Wertschöpfung aus dem Norden

Interview mit Andreas Tingvall, Managing Director der Lakers Group und Jens Hallmann, Geschäftsführer der Alther Pumpen GmbH

„Es gibt mehr als die Autoindustrie! Die Pumpentechnik ist anspruchsvoll, kreativ und technisch herausfordernd“, betont Andreas Tingvall, Managing Director der Lakers Group. Ihm ist es wichtig, der Branche mehr Publizität zu verschaffen.

Junge Ingenieure und Fachleute dürfen und sollen sich angesprochen fühlen. „Man muss sich nur klar machen, dass bis zu 12% der in Deutschland erzeugten Energie von Pumpen verbraucht werden. Da ist das Einsparpotenzial enorm, ebenso die Möglichkeit CO2 zu reduzieren.“

Lakers beschäftigt 400 Personen, davon 100 in Deutschland, und erzielt einen Umsatz von 125 Millionen EUR pro Jahr. Zu 70% im kommunalen Bereich tätig, leistet die Alther Pumpen mit 30 Mitarbeitern und sechs Millionen Jahresumsatz einen wichtigen Beitrag zur Grundversorgung.

Viele Vorteile im Verbund

Führend im Bereich Wasser- und Abwasserpumpen, kombiniert Lakers Unternehmergeist mit der Struktur und Professionalität größerer Unternehmen. So gehören der Gruppe inzwischen 30 Einzelbetriebe mit jeweils eigenem Schwerpunkt an, weiß der Managing Director.

„Wir erleichtern Dinge wie Zertifizierungen und Qualifikationen, das ist in der breiten Aufstellung leichter. Alther Pumpen ist das erste Unternehmen, das wir in Deutschland übernommen haben. Vier sind schon dazugekommen, etliche sollen folgen.“

Geschäftsführer Jens Hallmann sieht für Alther Pumpen neben guten Wachstumschancen vor allem die Möglichkeit, das Serviceangebot auszuweiten. „Zunächst profitieren wir als Mitglied der Lakers Group von besseren Einkaufsbedingungen. Darüber hinaus sind wir in der Lage eine Rundum-Betreuung zu gewährleisten, von mehreren Standorten aus schnell zu reagieren und Störungen zu beheben.“

Kooperativer Führungsstil

Die neue Unternehmenskultur bedeutet eine weitere, wesentliche Änderung für Alther Pumpen, wie Andreas Tingvall erläutert. „Wir gehen weg von hierarchischen Strukturen zu dem kooperativen Führungsstil, der für Lakers charakteristisch ist. Skandinavische Unternehmen haben eine hohe menschliche Ethik, Bildungs- und Umweltbewusstsein. Sie betrachten ihre Mitarbeiter als Kollegen und Kern des Unternehmens, sie fördern und fordern sie.“

Auch im Hinblick auf den Mangel an Fachkräften sei dieser Führungsstil positiv zu bewerten, meint Jens Hallmann: „Das Feedback ist durchweg positiv, unsere Mitarbeiter sind alle sehr motiviert und bereit Verantwortung zu übernehmen.“

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