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Klimaschutz fürs Haus

Interview mit Bruno Mauerkirchner, Geschäftsführer der Schöck Bauteile Ges.m.b.H

„Wärmebrücken sind Bereiche im Mauerwerk eines Gebäudes, an denen die Wärme schneller nach außen dringt als an den angrenzenden Bereichen“, erläutert Geschäftsführer Bruno Mauerkirchner. „Sie bilden sich vor allem an auskragenden Bauteilen wie Balkonen. Wir waren die Ersten, die sich auf die Entwicklung und Herstellung von einbaufähigen – tragenden – Wärmedämmelementen für diese speziellen Baubereiche sowie auch auf Lösungen zur Trittschalldämmung in Treppenhäusern spezialisiert haben, welche verhindern, dass der Schall aus dem Treppenhaus in die Wohnungen gelangt.“

Damit ist Schöck in einer Nische aktiv, und das sehr erfolgreich: Das Unternehmen gehört mit seinen durchdachten Dämmlösungen zu den Vorreitern der Branche. Auch Thermoanker und einbaufertige Schub- und Schwerlastdorne, wie sie für die Übertragung von Querkräften in Dehnfugen notwendig sind, gehören zum Portfolio.

Darüber hinaus sind rund 20% des Auftragsvolumens Speziallösungen, die Schöck für unterschiedliche bautechnische und statische Anwendungen erarbeitet. „Unser Ansatz ist es, das Bauprojekt als Ganzes zu betrachten“, unterstreicht der Geschäftsführer. „Wir liefern insofern keine Produkte, sondern ganzheitliche Lösungen für jedes einzelne Projekt, inklusive technischer Beratung. Damit heben wir uns vom Wettbewerb ab.“

Zu 90% werden die Lösungen von Schöck in Wohnhäusern mit mehreren Einheiten genutzt. „Wir waren bisher hauptsächlich im Neubau tätig“, verdeutlicht Bruno Mauerkirchner, „seit Kurzem sind wir aber auch im Bereich Renovierung aktiv. Dort braucht es aufgrund des vorgegebenen Rahmens jedoch immer eine Speziallösung und mehr technische Betreuung.“

Eine starke Gruppe

Die Kunden kommen in Österreich vor allem aus der Bauindustrie oder sind Baufirmen, beim deutschen Mutterunternehmen kommen noch Hersteller von Fertigteilen und Wiederverkäufer hinzu. Die Schöck Ges.m.b.H, die 45 Mitarbeiter beschäftigt, gehört als 100%ige Tochter der Schöck GmbH zu einer Unternehmensgruppe, die mit 800 Mitarbeitern an 14 Vertriebsstandorten weltweit aktiv ist.

„Wir liefern keine Produkte, sondern ganzheitliche Lösungen für jedes Bauprojekt.“ Bruno MauerkirchnerGeschäftsführer

„Wir produzieren auch für die Niederlassungen der Gruppe in der Schweiz, Ungarn, Polen, Italien, Kroatien, Tschechien und Slowenien. Insofern exportieren wir innerhalb der Gruppe“, so der Geschäftsführer. Das Problem geeignete Mitarbeiter zu finden, kennt man auch bei Schöck. „Das haben wir hier in Österreich sowohl in der Produktion als auch im Vertrieb“, bedauert Bruno Mauerkirchner. „Denn anders als in Deutschland bilden wir hier nicht aus.“

In die Zukunft blickt er jedoch optimistisch: „Bedingt durch die Zuwanderung ist momentan der Bedarf an Wohnungen sehr groß. Die Zinsen sind günstig, es wird viel gebaut. Für uns bedeutet das eine günstige Prognose für die kommenden Jahre.“

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