Im Zentrum der Transportkette

Interview

1993 als Garagenfirma gestartet widmete sich CTL mit einem hohen Beratungsansatz zunächst der Vermittlung und Koordination von Direktverkehren im Stück- und Teilladungsbereich. Mit dem sukzessiven Aufbau eines Stückgutnetzes ging die Fokussierung auf den Umschlag von Stückgut und Teilladungen einher.

Als Resultat der neuen Ausrichtung entstand 1996 am neu errichteten Firmenstandort in Homberg/Efze die erste und bis heute zentrale HUB-Umschlagsanlage des Unternehmens. Eine deutliche Abgrenzung vom vielfach auf die Vermittlung von Ladungen fokussierten Wettbewerb und der Grundstein für den Aufbau regionaler HUBs in Lauenau (bei Hannover), Grolsheim (bei Bingen), Bottrop und Aurach (bei Nürnberg/Feuchtwangen).

Flexibel handlungsfähig

Von der mittelständisch schlanken Unternehmensstruktur, die auf der Basis qualifizierter Mitarbeiter und eines hoch entwickelten EDV-Systems schnelle und unbürokratische Abwicklungsprozesse wie zudem flexible und clevere (Nischen-)Lösungen für ‘mittelständische’ Lieferungen ermöglicht, profitieren Partner und Kunden gleichermaßen.

„Die Partnerspeditionen nutzen unser Stückgutsystem für kleine Sendungsgrößen unter 25 t. Andere schätzen und nutzen unser professionelles Geschick und flexibles Handling im Umgang mit Transportgütern unterschiedlichster Art, von der voluminösen 3.000-Liter-Regenwassertonne bis zum hochsensiblen Gefahr- oder auch 1.500 kg schweren Metallgut. Mit Linien zur Feinverteilung an den privaten Empfänger sind wir zudem in der Lage, den im Zuge des Onlinehandels stark wachsenden und tendenziell im Direktverkehr belieferten Privatsektor zu bedienen“, erklärt Bettina Wietzel-Skakowski, die trotz sich wandelnder Märkte und zunehmender Direktbelieferung optimistisch in die Zukunft blickt.

Vorstand von CTL: Bettina Wietzel-Skakowski
„Wir sind keine Spedition, sondern Werkzeug und Kooperation für unsere Systempartner.“ Bettina Wietzel-SkakowskiVorstand

„Deutschland ist ein mittelständisch geprägtes Land. Der entsprechend stark wachsende Mittelstand braucht nicht nur den Spediteur vor Ort, sondern auch Plattformstrukturen, die seinen Bedürfnissen gewachsen sind. Wir sehen CTL für die Herausforderungen der Zukunft, nicht nur in der speditionellen Abwicklung, sondern auch durch unser Clearing, Kommunikation und weiteren Dienstleitungen, mehr als optimal aufgestellt.“

Das Grundkonzept  

„Mit einem Netzwerk von derzeit 160 Systempartnern und einer flächendeckenden HUB-Ausrichtung an verkehrsgeografischen Knotenpunkten gewährleisten wir kurze Wege und die Bündelung von Sendungen zugunsten ausgelasteter, kosteneffizienter und ökonomisch sinnvoller Transporte“, erläutert CTL-Vorstand Bettina Wietzel-Skakowski das grundlegende Unternehmenskonzept und fügt ergänzend hinzu: „Wir sind keine Spedition, sondern Werkzeug und Kooperation für unsere Systempartner, so etwa Schmalz+Schön, Fiege, Huettemann Gruppe, Gebrüder Weiss, Hamacher, Möller, Max Müller, DTC und viele mehr.“

Das Management von 160 Partnern und das Funktionieren im Verbund, so Bettina Wietzel-Skakowski, erfordere ein hohes Maß an Objektivität sowie eine umfassende Richtlinienkompetenz, die einem partnerschaftlichen Umgang aber nicht im Wege stünden.

„Ein Drittel unserer Partner ist seit mehr als 15 Jahren in unserem Netzwerk verankert, rund 20 Mitglieder begleiten uns seit der ersten Stunde.“

Für die hohe Marktakzeptanz des 106 Mitarbeiter starken Unternehmens sprechen neben einem generierten Jahresumsatz von 90 Millionen EUR 300 zu bedienende Linien sowie die Koordinierung von täglich bis zu 2.600 t Transportgut, was wiederum circa 13.500 Gepäckstücken oder Paletten entspricht.

Export steigern

Neben dem angestrebten Management aller HUB- und Direktverkehre der Systempartner fokussiert CTL die sukzessive Einbindung bislang nicht integrierter Anrainerstaaten in die HUB-Verkehre.

„Unser vorläufiges Ziel ist die moderate Erhöhung unserer Exportrate von derzeit 20 auf zukünftig 40%. Mit der Inbetriebnahme unseres neuen Standortes im Ruhrgebiet, die für 2017 geplant ist, schaffen wir die ideale Voraussetzung für eine stärkere Einbindung der Beneluxländer. Langfristig sind auch Polen und die skandinavischen Länder für uns interessant“, so Bettina Wietzel-Skakowski, die trotz aller Wachstumsbestrebungen unbedingten Wert auf die Beibehaltung einer schlanken Organisations- und Unternehmensstruktur legt.

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