Nachhaltigkeit clever umgesetzt: Die kleinen Stellschrauben der Industrie

Am anderen Ende der Nachhaltigkeitsskala findet man die Unternehmen (beziehungsweise Unternehmer), die aus einem moralischen Anspruch heraus nachhaltiger arbeiten wollen. Der dritte große Grund für Nachhaltigkeit ist das Sparen von Kosten. Denn wer genau hinschaut, der wird Nachhaltigkeit nicht nur als moralisch richtig oder als werbewirksam sehen, sondern auch als finanzielle Stellschraube.

Reparieren statt Neukaufen

Der einfachste Weg, um Nachhaltigkeit schnell umzusetzen, ist die Wegwerf-Kultur abzulegen. In Branchen, in denen Rohstoffe oder Ersatzteile besonders günstig zu haben sind, hat sich eine sehr lockere Einstellung entwickelt, bei der Verschleiß nicht entgegengewirkt wird, sondern durch Neukauf kompensiert wird.

Das ist nicht nachhaltig und das ist mittlerweile auch kaum noch clever. Denn durch die Inflation und verschiedene Krisen auf dem Weltmarkt, ist der Neukauf oftmals zu teuer geworden. Reparieren und Ressourcenschonung werden wieder wichtiger.

Die Wartung und Reparatur durch einen Spindelservice ist ein gutes Beispiel für sinnvolle Nachhaltigkeit: In diesem Fall werden Motorspindeln richtig gepflegt und schnell repariert, anstatt einfach eine neue Spindel oder gar eine neue Maschine anzuschaffen. Das Besondere an Reparatur- und Wartungsservices ist, dass sie dauerhafte Kooperationen ermöglichen. Wer einen starken Partner auf Abruf hat, der kann auf Produktionsausfälle nicht nur schnell reagieren, er kann sie möglicherweise durch eine gute Beratung verhindern.

Mitarbeiterschulungen, um Ressourcen zu schonen

Ressourcen zu sparen, ist theoretisch einfacher als praktisch. Nachhaltigkeitskonzepte werden meist in einem Büro von Personen ohne direkten Bezug zur Produktion oder gar von einem externen Dienstleister entworfen. Das führt leider dazu, dass die tollen Ideen schwer umsetzbar sind.

Deshalb sollte Nachhaltigkeit immer in Abstimmung mit den Menschen besprochen werden, die alltägliche Arbeiten verrichten. Das führt dazu, dass die Konzepte auch realistisch umsetzbar sind. Anschließend müssen Mitarbeiterschulungen stattfinden. Abschnitte verringern, Pflege von Maschinen oder das Erkennen von Schwachstellen – all das kann Mitarbeitern so vermittelt werden, dass sie Nachhaltigkeit leben.

Weitergeben statt Wegschmeißen

Wie bereits erwähnt wurde, gibt es einige Branchen, in denen sich eine Wegwerf-Kultur eingeschlichen hat. Da durch die Neuanschaffung von Einzelteilen, ganzen Maschinen oder Rohstoffen geringe Kosten entstanden sind, musste sich nicht so sehr darum gesorgt werden, was mit den Dingen geschieht, die man nicht mehr braucht. Möglichst schnell und kostengünstig entsorgen war die Devise.

Doch Nachhaltigkeitskonzepte sollen für ein Umdenken sorgen. Denn häufig können defekte Maschinen noch weitergegeben werden – kleinere Unternehmen, Schrotthändler oder sogar Privatpersonen nehmen die Maschinen auseinander und retten, was zu retten ist. Auch die Überproduktion kann eine Chance sein, um Nachhaltigkeit umzusetzen. Immer wieder entsorgen Unternehmen Produkte lieber, als sich um deren Weiterverkauf zu kümmern. Ob sich das Weiterverkaufen oder Spenden finanziell lohnt, ist immer eine schwierige Frage. Aber aus moralischer und werbewirksamer Sicht sollte man sich das eigene Unternehmen hier mal genauer anschauen.

Über Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit sprechen

Kunden werden sensibler. Arbeitsbedingungen, Umwelteinflüsse und Nachhaltigkeit sind Themen, die vor allem junge Menschen sehr interessieren. Sie wachsen schon mit einem anderen Verständnis von Konsum auf. Somit wollen sie von ihren Lieblingsmarken sehen, dass diese Nachhaltigkeit ernstnehmen.

Deshalb sollten sich Unternehmen dringend damit beschäftigen, wie sie verschiedene Maßnahmen ergreifen können – und diese dann auch noch nach außen kommunizieren können. Selbst wenn ein Reparaturservice genutzt wird, weil er Einsparungen ermöglicht, kann er gleichzeitig auf der Homepage als Maßnahme für weniger Verschwendung angepriesen werden. Gibt man Maschinen an andere Unternehmen ab, weil das Kosten bei der Entsorgung spart, darf man trotzdem darauf hinweisen, dass man somit kleinere Unternehmen unterstützt.

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