Gesundheit mit Leichtigkeit
Interview mit Monika Wallner, Direktorin des Aktiv- & Gesundheitsresorts das GXUND

Der Ursprung des GXUND liegt im früheren Kurhaus Dr. Zimmermann. Aus dem Kurbetrieb entwickelte sich über Jahrzehnte ein Hotel, das seine Wurzeln weiterdenkt. 1989 wurde die heutige Gesellschaft durch 14 einheimische Betriebe und Private gegründet; 1993/94 folgten der Verbindungsgang zur Therme, ein Kongresszentrum sowie Zimmer und Appartements. Diese Nähe ist bis heute prägend: Gäste erreichen Alpentherme und Gesundheitszentrum unterirdisch direkt vom Hotel aus. Dabei profitiert das Haus von den natürlichen Heilmitteln des Gasteinertals, allen voran dem radonhaltigen Thermalwasser der Gasteiner Quellen – eine Tradition, die bereits die Anfänge des Kurbetriebs prägte. Eine große Rolle spielt das Resort auch als ÖSV-Rehastützpunkt.
Drei Zielgruppen, ein Gedanke
Ein Schwerpunkt liegt auf der stationären Kur und Gesundheitsvorsorge, die in Österreich über Kostenträger finanziert wird. Hinzu kommen Urlaubsgäste, die Bad Hofgastein als Ausgangspunkt für Ski, Wandern, Wellness oder Familienurlaub nutzen. Die Lage im Zentrum ist ein Vorteil: Ortskern, Therme sowie Ski- und Wandergebiet Schlossalm sind zu Fuß erreichbar.
Parallel baut das Haus seine Services für den privaten Gesundheitsgast weiter aus. Gemeint sind Menschen, die präventiv etwas für ihre Gesundheit tun wollen, aber auch Gäste mit Beschwerden im Bereich des Stütz- und Bewegungsapparats. Sie verbinden Erholung mit einem konkreten gesundheitlichen Anliegen.
Nicht Verzicht, sondern Maß
Während der Coronazeit schärfte das Haus seine Positionierung. Aus dem früheren Kurpark Hotel wurde das GXUND. Der Anspruch: Gesundheit soll nicht mit Verboten verbunden sein. Entscheidend sei die richtige Dosis, sagt Monika Wallner. Extreme bei Ernährung, Sport oder Verzicht passen nicht zu diesem Verständnis. Auch die bewusste Einstufung im 3-Sterne-Segment ist Ausdruck dieser Haltung – Qualität zeigt sich für das GXUND nicht in der Sternezahl, sondern in Leistung, Lage und Angebot. Rund 60 Mitarbeitende sind ganzjährig beschäftigt, der Jahresumsatz bewegt sich im zweistelligen Millionenbereich.
Digital dort, wo es dient
Für die kommenden Jahre sieht Monika Wallner zugleich Chancen und Risiken. Wie das gesamte Gesundheitssystem steht auch der Kur- und Präventionsbereich vor strukturellen Veränderungen – eine Entwicklung, die das GXUND aktiv mitgestalten will. Denn Prävention leistet einen wichtigen Beitrag: Sie hilft, Menschen länger gesund im Berufsleben zu halten und die Zahl der gesunden Lebensjahre auszubauen – ein Wert, der angesichts des demografischen Wandels weiter an Bedeutung gewinnt. Diese Verantwortung zeigt sich auch im Umgang mit neuen Technologien: Digitalisierung und KI sollen Mitarbeitende entlasten, nicht den Kontakt zum Gast ersetzen. Wo es sinnvoll ist, unterstützen digitale Assistenten im Hintergrund. Im Mittelpunkt bleibt immer der Mensch: als Gast, Patient, Mitarbeiter und Partner. Dazu gehören regionale Zusammenarbeit, Nachhaltigkeit und der bewusste Umgang mit der Natur. Seit 2020 leitet Monika Wallner das Haus. Ihr Ziel ist es, die Marke GXUND zu stärken und beweglich zu bleiben. Denn wer Gesundheit ernst nimmt, muss auch Veränderung zulassen.










