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Zehn Jahre ist es her, dass Dominic Müller das Hotel Ritter übernommen hat. „Ich habe immer für andere den Karren aus dem Dreck gezogen“, erklärt er. „Alle paar Jahre bin ich umgezogen. Das wollte ich meiner Familie nicht mehr zumuten und bin hier sesshaft geworden.“

Inzwischen umfasst das Hotel 87 Zimmer in acht Gebäudeteilen auf 7.000 m², einschließlich eines Wellnessbereichs und drei Restaurants. Mit einem Umsatz von circa 7,3 Millionen EUR kann das Haus ein Wachstum von 12% verzeichnen und Dominic Müller rechnet damit, dass die Neueinrichtung des Nationalparks im Schwarzwald noch mehr Gäste anlocken wird.

„Es gibt generell einen Trend zum Urlaub in Deutschland“, meint er. „Leider wird dieses Wachstum in der Branche immer mehr durch teils unsinnige Bürokratie aufgefressen. Der kleine Dorfgastwirt kann es sich einfach nicht leisten, jedes Wochenende zu sitzen und Berge von Papier auszufüllen. Das ist einer der Hauptgründe, warum die kleinen Gastwirtschaften aufgeben und die Dörfer keinen echten Mittelpunkt mehr haben.“

Andere Wege gehen

Dominic Müller legt großen Wert auf Regionalität und Nachhaltigkeit. Das Hotel erzeugt seinen eigenen Strom, betreibt eine eigene Mikro-Brauerei und verfügt über eine Weide mit ungarischen Wollschweinen. „Lammkarree aus Neuseeland ist in meinen Augen Blödsinn“, betont Dominic Müller. „Wir beziehen unser Obst und Gemüse direkt aus dem Dorf, den Wein aus der Region und die Kosmetikartikel von einer Fabrik vor Ort. Nachhaltigkeit heißt für mich auch wirtschaftlich handeln.“

Allgemein geht Dominic Müller gern mal andere Wege. Seine 165 Mitarbeiter tragen alle ein Namensschild mit der Aufschrift ‘Gastgeber’. Einige sind über die eigene Fachkräfte-Agentur in Münster zum Hotel gekommen. Im Ritter werden nicht nur die 35 Auszubildenden strikt nach Lehrplan gefördert, für alle Mitarbeiter gibt es Fortbildungsmöglichkeiten sowohl extern, als auch intern.

Dominic Müller Geschäftsführer
„Regionalität ist mir sehr wichtig.“ Dominic MüllerGeschäftsführer

Die betriebliche Altersvorsorge wird nicht nur angeboten, sondern auch bezuschusst. Und es gibt ein eigenes Mitarbeiter-Bistro, geleitet von einem Küchenmeister. „Wir haben ein Feel Good-Image“, erläutert Dominic Müller. „Die Ritter-Werte sind unsere Philosophie, unsere kleine Bibel.“

Es macht ihm Spaß, mit seinem Team und Gästen zu interagieren und neue Strategien zu entwickeln. „Unsere Abteilungsleiter sind selbst halbe Unternehmer“, meint er. „Es freut mich, dass alle so engagiert sind.“

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