Eine globale Vision für Lebensmittelverpackungen
Interview mit Alex Noake, Managing Director der Sabert Corporation Europe SA

Kommt Alex Noake, Managing Director des 100 Millionen EUR schweren europäischen Arms des globalen Sabert-Konzerns auf die zentrale Unternehmensvision zu sprechen, zitiert er gerne die höchstpersönliche Mission des Gründers Albert Salama: „Albert hat uns allen beigebracht, dass Nachhaltigkeit kein Trend ist, sondern eine Verantwortung. Seine persönliche Mission inspiriert weiterhin das Vermächtnis, das wir in Sabert aufbauen.“ Allein in Europa betreibt Sabert vier Werke, mit denen man diesem Ziel jeden Tag einen Schritt näher kommen will: mit nachhaltigen Verpackungslösungen für die gesamte Breite des Food-and-Beverages-Markts von Take-out bis Convenience-Meals. „Im Prinzip gehen wir materialagnostisch vor und bieten Lösungen aus recyceltem PET, Papier und vielen weiteren Werkstoffen an. Dabei innovieren wir nicht nur an unseren Standorten in Belgien, Polen und im UK, sondern natürlich auch in unseren Niederlassungen in den USA und China. In jedem dieser Märkte weisen wir einen breiten Produktions-Footprint auf – das ist uns wichtig“, erläutert Alex Noake die zentrale Strategie, die sich in der jüngeren Vergangenheit und nahen Zukunft auch auf kulturell und fachlich komplementäre Zukäufe erstreckt.
Innovationen für eine Zukunft mit zirkulären Verpackungen
Auch für die Herausforderungen, die das anstehende PFAS-Verbot in der Europäischen Union bereithalten wird, hat Sabert bereits viele Weiterentwicklungen angestoßen – unter anderem Pulp Ultra, eine innovative Beschichtungslösung für abgedichtete Food-Behälter, die Kunststofflaminierungen ersetzt und doppelt ofenfähig ist. Ein weiteres mikrowellen- und ofenfestes Produkt soll derweil auf Kartonbasis entstehen. „Unser Ziel ist es immer, die gesetzlichen Anforderungen noch zu unterbieten, um uns schon heute auf die Herausforderungen der Zukunft einzustellen. Gleichzeitig wollen wir die Verbraucher nicht nur überzeugen, sondern begeistern“, blickt Alex Noake auf eine zentrale Innovationstriebfeder. Dazu hält Sabert auch ein breites Spektrum an vielfältig anpassbaren Lösungen bereit, die konsequent auf die individuellen Anforderungen der spezifischen Kunden hin entwickelt werden: samt komplexer Hybridlösungen aus unterschiedlichen Substraten.
Perspektivisch kann man sich bei Sabert auch ein noch breiteres Engagement weiter up- und downstream in der Wertschöpfungskette vorstellen, um noch wirksamer auf die Schließung der Wertstoffkreisläufe zu drängen – „doch am Ende des Tages ist hier die Politik gefragt. Denn Kompostierbarkeit ist bedeutungslos, wenn es dazu an der notwendigen Infrastruktur fehlt – und die kann nicht nur von Land zu Land, sondern bisweilen auch von Gemeinde zu Gemeinde völlig unterschiedlich ausfallen“, erläutert Alex Noake. Dem optimistischen Streben von Sabert tut das indes keinen Abbruch: „Wir haben ein fantastisches Team, das für unsere Lösungen brennt, Kunden, die unsere Kompetenz und Verlässlichkeit schätzen, und Verbraucher, die selbst ihren Teil beitragen wollen: ideale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft“, so Alex Noake.









