Erfolgreiche Familiengeschichte

Interview

Europäische Firmengruppe

Die drei Brüder Franz, Johann und Erwin Haider legten mit der Gründung der Gebr. Haider Deichgräberei OHG im Jahre 1956 das Fundament für eines der erfolgreichsten österreichischen Bauunternehmen.

Einer war Zimmererpolier, der zweite Zimmerer und der dritte Maurer und Raupenfahrer. Eine gemietete Planierraupe bildete zunächst den ganzen Maschinenpark. Dank Mut und Entschlossenheit der Gründer entwickelte sich der kleine Betrieb schnell zu einem wichtigen Anbieter im Bau- und Güterbeförderungsunternehmen.

1990 trat Helmut Haider als jüngster Bruder der drei Gesellschafter in das Unternehmen ein. In zweiter Generation wurden die Söhne Klaus, Hans jun., Erwin jun., Reinhard und Hubert Haider ebenfalls Gesellschafter.

Durch Übernahmen, Beteiligungen und Neugründungen entstand im Laufe der Jahrzehnte eine leistungsstarke Firmengruppe von europäischem Format.

„Wir haben viele langjährige Mitarbeiter und kaum Fluktuation.“ Jürgen Haider

Mehrere Niederlassungen

Von den heute 2.200 Beschäftigten sind rund 1.000 Mitarbeiter im Geschäftsfeld Bau aktiv. 200 Millionen EUR des Gesamtumsatzes von 450 Millionen EUR entfallen ebenfalls auf die Sparte Bau.

Neben dem Hauptsitz in Großraming unterhält die Firmengruppe außerdem Niederlassungen in Wien, Niederösterreich, Steiermark und Tirol.

Firmenvielfalt

Bau, Energie, Forst, Handel, Industrie und Immobilien sind die zentralen Tätigkeitsfelder der Unternehmensgruppe Haider. Dabei ist die Sparte Bau die ursprüngliche und bis heute größte Geschäftssparte.

Hier finden sich eine Vielzahl unterschiedlicher Firmen, die vielseitige Aufgaben des Hoch- und Tiefbaus abdecken. So verfügt die Gruppe über eigene Steinbrüche, Betonwerke und Asphaltmischanlagen sowie einer eigenen Werkstatt zur Wartung und Reparatur des Fuhrparks und der Baumaschinen.

Breites Spektrum

Die Unternehmensgruppe Haider engagiert sich national und international in diversen Projekten. So baut das Unternehmen noch bis 2015 in einer Arbeitsgemeinschaft am neuen Hauptbahnhof Wien.

Weitere Referenzprojekte sind z.B. der Kraftwerksbau in Kalsdorf bei Graz, die Schnellstraße S 10 bei Linz , die Umfahrung Maissau und im Bereich Gleisbau die Bahnfreilandstrecke Amstetten Ost und die Güterzugumfahrung bei St. Pölten.

Im Bereich Straßenbau reicht das Spektrum von Forstwegen bis zu Autobahnen und im Bereich Kraftwerks- und Wasserbau von Speicherteichen bis zu Wasserkraftwerken, die sich zum Teil im Besitz der Familie Haider befinden.

Energie und Forst

Aufgrund des ständig steigenden Energiebedarfes und dem Wunsch nach sauberem Ökostrom aus erneuerbaren Quellen erfolgte im Bereich Energie die Spezialisierung auf Kleinwasserkraftwerke.

Derzeit sind zwölf Anlagen in Österreich und Rumänien am Netz, vier befinden sich im Bau und weitere sind geplant. Im Unternehmen werden konsequent die nächsten Schritte im Bereich der Nutzung von erneuerbaren Energien gesetzt. So läuft derzeit die Realisierung erster Windkraftanlagen.

Die Gruppe Forstwirtschaft besitzt etwa 8.500 ha Waldfläche in Österreich, der Slowakei und Chile, die auch selbst bewirtschaftet werden.

Geschäftsfeld Industrie

Zum Geschäftsfeld Industrie gehört die Maschinenfabrik Liezen mit Maschinenbau und Gießerei. Schwerpunkte bilden die Aufbereitungstechnik mit Brechanlagen, Gussteilen für Automobilindustrie und Schienenverkehr sowie Verseilmaschinen für die Kabelindustrie. Der Sondermaschinenbau stattet die Stahl- und Zementindustrie aus.

Eigene Immobilien

Bei den Immobilien dient der Besitz von Gebäuden und Grundstücken ausschließlich gewerblichen Zwecken. Dabei werden die Büros, Werkstätten und Lagerflächen zum größten Teil für den eigenen Bedarf genutzt.

Handschlagsqualität

"Wir haben viele langjährige Mitarbeiter und kaum Fluktation", freut sich Jürgen Haider. Er verweist außerdem auf Qualität und Zuverlässigkeit als weitere Erfolgsfaktoren der Firmengruppe Haider.

"Flexibilität und die Fähigkeit, schnell zu entscheiden, zählen zu unseren Stärken", ergänzt Klaus Haider. Die sprichwörtliche ‚Handschlagsqualität‘ sowie die gewachsenen Strukturen eines soliden Familienunternehmens sprechen ebenfalls für die Unternehmensgruppe Haider.

