Premiumanbieter und Spezialboutique

Interview mit Thorsten Seifner, Geschäftsführer der teliko GmbH

teliko ist Inbegriff für moderne IT- und Telekommunikationsdienstleistungen, „die Ihre Effizienz auf ein neues Level bringen“, wie das Unternehmen über sich selbst sagt. Egal, ob VoIP, Sicherheitskonzepte, Virtueller Server, Serverhosting, Virtual Private Network (VPN), SD-WAN, GlasfaserDirect oder Internet Connect profi – teliko sieht sich als „Grundversorger und ITK-Full-Service-Dienstleister, der mehr Dienstleistungen als nur Technik bietet“, wie Geschäftsführer Thorsten Seifner resümiert.

Flexibel und immer da

Seit der Gründung konzentriert sich teliko darauf, Kunden mit individuellen ITK-Lösungen dabei zu unterstützen, effizienter zu arbeiten. „Die Gründung stand im Zusammenhang mit einem TK-Netz für den Bahnhof und ein neues Gewerbegebiet in Limburg-Süd“, sagt Thorsten Seifner. „Damals wurde das erste redundante Glasfasernetz aufgebaut. Unternehmen sollten vernetzt und an Internetknoten angeschlossen werden. Für die sichere Datenübertragung haben wir ein MPLS Backbone aufgebaut.“ Damit war der Start geglückt und die Basis für Weiterentwicklung geschaffen.

Die Zahl der Geschäftskunden stieg konstant, Tankstellen, Banken und Unternehmen in ganz Deutschland setzten künftig auf die Kompetenz der Limburger. Auch in Zeiten von Corona waren die Auftragsbücher gefüllt. Mit 40 Mitarbeitern setzt teliko heute zehn Millionen EUR um.

„Wir sind nicht die Größten, treten aber gegen große Player an“, so Thorsten Seifner. „Vor allem sind wir ein Premiumanbieter, der mit Extra-Services punktet. Dank unserer Größe sind wir flexibler und fungieren als verlängerte Werkbank.“

Die Zukunft ist wireless

Das teliko-Portfolio ist breit gefächert, umfasst TK- und Internet-Services, Telefonie, VoIP, Security Services und eigene Cloud-Services. Maßgeschneiderte Services rund um das Internet bilden das Kerngeschäft. „Die Unternehmensvernetzung wird immer stärker forciert“, betont Thorsten Seifner. „Das gilt für den kleinen Mittelständler ebenso wie für einen Großkonzern. Wir sorgen für eine sichere Vernetzung von Unternehmen mit mehreren Standorten und bieten on top Services wie die Auslagerung der IT-Systeme in unser Rechenzentrum oder Cloud-Lösungen. Ein Thema, das an Bedeutung stetig gewinnt, ist Security. Mit zunehmender Angst vor Cyberattacken und Datendiebstahl steigen Schutzanforderungen konstant. Gefragt sind häufig zweistufige Firewalls, die wir harmonisieren, um die Sicherheit zu erhöhen. Zudem bieten wir reaktiven Schutz vor DDoS-Attacken und erarbeiten Lösungen, die sicherstellen, dass Kunden auch nach einem Angriff online bleiben können. Ein großer Trend ist die virtuelle Telefonanlage, die wir so schalten können, dass Handy, Festnetz und Teams einen Kanal bilden. Im Homeoffice ist das essenziell.“

Von Vorteil für teliko ist nicht nur die Größe, sondern auch der Standort nur 55 km von einem Internetknoten entfernt; für Cloud-Services ein wichtiger Punkt – „alles bleibt in Deutschland, die Geschwindigkeit sucht ihresgleichen, es gibt kaum Verlust gegenüber dem Standort Frankfurt“, wie Thorsten Seifner sagt.

Spezialboutique auf Wachstumskurs

Mit den anspruchsvollen Lösungen hat sich teliko bei Kunden in ganz Deutschland einen Namen gemacht. „Wir sind eine Spezial-Boutique für größere Firmen und punkten mit guten Referenzen“, so Thorsten Seifner. „Unsere Kunden, darunter Großkonzerne, aber auch Stadtwerke, sind an einer echten Zusammenarbeit auf Augenhöhe interessiert. Bei uns landet man nicht in einer Hotline, sondern hat einen speziellen Ansprechpartner 24 Stunden, sieben Tage die Woche.“

Die Nähe zu Kunden wird teliko auch künftig wahren. Auch wenn das Wachstum angekurbelt werden soll. „Wir wollen unsere Position in Deutschland stärken, schließen zudem eine Internationalisierung nicht aus“, erklärt Thorsten Seifner. „Wir erwarten, in fünf Jahren doppelt so groß zu sein, vor allem dank einer intensiveren Vermarktung unserer IT-Services. Der Bedarf ist auf jeden Fall da. Deutschland hinkt im internationalen Vergleich beim Glasfasernetz hinterher, zudem haben wir es mit schwierigen Regulatorien zu tun. Herausfordernd ist nicht zuletzt der Fachkräftemangel. Unsere Mitarbeiter sind mit ihrem Know-how die Treiber der Firma. Sie genießen viele Freiheiten, haben offene, flexible Arbeitszeiten. Gemeinsam mit ihnen werden wir die digitale Zukunft mitgestalten.“

