Flexibilität ist Trumpf

Interview

Modularität bedeutet Flexibilität – und die wird auch im Baugewerbe immer stärker gefragt, insbesondere wenn es darum geht, temporäre Lösungen zu erarbeiten; wobei ‘temporär’ auch gut 10 bis 20 Jahre bedeuten kann. DM Bau ist deshalb als Partner vieler Branchen begehrt.

Das Unternehmen bietet ein Portfolio mit den Eckpfeilern Massivmodulbau, Massivelementbau sowie Holzelementbau und überzeugt mit einem Bausystem mit hohem Vorfertigungsgrad und einer damit verbundenen kurzen Bauzeit.

Schnelle und schöne Lösungen

Das Schweizer Unternehmen wurde im Jahr 1991 als Tochtergesellschaft der niederländischen Firma De Meeuw etabliert. Der 1929 gegründete Mutterkonzern hat sich in den vergangenen Jahren insbesondere mit der Industrialisierung von Bauprozessen einen Namen gemacht.

„Wir profitieren natürlich nachhaltig von den Synergien durch die Zugehörigkeit zur De Meeuw- Gruppe“, sagt Mark Mislin, seit 2010 Geschäftsführer. „Der Konzern hat sich im Laufe der Jahre eine hervorragende Reputation erarbeitet und ist dafür bekannt, spezifische Kundenbedürfnisse flexibel und termingerecht umzusetzen. Kurze Bauzeiten, Planungssicherheit und flexible Anpassungen sind zu Markenzeichen von De Meeuw und damit von DM Bau geworden.“

Modulare Lösungen – ein Baukastensystem begeistert

40 Mitarbeiter sind heute am Schweizer Standort Oberriet tätig. Der Umsatz liegt bei rund 22 Millionen CHF und entwickelt sich weiter positiv. „In der Schweiz gibt es etwa fünf Mitbewerber“, sagt Mark Mislin. „Wir haben uns hier schnell einen Namen für Kompetenz, Qualität und Zuverlässigkeit gemacht. Qualität steht für uns an erster Stelle, hinzu kommen Termin- und Budgettreue – das wissen die Kunden zu schätzen.“

„Die Materialkombination von Holz, Beton und Stahl ermöglicht es, Objekte wirtschaftlich, wetterunabhängig und nachhaltig umzusetzen.“ Mark Mislin

Im Bereich Holzelementbau, in dem ausschließlich zweidimensional vorgefertigt wird, reicht das Angebot vom Einfamilienhaus bis zum gewerblichen Hallenbau. „Insbesondere in den Bereichen Massivelementbau und Massivmodulbau erfahren wir momentan eine besonders starke Nachfrage“, so Mark Mislin. „Die Materialkombination von Holz, Beton und Stahl ermöglicht es, Objekte wirtschaftlich, wetterunabhängig und nachhaltig umzusetzen, ohne dabei Abstriche an der Ästhetik machen zu müssen. Im Gegenteil. Uns bietet sich ein großer Gestaltungsspielraum, den wir individuell nutzen können.“ Anders als im Holzelement- und Massivelementbau wird im Modulbau dreidimensional vorgefertigt.

Decken und Wände sind in der Regel aus Holz, Tragwerke aus Stahl, die Böden aus Beton. Der Vorteil dieses Systems liegt auf der Hand: Die Holzwände sind nicht tragend und damit flexibel veränderbar, während Boden und Tragwerk fest und stabil sind. Spätere Erweiterungen, der Abbau oder die Wiederverwendung eines Objekts sind damit problemlos möglich.

„Die Gebäude beziehungsweise Module entsprechen stets den neuesten Energienormen“, betont Mark Mislin. „Ihre Planung und Gestaltung erfolgen durch den Architekten der Kunden oder in eigener Regie.“ Auch in punkto Größe gibt es Gestaltungsfreiheiten – Modulgrößen von 20 x 4,20 m sind technisch möglich, die Standardmaße liegen bei 12,60 x 3,60 m. „Wir nähern uns mit unseren Lösungen immer stärker dem konventionellen Bereich an“, so Mark Mislin, „allerdings ohne die Vorteile der Massivmodulbautechnik wie die flexible Anpassung räumlicher Kapazitäten sowie die kurze Bauzeit zu vernachlässigen.“

Der Trend heißt temporär

Immer mehr Bauherren aus Industrie, Gewerbe, öffentlicher Hand und Gesundheitswesen wissen diese Vorteile zu schätzen. Krankenhäuser, Asylhäuser, Bürogebäude, Schulen – DM hat im Laufe der Jahre unterschiedlichste Gebäude in Hybridbautechnik gefertigt. 80 Prozent der Aufträge kommen von der öffentlichen Hand.

„Wir haben häufig mit baulichen Erweiterungen zu tun, die vergleichsweise schnell und problemlos während des fortlaufenden Betriebes einer Einrichtung erfolgen sollen“, so Mark Mislin. „Hier bieten sich temporäre Zwischenlösungen in Massivmodulbautechnik einfach an. Einen Qualitätsunterschied gibt es übrigens nicht. Egal ob temporär oder dauerhaft – unsere Lösungen stehen immer für nachhaltige Hybridbauten aus Schweizer Produktion.“

Neben den baulichen Vorteilen sind es auch die stichhaltigen Finanzierungskonzepte, die überzeugen. Bei temporären Lösungen wird die Rücknahme beispielsweise zu einem festen Preis garantiert, was den Bauherren Sicherheit gibt.

