Spannender Rohstoff mit großer Zukunft

Interview mit Dietrich Wanke, General Manager Austria der European Lithium AT GmbH

Bei den vorbereitenden Arbeiten zum Abbau des Lithiums stützt sich die European Lithium AT GmbH auf Untersuchungsergebnisse aus den 1980er-Jahren. Seinerzeit wurde das Lithiumvorkommen am Kärntener Wolfsberg bereits intensiv erforscht.

Aktuell ist das Alkalimetall wieder stark in den Fokus gerückt – vor allem wegen seiner enormen Bedeutung als Energiespeichermedium für elektrobetriebene Fahrzeuge. Darüber hinaus ist das Mineral Spodumene, das beim Abbau von Lithium anfällt, auch für die Glas- und Keramikindustrie von großem Interesse.

200 Millionen EUR investiert 

Die European Lithium AT GmbH ist eine Tochtergesellschaft der australischen, auf dem ASX gelisteten Muttergesellschaft und für die operative und kommerzielle Abwicklung in Europa verantwortlich. Bis zum endgültigen Abbau investiert European Lithium bis 200 Millionen EUR. Spätestens ab 2020 sollen dann Lithium, Spodumene und weitere Mineralien wie Glimmer, Feldspat und Quarz abgebaut werden.

„Wir tragen die Investitionskosten zusammen mit unseren Investoren“, versichert Dietrich Wanke, General Manager Austria der European Lithium AT GmbH. „Es ist hier ein Projekt mit außerordentlichen Renditemöglichkeiten.“

Drei-Schicht-Betrieb geplant 

Zur Zeit arbeiten etwa zehn Beschäftigte an dem Projekt. Darüber hinaus sind Subunternehmen wie Voestalpine und Swietelsky mit im Boot. Für die spätere Abbauphase im Drei-Schicht-Betrieb mit 70 bis 100 Beschäftigten sucht Dietrich Wanke noch einen Contractor.

Höchster Reinheitsgehalt

Sowohl das Lithium wie auch Spodumene aus Kärnten zeichnen sich durch einen sehr hohen Reinheitsgehalt aus. Begeistert ist Dietrich Wanke von der Infrastruktur in Österreich mit guten Straßen und Bahnanbindungen sowie kurzen Wegen zu weiterverarbeitenden Betrieben und Abnehmern.

Dietrich Wanke
„Es ist hier ein Projekt mit außerordentlichen Renditemöglichkeiten.“ Dietrich WankeGeneral Manager Austria

Besonderes Augenmerk wird auch auf die Umweltverträglichkeit gelegt. „Pro Jahr werden wir aus den Bergwerksbetrieben 500.000 t Spodumene haltiges Erz gewinnen“, prognostiziert Dietrich Wanke.

„Wir haben eine außerordentlich gute Situation hier – wie bei den Goldbetrieben.“ Vor allem europäische, aber auch chinesische Firmen haben schon Interesse bekundet, womit das Ziel des General Managers in greifbare Nähe rückt: Der führende europäische Anbieter von Lithium-Rohstoff zu werden.

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