Ausgezeichneter Service im Verbund

Interview

Die Übernahme immer weiterer Aufgaben wie zum Beispiel Kraftwerksbetrieb, Erdgas-, Wasser- und Fernwärmeversorgung, Netzausbau und -wartung erfordert die Ausbildung und Beschäftigung vieler Spezialisten – und verursacht natürlich vergleichsweise hohe Kosten.

„Die Bündelung der Dienste in einem gemeinsamen Unternehmen, das dann bei gleichbleibender Qualität preisgünstiger alles aus einer Hand anbieten kann, indem es Synergieeffekte nutzt, lag also nahe“, erklärt der Geschäftsführer der Servicegesellschaft, Kay Lehmann, das Konzept der „kleinen Fusion“.

Doch damit gaben sich die öffentlichen Unternehmer noch nicht zufrieden: „Wir stellen hohe Ansprüche an die Kompetenz, Gewissenhaftigkeit und Leistungsbereitschaft unserer Mitarbeiter. Da viele der von uns erbrachten Dienstleistungen und gut ausgebildetes Personal auch für andere Unternehmen von Interesse sind, wollten wir unseren Kundenkreis erweitern und damit entscheidend unsere wirtschaftliche Perspektive verbessern.“

Zwar sei das Geschäft mit anderen Stadtwerken aus der Region, Abwasserverbänden und Ablesegesellschaften noch „ein zartes Pflänzchen“, wie Kay Lehmann einräumt. Trotzdem kann er optimistisch in die Zukunft blicken, denn dank der geschickten Umsetzung guter Ideen und vieler Modernisierungen sind die Wachstumsvoraussetzungen nun äußerst günstig.

Hochqualifizierte Mitarbeiter

„Um Dienstleistungen für andere Unternehmen besser übernehmen und Prozesse optimieren zu können, wurde die gesamte IT neu ausgerollt und vieles vereinheitlicht“, berichtet Kay Lehmann. „Viele Dinge wurden bereits auf den Weg gebracht, zum Teil sind wir noch dran.“

Kay Lehmann, Geschäftsführer der Servicegesellschaft Sachsen-Anhalt Süd mbH
Die Bündelung der Dienste in einem Unternehmen ermöglicht die Nutzung großer Synergiepotentiale. Kay LehmannGeschäftsführer

Angesichts solcher Tatkraft kann der treue Kundenstamm nicht überraschen: „Niedrigere Preise und die Digitalisierung der Kundendienste kommen gut an“, so Kay Lehmann. Ihm stehen 180 Mitarbeiter und 15 Auszubildende zur Seite. Diese Zahl zu halten, ist nicht ganz leicht: „Besonders im gewerblichen Bereich, wo man auch mal mit den Händen arbeiten muss, finden wir immer seltener geeignete Bewerber.“

Mit der Teilnahme an Ausbildungsmessen und durch Kontakte zu Feuerwehren und ähnlichen Organisationen wirkt Kay Lehmann dem Problem wirksam entgegen, denn große Verantwortung lastet auf den Mitarbeitern der Servicegesellschaft: sie betreiben Strom-, Gas-, Wasser- und Fernwärmenetze mit den zugehörigen Block- und Heizkraftwerken, sind im Rechnungswesen, der Finanzbuchhaltung und der Verbrauchsabrechnung beschäftigt und bieten schließlich IT-Unterstützung, ein eigenes IT-Netz und Facility Management.

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