Zahlungsverkehr im Wandel
Interview mit Nils Steinbrink, Vorstand der cognitivo AG

2013 entstand cognitivo aus dem Zusammenschluss dreier Vorgängergesellschaften. Die Erfahrung des Teams im Payment reicht jedoch deutlich weiter zurück. „Wir sind schon fast 25 Jahre in der Beratung im Bereich Payment tätig“, sagt Nils Steinbrink. Heute konzentriert sich die cognitivo AG auf Payment Solutions, IT-Transformation und strategische Innovationen. Das Unternehmen begleitet Projekte von der strategischen Beratung über Konzeption und Umsetzung bis zur Abnahme. Einen Schwerpunkt bildet die Modernisierung gewachsener IT-Systeme im Zahlungsverkehr bei Banken und Finanzdienstleistern. Gerade diese Transformation braucht Zeit. Viele zentrale Systeme sind über Jahrzehnte entstanden und können nicht kurzfristig ersetzt werden. „Solche Projekte dauern fünf bis zehn Jahre“, erläutert Nils Steinbrink. Die Aufgabe bestehe deshalb darin, bestehende Architekturen schrittweise abzulösen und gleichzeitig schnell genug zu bleiben, um neue Anforderungen umzusetzen. Auch KI kann dabei helfen, bestehende Systeme zu analysieren und einzelne Komponenten zu modernisieren.
Europa gestaltet das Bezahlen neu
Besonders viel Bewegung sieht Nils Steinbrink derzeit im europäischen Zahlungsverkehr. Mit neuen europäischen Zahlungssystemen wie wero und dem geplanten digitalen Euro entstehen Projekte, die Banken technisch und strategisch fordern. Die cognitivo AG arbeitet bereits an Vorhaben zur Integration neuer Payment-Lösungen in bestehende Systemlandschaften und zur Vorbereitung von Banken auf den digitalen Euro. Dabei geht es um weit mehr als eine zusätzliche Bezahlmöglichkeit. Banken müssen vorhandene Prozesse und IT-Systeme anpassen und neue Infrastrukturen integrieren. cognitivo ist seit vielen Jahren in die Implementierung des europäischen Bezahldienstes wero involviert und engagiert sich bereits an der Pilotierung des digitalen Euros. KI ist für das Unternehmen ebenfalls ein wichtiges Thema, allerdings nicht als Selbstzweck. Nils Steinbrink setzt dort auf einen pragmatischen Einsatz, wo die Technologie tatsächlich Effizienz schaffen und bei der Modernisierung komplexer Systeme unterstützen kann. Das Ziel für die kommenden Jahre ist klar: Wenn große europäische Initiativen oder Projekte von Banken im Zahlungsverkehr entstehen, soll die cognitivo AG zu den Unternehmen gehören, die dafür selbstverständlich in Betracht gezogen werden. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, dass größere Initiativen innerhalb Europas oder bei den Banken, die den Zahlungsverkehr betreffen, nicht ohne die Expertise der cognitivo umgesetzt werden“, sagt Nils Steinbrink.
Dabei soll cognitivo seine Stärke als hoch spezialisierte Beratung bewahren. Denn für Nils Steinbrink entscheidet bei komplexen Payment-Projekten nicht allein die Größe eines Beratungsunternehmens, sondern vor allem Erfahrung, fachliche Tiefe und die Fähigkeit, anspruchsvolle Vorhaben zuverlässig umzusetzen.









