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Laser-Intelligenz, die begeistert

Portrait

Als Hans Joachim Helml vor 21 Jahren das Unternehmen gründete, beschäftigte ihn und seine Mitarbeiter die Frage: Kann das Erodieren von Dieseleinspritzdüsen durch Laserbearbeitung ersetzt werden?

„Dieses Forschungsprojekt lief bis 2005. Sein Ziel war, eine Maschine zu bauen, die das Bohren mit Laser in gleicher Qualität ermöglicht“, erzählt Florian Lendner, der seit 2008 im Unternehmen ist, seit Anfang 2019 als Geschäftsführer. Er berichtet weiter: „Die Lasermaschine wurde abgeliefert, das Bohren war aber in der Serienfertigung nicht wirtschaftlich. Wir haben jedoch das Potenzial der Lasertechnologie gesehen.“

So begann GFH mit der Entwicklung eigener Maschinentypen: Die Werkzeugmaschine GL.evo ist universell für die Lasermikrobearbeitung im hochpräzisen Bereich einsetzbar. Für die Uhrenindustrie wurde die kleinere Variante GL.compact auf den Markt gebracht. Die Lasertechnologie machte weitere Sprünge.

„Die Entwicklung des Ultrakurzpulslasers, der Pulse im Piko- bis Femtosekundenbereich ausstößt, hat die ganze Technologie beflügelt. Sie ermöglicht eine extrem filigrane Bearbeitung ohne mechanische Einwirkung und ist für jedes Material geeignet“, erklärt Florian Lendner die Vorteile. So wurden dieses Jahr drei weitere Maschinentypen mit dieser Technologie für die Lasermikrobearbeitung entwickelt.

GFH verwirklicht außerdem spezielle Kundenwünsche durch den Bau von Sondermaschinen. Die eigene Technik wird auch zur Präzisionsfertigung von kleinen Losgrößen vom Prototyp bis zur Serie genutzt.

High-End für den Mittelstand

Neben einem Vertriebsbüro für die Uhrenindustrie in der Schweiz gründet das Unternehmen, das 85 Mitarbeiter beschäftigt, derzeit eine weitere Niederlassung in China. „Wir sind gut aufgestellt und erwarten überproportionales Wachstum“, sagt Florian Lendner.

Die Ausgangslage ist bestens: GFH ist nicht nur in der Lage, weltweit Maschinen zu verkaufen, sondern auch technologischer Vorreiter und Marktführer in der hochpräzisen Bearbeitung. Zudem ist die Firma der einzige Anbieter, der das Laserdrehen, ein Verfahren zur hochgenauen Bearbeitung rotationssymmetrischer Bauteile, anbieten kann, welches noch im selben Arbeitsschritt Bohren, Schneiden und Strukturieren ermöglicht.

„Mit neu entwickelten Produkten wollen wir dazu beitragen, die Technologie in die Breite zu bringen“, betont der Geschäftsführer. Ein gewonnenes EU-Forschungsprojekt spielt dabei eine wichtige Rolle. „Es geht darum, wie dem Mittelstand eine solche Technologie zugänglich gemacht werden kann, und um die Frage, wie wir Intelligenz in die Maschinen bringen“, erläutert Florian Lendner.

Technik mit Potenzial

Als technologieorientiertes Unternehmen ist man sich darüber im Klaren, wie entscheidend das Know-how der Mitarbeiter ist. Die überproportional wachsende Ultrakurzpuls-Industrie eröffnet GFH viele Möglichkeiten, ist Florian Lendner überzeugt: „Wir wollen in verschiedenen Märkten, in Deutschland und der EU, weiterwachsen und neue Märkte angehen.“

An seiner Faszination für die Technologie hat sich nichts geändert. „Die Technik ist unglaublich spannend und hat ein riesengroßes Potenzial. Für Firmen, egal wie groß sie sind, ist sie immer eine High-End-Technik“, sagt Florian Lendner, der „im Herzen immer Ingenieur bleiben“ wird.

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