Bei der Finanzierungsart gibt sich DM Bau offen – sowohl Miet- als auch Leasingkonzepte sind möglich. Mit den innovativen Modulen und der damit verbunden Flexibilität liegt DM Bau im Trend der Zeit. „Wer den Markt beobachtet, erkennt, dass kurzfristige Lösungen immer stärker gefragt sind – hier hat in den vergangenen Jahren ein Umdenken stattgefunden“, erklärt Mark Mislin. „Der Markt wächst und wir werden mit ihm wachsen.“

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Mehr zum Thema Bau

Gute Architektur braucht gemeinsame Verantwortung

Interview mit Prof. Ulf Hestermann, Gründungspartner, Architekt, & Stadtplaner BDA und Michael Rommel, Partner, Architekt & Bauingenieur BDA der hks | architekten GmbH

Gute Architektur braucht gemeinsame Verantwortung

Seit mehr als vier Jahrzehnten steht hks architekten für eine Architektur, die Verantwortung übernimmt – für Menschen, Ressourcen und Prozesse. Im Gespräch mit Wirtschaftsforum erläutern Prof. Ulf Hestermann und Michael…

Von der Natur inspiriert – Bambus­lösungen für Architektur und Industrie

Interview mit Michael van Houten, Commercial Unit Manager DACH & NEEU der Moso International B.V.

Von der Natur inspiriert – Bambus­lösungen für Architektur und Industrie

Nachhaltige Rohstoffe prägen die Zukunft der Bau- und Werkstoffindustrie – denn klimafreundliche Materialien mit hoher technischer Leistungsfähigkeit werden weltweit zunehmend gefragt. Moso International B.V. gehört zu den Pionieren auf diesem…

Futuristische Fassaden im Bau

Interview mit Jürgen Zinka, Geschäftsführer der MBM Metallbau Mörtl GmbH

Futuristische Fassaden im Bau

Kaum ein anderer Materialmix entspricht der modernen Bauästhetik so gut wie Stahl, Glas und Aluminium. In diesem Bereich punktet die MBM Metallbau Mörtl GmbH, ein traditionsreicher Familienbetrieb, durch eine Kombination…

Spannendes aus der Region Oberriet

„Unser Fertigungswissen schafft Mehrwert“

Interview mit Nicola Vella, CEO der PWB AG

„Unser Fertigungswissen schafft Mehrwert“

Hervorgegangen aus dem Präzisions-Werkzeugbau, hat die Schweizer PWB AG in den letzten 40 Jahren ihre Kompetenzen konsequent erweitert und sich zu einem Systempartner für Kunden aus unterschiedlichen Industrien entwickelt. „Unsere…

Wie man mit Pulver hochkomplexe Teile formt

Interview mit Thomas Bühler, CEO, und Jochen Prätz, Director Sales & Marketing der Alvier AG PM-Technology

Wie man mit Pulver hochkomplexe Teile formt

Metallteile lassen sich mit verschiedenen Verfahren herstellen: zum Beispiel durch Gießen, Schmieden oder mittels Pulvermetallurgie. Pulvermetallurgisch erzeugte Teile ermöglichen komplexe Geometrien in hohen Stückzahlen und zu geringen Kosten – und…

Einfach sicher

Interview mit Markus Hörmann , Geschäftsführer der INTAREG AG

Einfach sicher

Das T-Shirt aus Asien, die Mango aus Afrika, der Kaffee aus Südamerika – in einer globalisierten Welt ist es normal, jederzeit Waren aus aller Welt zu erhalten. Vor diesem Hintergrund…

Das könnte Sie auch interessieren

Partner statt Flächenvermieter

Interview mit Daniela Mühlen, Geschäftsbereichsleiterin Kommunikation & Werbung, und Israel Giese, Geschäftsbereichsleiter Finanzen & Verwaltung der MESSE ESSEN GmbH

Partner statt Flächenvermieter

Die Messebranche hat turbulente Jahre hinter sich. Pandemie, Digitalisierung, wirtschaftspolitische Herausforderungen – und dennoch meldet die MESSE ESSEN Rekordzahlen. Wie gelingt wirtschaftliche Stabilität in unsicheren Zeiten? Und warum ist ausgerechnet…

Energiewende als Mammutaufgabe

Interview mit Dipl.-Wirt.-Ing. Jörg Kogelheide, Geschäftsführer der Stadtwerke Versmold GmbH und Dipl.-Kfm. (FH) Manuel Drossard, Geschäftsführer der Stadtwerke Versmold GmbH

Energiewende als Mammutaufgabe

Energiekrise, Digitalisierung, Energiewende: Regionale Versorger stehen unter Druck. Umso wichtiger ist es, dass Kommunen auf Partner setzen können, die in Krisenzeiten Verantwortung übernehmen. Die Stadtwerke Versmold sind ein solcher Partner,…

Der Wow-Effekt unter dem Helm

Interview mit Dirk Rosenbauer, Business Development ­Manager DACH, KASK Safety

Der Wow-Effekt unter dem Helm

Wenn es um Arbeitsschutz geht, entscheidet heute nicht mehr allein die Erfüllung von Normen über den Erfolg eines Produkts. In vielen Branchen zählt vor allem, ob Schutzausrüstung im Alltag akzeptiert…

TOP