Der Chancendenker

Interview mit Rolf Schneider, Geschäftsführer der aktivoptik Service AG

„Ich bin ein Chancendenker“, beschreibt Rolf Schneider, Gründer und Geschäftsführer von aktivoptik, seine Persönlichkeit. Damit meint der Augenoptikermeister sein Bestreben, Möglichkeiten zu nutzen und Strukturen weiter zu optimieren. So verwundert es nicht, dass der Selfmademan in knapp 30 Jahren ein dichtes Filial- und Franchisenetz aufgebaut hat.

62 eigene Geschäfte und 17 Franchiseunternehmen umfasst dieses Netz mittlerweile. Neben Korrektions- und Sonnenbrillen werden auch fertige Lesebrillen und Kontaktlinsen angeboten, wobei Gleitsichtbrillen einen Schwerpunkt bilden.

Riesige Auswahl

Der Kunde hat eine Auswahl von rund 800 Brillenmodellen. Darunter befinden sich günstige Modelle ebenso wie begehrte Marken- und Designerfassungen, wie zum Beispiel solche von Ray-Ban. Auch die Gläser bezieht Rolf Schneider direkt von den Weltmarktführern Essilor und Hoya.

Durch diesen Einkauf mit Sonderkonditionen für hohe Stückzahlen sind natürlich besonders günstige Preise möglich. So gibt es bereits Brillenfassungen ab 19,90 EUR. „Die Brillen fertigen wir in unseren eigenen Werkstätten“, betont Rolf Schneider.

Sehstärkenbestimmung als Dienstleistung

Großen Wert legt der Augenoptikermeister auf Beratung und Sehstärkenbestimmung, die Mitbewerber aus Kostengründen zum Teil gar nicht mehr anbieten. Dabei ist die genaue Bestimmung des Durchblickpunktes gerade bei der Anpassung von Gleitsichtbrillen extrem wichtig. Darüber hinaus bietet Rolf Schneider in 36 Filialen auch Leistungen und Produkte der Hörakustik als Shop-in-Shop- System an.

„Die meisten Kunden wollen sich online informieren und offline kaufen.“ Rolf SchneiderGeschäftsführer
Rolf Schneider, Geschäftsführer der aktivoptik Service AG

Familienbetrieb

Seine erste, rund 100 m² große Filiale gründete Rolf Schneider 1986 in der Vorkassenzone des Warenhauses Globus. „Früher wurden viele Brillen in Schubladen präsentiert, wir brachten sie an die Wand“, erzählt der Firmengründer.

Mittlerweile hat sich die Firma zu einem Familienunternehmen entwickelt. Rolf Schneiders Ehefrau Vera, arbeitet als Augenoptikermeisterin im Betrieb. „Damit ist sie auf Augenhöhe mit unseren Kunden“, erklärt der Geschäftsführer. Außerdem ist Sohn Jan neben Ruth Weißmann, Manuel Schönwitz und Rolf Schneider im Vorstand des Unternehmens, das über 580 Mitarbeiter beschäftigt.

Angesiedelt sind die Filialen in den Vorkassenzonen von Warenhäusern wie Real, Globus und Kaufland an den Randbezirken größerer Städte. Familien und die ältere Generation sind die Hauptzielgruppen. Trotz professionellem Internetauftritt bildet der Verkauf vor Ort den Schwerpunkt.

„Die meisten Kunden wollen sich online informieren und offline kaufen“, bemerkt Rolf Schneider. Mit eigenem Marketing und eigener IT ist aktivoptik in einem Markt mit immer stärkeren Konzentrationsbestrebungen sehr gut aufgestellt.

Nicht zuletzt die von eigenen Trainern geschulten Filialmitarbeiter spielen dabei eine zentrale Rolle. Auch deshalb wurde das Unternehmen 2017 als einer der Top-Arbeitgeber Deutschlands ausgezeichnet.

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