„Wir liefern Produkte, um die Energieversorgung nachhaltig zu gestalten!“

Interview mit Norbert Hennchen, Geschäftsführer der Freqcon GmbH

„Unsere Anlagen sind auf einen 24-Stunden-Betrieb an sieben Tagen in der Woche ausgelegt“, hebt Norbert Hennchen, Physiker und geschäftsführender Gesellschafter der Freqcon GmbH, einen der vielen Vorteile der Produkte hervor. „Sie sind zuverlässig und lange in Betrieb. Zudem bieten wir unseren Kunden die eigene Produktion an unserem Firmensitz, eine hohe Fertigungstiefe und großes Knowhow.“

Zum Einsatz bei der Erzeugung von Solarenergie ist der Hybrid-Umrichter MSC-Solar vorgesehen. Auf Basis des Multi Source Concepts lässt sich ein Energiespeicher-System an den Gleichstrom-Zwischenkreis des Umrichters anschließen. Dadurch werden die Installationskosten reduziert und die Systemintegration bei Solar- und Speicherprojekten möglich gemacht.

Ganzheitliche Lösungen - sichere Energie

Der Schwerpunkt der umfassenden und individualisierbaren Lösungen bei Freqcon liegt in einer sicheren Energieversorgung. Dazu werden unterschiedliche Bereiche der erneuerbaren Energiequellen genutzt und kombiniert. Der Multisource-Ansatz kombiniert beispielsweise Windenergie, Solarenergie, usw. Aktuell gibt es zusätzlich Forschungen, bei denen Bremsenergie von Fahrzeugen zurückgespeist wird.

Freqcon legt großen Wert auf ganzheitliche Lösungsansätze: Energiegewinnung, Energieumwandlung zur optimalen Verfügbarkeit (MSC-Converter und -systeme), Energiespeicherung (Batteriespeicher und Ultrakondensatoren) und Weitergabe hochwertiger Energie (Schnellladestation für EMobilität).

Intelligente Lösungen für erneuerbare Energien

Seit frühester Jugend interessierte sich Norbert Hennchen für regenerative Energien und hier seinerzeit vor allem für die Windkraft. Mit einem Ingenieurbüro lieferte er in den 1990er Jahren zunächst Lösungen für dänische und deutsche Windkraftprojekte. Wegen eines umfassenden Projekts, das in China realisiert wurde, gründete er 2005 die Freqcon GmbH.

In den folgenden Jahren kamen weitere größere Aufträge hinzu und die eigene Fertigung der Produkte wurde aufgenommen. Heute beschäftigt das Unternehmen, dessen alleiniger Gesellschafter Norbert Hennchen ist, 90 Mitarbeiter und verzeichnet stetig wachsende Umsätze.

Freqcon Geschäftsführer Norbert Hennchen
„Unsere Systeme helfen dabei, viel erneuerbare Energien ins Stromnetz einzuspeisen.“ Norbert HennchenGeschäftsführer

Intelligente Energielösungen für jeden: Vom Safthersteller bis zum norwegischen Krankenhaus

Kunden von Freqcon sind neben Energieversorgern, Automobilindustrie auch Feuerwehren, Polizei, Kraftwerke sowie Erzeuger neuer Energien und Betreiber von Photovoltaikanlagen. Rund 80% der Systeme werden in Europa – darunter auch in Skandinavien – abgesetzt, die übrigen 20% weltweit, vor allem in China, Japan, den USA und Kanada.

Wegen der unterschiedlichen technischen Spezifikationen stellen die Aufträge außerhalb Deutschlands eine besondere Herausforderung dar. „Acht unserer Mitarbeiter kümmern sich erfolgreich um den Vertrieb“, betont Norbert Hennchen. „Und viele Aufträge bekommen wir auch durch Empfehlungen zufriedener Kunden.“ Zwei Mitarbeiterinnen sind für das Marketing zuständig. Zudem präsentiert sich das Unternehmen auch auf Fachmessen wie der Internationalen Windmesse in Hamburg oder der Münchener Intersolar.

Manufaktur mit hohem digitalen Anspruch

„Unsere Produkte sind voll digitalisiert und auch unsere Produktion ist in Teilen digital gesteuert“, sagt der Geschäftsführer. „Vieles wird jedoch auch in präziser Handarbeit erledigt. Ein großes Augenmerk legt Norbert Hennchen auch auf ökologische Belange: „Wir liefern Produkte, um die Energieversorgung nachhaltig zu gestalten. Unsere Systeme helfen dabei, viel erneuerbare Energien ins Stromnetz einzuspeisen und unterstützen den stabilen Betrieb.“

Produkte für die Energiewende

In den kommenden Jahren soll der Fokus weiter auf Produkten für die Energiewende liegen. „Dazu wollen wir auch unsere Fertigungskapazitäten um 2.000 m² erweitern“, beschreibt Norbert Hennchen. „Außerdem wollen wir die Zusammenarbeit mit der Uni Bremen und dem Fraunhofer Institut fortführen. Ein weiteres interessantes Thema für uns ist auch die Gewinnung von Wasserstoff aus erneuerbaren Energien.“

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