in klinischen Laboratorien ein weiteres wichtiges Standbein von membraPure. Die Kunden des Unternehmens können aus der ARACUS Serie die Modelle ‚lite‘, ‚classic‘ und ‚advance‘, entsprechend ihren Anforderungen, wählen. „Das Besondere an unserer patentierten Lösung ist abgesehen von der Präzision und Reproduzierbarkeit, dass man bis zu 44 verschiedene Aminosäuren in einem Durchgang messen kann“, erklärt der Geschäftsführer.

Ein weiteres Flaggschiff des umfangreichen Laborsortimentes ist der miniTOC aus der TOC-Serie. Während der uniTOC für ein breites Anwendungsspektrum entwickelt wurde, ist der miniTOC vor allem für die Analyse von Rein- und Reinstwasser geeignet. „Der miniTOC ist unter anderem so beliebt, da er drei Messstellen überwacht und nur einen geringen Wasserbrauch hat“, so Dr. Erdmann Flindt. Mit der Aquinity² P10 Lösung hat membraPure zudem ein kompaktes Gerät mit wenig Platzbedarf entwickelt, mit dem Wasser direkt aus Trinkwasser aufgereinigt werden kann.

Laboratorien und pharmazeutische Unternehmen aus der ganzen Welt verlassen sich auf die Systeme und die Kompetenz von membraPure. Neben Deutschland und Österreich ist vor allem China zu einem wichtigen Markt für das Unternehmen geworden. „Wir sind grundsätzlich global aufgestellt“, so Dr. Erdmann Flindt. „Wir haben Area Manager für Lateinamerika , für Südostasien und für Schwerpunktregionen in Südostasien, wie zum Beispiel Indien. Wir erwarten, dass das Wachstum in China in der kommenden Zeit abflauen wird, dass aber Indien stark weiterwachsen wird.“

Made in Germany

Neben der Zuverlässigkeit der membraPure Produkte und Services schätzen die Kunden vor allem die hohe Fertigungstiefe der Hennigsdorfer. „Wir bieten ‚Made in Germany‘“, so der Geschäftsführer. „Unsere Systeme sind langlebig und reparaturfähig. Wir halten zahlreiche Patente und waren einer der ersten Anbieter, die die neue IVDR erfüllt haben. Ein wichtiges Asset ist auch, dass wir die Software mitkontrollieren. Zudem montieren und testen wir auch selbst.“

Partnerschaftliches Wachstum und Nachhaltigkeit

Nach Jahren des Wachstums und der Akquisitionen stehen bei membraPure für das Jahr 2023 Konsolidierung und Integration auf der Agenda. „Dies ist nach der Pandemie das erste Jahr, wo unsere Area Manager uns wieder besuchen können“, so Dr. Erdmann Flindt. „Wir möchten uns wieder mehr umeinander kümmern, zusammenwachsen und gemeinsam das Geschäft ausbauen.“

Ein wichtiges Thema auf unserer Agenda ist die Nachhaltigkeit. „Die Kunden erwarten eine partnerschaftliche Zusammenarbeit, ökologisch und wirtschaftlich nachhaltige Produkte. Wir arbeiten zum einen an der Reduzierung des Wasserverbrauches unserer Lösungen. Zum anderen ermitteln wir unseren ökologischen Fußabdruck und gleichen diesen aus. Wir erzeugen Strom über eine eigene PV-Anlage, setzen E-Autos ein und betreiben eine eigene E-Tankstelle. Hier ist auch die Digitalisierung ein wichtiger Innovationstreiber. IoT ist ein Thema. Es geht um die Optimierung der Produkte, um eine längere Lebensdauer, einen reduzierten Wasser- und Lichtverbrauch und nicht zuletzt um die Wiederverwendbarkeit der Kartuschen. Wir werden auch unsere Lösungen kontinuierlich weiterentwickeln. Letztendlich geht es uns um gesundes und langfristiges Wachstum.“

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