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Mehr zum Thema

Glasfaser mit kurzen Wegen

Interview mit Marc Blechschmidt, Geschäftsführer der FNOH-DSL Südheide GmbH

Glasfaser mit kurzen Wegen

Was 2004 als private Initiative für eine Internetversorgung per Funk begann, ist heute ein regionaler Glasfaserversorger. Die FNOH-DSL Südheide GmbH plant, baut und betreibt ihre Infrastruktur selbst. Geschäftsführer Marc Blechschmidt…

Trotz Wirtschaftskrise weiter gewachsen

Interview mit Axel Heitmann, Geschäftsführer der Kueche 24 GmbH & Co. KG

Trotz Wirtschaftskrise weiter gewachsen

Obwohl sich der Inneneinrichtungsmarkt angesichts der allgemeinen Kaufzurückhaltung im Privatkundensegment in den letzten Jahren stark rückläufig entwickelt hat, konnte Kueche 24 weiter wachsen: getrieben durch ein nachhaltiges Stammkundengeschäft, einen starken…

Damit die Energiewende sicher im Netz ankommt

Interview mit Jochen Möller, Gründer und Inhaber der Moeller Operating Engineering GmbH

Damit die Energiewende sicher im Netz ankommt

Mit dem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien steigen auch die Anforderungen an Stromnetze, Erzeugungsanlagen und Speicher. Die Moeller Operating Engineering GmbH (M.O.E.) begleitet diese Entwicklung als akkreditierte Zertifizierungsstelle und Prüflabor. Jochen…

Spannendes aus der Region Landkreis Limburg-Weilburg

Führungslücke im Mittelstand: Was jetzt zählt

Interview mit Sebastian Reckers, Geschäftsführer der Reckers & Griesbach GmbH

Führungslücke im Mittelstand: Was jetzt zählt

Nachfolgeprozesse sind selten rein organisatorische Routinen. Sie berühren Identität, Kontrolle und die Zukunft eines Unternehmens. Für Sebastian Reckers, Geschäftsführer der Reckers & Griesbach GmbH aus Eschborn, steht fest: „Eine Nachfolge…

Ideen, die kleben bleiben

Interview mit Bernhard Sürth, Managing Director Dymax Europe und Virginia Hogan, Global Business Development Senior Manager der Dymax Corporation

Ideen, die kleben bleiben

Die Lösungen von Dymax stehen bei ihren Anwendern selten im Fokus – und doch könnte ohne sie kaum ein Flugzeug gewartet, kaum eine Spritze hergestellt und kaum ein Automobilsensor montiert…

Wenn Sicherheit im Detail steckt

Interview mit Clas Schmitz, Geschäftsführer der Pfaudler interseal GmbH

Wenn Sicherheit im Detail steckt

Wo in der Industrie hochsensible Prozesse ablaufen, entscheidet oft ein unscheinbares Bauteil über Qualität, Sicherheit und Effizienz: die Dichtung. Die Pfaudler interseal GmbH mit Sitz in Hofheim-Wallau zählt hier zu…

Das könnte Sie auch interessieren

Anders denken und überzeugen

Interview mit Anke Tennigkeit, Vorstand der innovIT AG

Anders denken und überzeugen

Die Bedeutung von Rechenzen­tren wächst kontinuierlich, da sie die Grundlage für digitale Infrastrukturen und datengetriebene Anwendungen bilden. Besonders modulare Rechenzentren, die eine flexible, skalierbare und schnelle Bereitstellung von IT-Kapazitäten ermöglichen,…

„Wir arbeiten oft daran, herauszufinden, was unsere Kunden nicht wissen!“

Interview mit Uwe Kreuter, Geschäftsführer der CCT Deutschland GmbH

„Wir arbeiten oft daran, herauszufinden, was unsere Kunden nicht wissen!“

Seit über 20 Jahren bietet Uwe Kreuter mit der CCT Deutschland GmbH umfassende Call- und Contact-Center-Lösungen für Unternehmen aus verschiedensten Branchen an. Im Interview mit Wirtschaftsforum verriet er, worauf es…

Seit 1949 den Wandel gestalten

Interview mit Florian Salfer, Geschäftsführer der C. Rudolf Salfer GmbH

Seit 1949 den Wandel gestalten

Aus einer Werkstatt für Schreibmaschinen wurde über Jahrzehnte ein modernes IT-Systemhaus: Die Salfer GmbH verbindet technologische Kompetenz mit den Werten eines Familienunternehmens. Geschäftsführer Florian Salfer setzt dabei auf Qualität statt…

TOP