Bau für die Zukunft

Aktuell rangiert Haider als Nummer 14 auf der Liste der größten Bauunternehmen Österreichs. Unter den Familienunternehmen der Branche liegt der Konzern jedoch deutllich weiter vorn.

"An unserem Hauptstandort Großraming bauen wir eine neue, moderne und repräsentative Firmenzentrale", nennt Jürgen Haider ein aktuelles Projekt. "Dafür investieren wir rund vier Millionen EUR."

2014 soll das neue Gebäude fertiggestellt sein. Damit hat die Gebrüder Haider Bauunternehmung die Voraussetzung dafür geschaffen, dass die Erfolgsgeschichte des Familienunternehmens weiter geschrieben werden kann.

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Mehr zum Thema Bau

Wachstum trotz Baukrise

Interview mit Martin Weihe, Geschäftsführer der Obra Bautenschutz GmbH

Wachstum trotz Baukrise

Dank seines breiten Leistungsportfolios konnte die Obra Bautenschutz GmbH in den letzten Jahren trotz einer rückläufigen Marktentwicklung weiter wachsen und ihr Tätigkeitsspektrum noch umfassender ausbauen: Im Interview mit Wirtschaftsforum verriet…

Vertrauen schaffen im Hoch- und Tiefbau

Interview mit Felix Klingsbigl, Geschäftsführer der Klingsbigl GmbH

Vertrauen schaffen im Hoch- und Tiefbau

Während der Wohnungsbau aufgrund der aktuellen Marktentwicklungen weitgehend brachliegt, kann sich die Klingsbigl GmbH im Industrie- und Tiefbau dank bestehender Rahmenverträge und eines beständigen Investitionsbedarfs ihrer Auftraggeber weiterhin auf eine…

„Mit einem Anstrich Energie sparen – ohne Umbau“

Interview mit Waldemar Walczok, Geschäftsführer der SICC Coatings GmbH

„Mit einem Anstrich Energie sparen – ohne Umbau“

Wer über Energieeffizienz im Gebäudesektor spricht, denkt meist zuerst an Dämmstoffe. Waldemar Walczok verfolgt einen anderen Ansatz. Mit Beschichtungen, die wie Farbe verarbeitet werden, will sein Unternehmen Gebäude kühlen, Wärme…

Spannendes aus der Region Großraming

Gebäck, das Spaß macht

Interview mit Felix Thun-Hohenstein, Geschäftsführer der Bake the Shape GmbH

Gebäck, das Spaß macht

Gebäck in Form eines Fußballs, eines American Footballs, einer Maus oder eines Osterhasen – und das alles gibt es auch noch in unterschiedlichen Backmischungen. Die Bake the Shape GmbH in…

360 Grad Bauexperten

Interview mit BM Dipl.-Ing. Jürgen Haider, Geschäftsführender Gesellschafter der Gebrüder Haider Bauunternehmung GmbH

360 Grad Bauexperten

Nicht viele Bauunternehmen sind in der Lage, Hoch- und Tiefbauprojekte gleichermaßen abzudecken. Die Gebrüder Haider Bauunternehmung aus Österreich vereint in ihrer Gruppe Experten und Spezialisten unterschiedlichster Fachbereiche, sodass das Unternehmen,…

Stark in Steinen

Interview mit Mag. Bernhard Schutti, Geschäftsführer der Stein & Co. GmbH

Stark in Steinen

Granit, Basalt, Sandstein, Schiefer, Grauwacke, Travertin – bei diesen und vielen anderen Natursteinen handelt es sich um natürliche Baumaterialien, die optisch überzeugen, eine im Vergleich zu anderen Materialien sehr günstige…

Das könnte Sie auch interessieren

Café-Kultur trifft Backstube

Interview mit Gürol Gür, Geschäftsführer der Schanzenbäckerei GmbH

Café-Kultur trifft Backstube

Das Bäckerhandwerk steht unter hohem Veränderungsdruck: Hohe Energie- und Rohstoffkosten, steigende Löhne, Ansprüche an Sortiment und Service sowie der Fachkräftemangel zwingen Betriebe dazu, ihre Strukturen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Gleichzeitig bleibt der…

„Keep it simple“ - Einfachheit als Geschäftsmodell

Interview mit Stephan Riese, CEO der reputatio systems GmbH & Co. KG

„Keep it simple“ - Einfachheit als Geschäftsmodell

Was braucht ein Unternehmen wirklich, um zu funktionieren? Für Stephan Riese ist die Antwort klarer, als viele denken. Mit reputatio systems entwickelt er Lösungen, die Komplexität reduzieren. Ein Gespräch über…

Hightech-Medizin, die Hoffnung macht

Interview mit Ciril Faia, CEO Curium International

Hightech-Medizin, die Hoffnung macht

Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern. Laut Robert-Koch-Institut erkranken in Deutschland jährlich knapp 80.000 Männer neu daran. Bei einer Früherkennung sind die Heilungschancen sehr gut. In Deutschland hat Curium…

TOP