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Bewerbung: Brauche ich unbedingt das Arbeitszeugnis des aktuellen Arbeitgebers

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Gründe für Bewerbungen ohne Arbeitszeugnis vom aktuellen Arbeitgeber

Liegt bei einer Bewerbung nicht das Arbeitszeugnis des aktuellen Arbeitgebers vor, kann dies ein schlechtes Licht auf den Bewerber werfen. Schnell entsteht der Verdacht, dass derjenige vielleicht ein ungünstiges Arbeitszeugnis verheimlichen will. Dieser Verdacht muss sich jedoch noch lange nicht bestätigen. Liegt zum Beispiel eine Initiativbewerbung oder eine diskrete Bewerbung aus einer ungekündigten Position heraus vor, hatte der Arbeitnehmer noch keine Möglichkeit, ein Arbeitszeugnis des aktuellen Arbeitgebers mitzuschicken. Auch als Berufseinsteiger kann man nicht auf ein Arbeitszeugnis zurückgreifen. Hier können Praktikanachweise weiterhelfen. Hat ein Arbeitnehmer vergessen, vergangene Arbeitgeber um ein Arbeitszeugnis zu bitten, besteht der Anspruch auf ein Arbeitszeugnis nur drei Jahre nach Ende des Beschäftigungsverhältnisses, danach verfällt dieser. Natürlich besteht immer noch die Möglichkeit, beim ehemaligen Arbeitgeber nachzufragen. Auch kann es passieren, dass der Arbeitgeber das Arbeitszeugnis nicht herausgibt, da er es aus zeitlichen oder anderen Beweggründen nicht schafft, ein akzeptables Zeugnis zu erstellen. Auch ein Personalwechsel beim Vorgesetzten kann unter Umständen verhindern, dass der Arbeitnehmer ein Arbeitszeugnis erhält. Ebenso ist nach einer Insolvenz oder Unternehmensaufgabe eine verspätete Anfrage eines Arbeitszeugnisses obsolet. Möchte jemand nach einer Zeit der Selbständigkeit wieder in ein Angestelltenverhältnis zurückkehren, gibt es keinen Arbeitgeber, der ein Arbeitszeugnis ausstellen kann.

Wie geht man mit einer Bewerbung ohne Arbeitszeugnis des aktuellen Arbeitgebers um?

Bei etwa jeder zehnten Bewerbung fehlen Arbeitszeugnisse. Enthält eine Bewerbung kein Arbeitszeugnis des aktuellen Arbeitgebers, sollte man im Bewerbungsanschreiben nicht darauf eingehen. Im Lebenslauf kann ein Vermerk oder eine Begründung des fehlenden Arbeitszeugnisses bei der entsprechenden Position gemacht werden. Jedoch ist dies nicht empfehlenswert, da das Augenmerk des neuen Arbeitgebers auf diesen ungünstigen Punkt fallen und andere Qualifikationen in den Hintergrund schieben könnte. Um Inhalte der Stelle in den Lebenslauf zu integrieren, hilft eine Tätigkeitsbeschreibung. Diese dokumentiert Ihre Aufgaben und Anforderungen der aktuellen Position. Auch können Sie eine Kopie des Arbeitsvertrages als Nachweis hinzufügen. Hier sollten Sie jedoch sensible Daten schwärzen.

Wie begründe ich das Fehlen eines Arbeitszeugnisses des aktuellen Arbeitgebers im Jobinterview?

Bei einem fehlenden Arbeitszeugnis des aktuellen Arbeitgebers ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie im Interview darauf angesprochen werden. Dann sollten Sie klar und ehrlich die Gründe dafür erläutern. Verzichten Sie auf Schuldzuweisungen und versuchen Sie nicht, sich zu rechtfertigen. Halten Sie Ihre Erklärungen kurz und nutzen Sie diese als Überleitung zu positiven Dingen wie Ihren Qualifikationen, Berufserfahrungen und Ihre persönliche Motivation für diese Stelle. Letztendlich ist ein Arbeitszeugnis nur eine Begleitinformation, wichtiger ist es doch, dass der Lebenslauf und Ihr Profil den Arbeitgeber überzeugen.

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