Mitarbeiterzufriedenheit richtig messen und erhöhen

Geld ist nicht alles

Sicherlich spielt die Bezahlung eine große Rolle, wenn es um die Verhandlungen der Konditionen für eine Einstellung geht. Denn gerade im Moment steigen die Lebenshaltungskosten rasant an und jeder möchte gut abgesichert sein. Aber selbstverständlich wird der Lohn auch als fixer Bestandteil des Arbeitsvertrages vorausgesetzt und die ungefähre Bandbreite, in dem sich dieser bewegt, ist auch erfahrenen Kräften bereits klar. Insbesondere erfahrene Fachkräfte haben ihre Schäfchen in der Regel bereits ins Trockene gebracht und können sich zudem aufgrund ihrer Qualifikation ein hohes Gehalt aushandeln. Ein paar Euro mehr oder weniger fallen da meist nicht mehr so stark ins Gewicht wie andere Faktoren, mit denen Arbeitgeber punkten können. Schließlich wissen die Bewerber, dass sie sich einen Gutteil ihres Monats in der Firma aufhalten werden und gerade dort möchten sie sich wohlfühlen. Die Mitarbeiterzufriedenheit ist daher nicht zu unterschätzen, wenn es um die Gewinnung von Fachkräften geht.

Faktoren der Mitarbeiterzufriedenheit

Unternehmen können vieles tun, um die Zufriedenheit im Team zu stärken. Dazu gehören z.B:

  • Offene Kommunikation: Wenn Mitarbeiter das Gefühl haben, sie können mit Problemen zu ihren Vorgesetzten kommen und auch Ideen in die Arbeitsprozesse einbringen können, steigert dies die Zufriedenheit.
  • Einrichtungen wie eine Kaffee-Ecke oder ein Pausenraum mit Snacks und Getränken wirken sich positiv auf den Energielevel und das Wir-Gefühl aus.
  • Auch Arbeitgeber sollten darauf achten, dass ihr Team die Möglichkeit zu einer ausgeglichenen Work Life Balance hat und nicht ausbrennt.
  • Unternehmen können auch Benefits für Mitarbeiter nutzen, die diese in ihrer Freizeit verwenden können. Mit Gutscheinen für Restaurants oder andere Zwecke beispielsweise kommen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch in ihrer Freizeit mit positiven Gedanken zum Unternehmen in Kontakt.
  • Entwicklungsmöglichkeiten schaffen: Wenn Mitarbeiter die Aussicht auf Weiterentwicklungs- und Ausbildungsmöglichkeiten haben, sind sie häufig motivierter.

Wie lässt sich die Zufriedenheit der Mitarbeiter messen?

Gerade für Betriebe, die Schwierigkeiten haben, neue Mitarbeiter zu finden oder aber auch zu halten, ist es wichtig, die Zufriedenheit im Team festzustellen. Dazu gibt es verschiedene Wege und Messgrößen. Eine Methode, die viele Betriebe wählen, ist es, einmal im Jahr oder öfter einen Fragebogen ausfüllen zu lassen. Hier hängt es aber sehr stark davon ab, wie die Fragen formuliert sind und wie anonym die Abgabe ist, ob auch wirklich authentische Informationen daraus zu gewinnen sind. Daneben gibt es aber auch harte Fakten, die gemessen werden können. Diese sind beispielsweise Fehlerquoten in den Arbeitsabläufen, Krankenstände oder aber auch die Fluktuation. Gerade Letztere ist oft großes Sorgenkind von Personalabteilungen. Denn mit jedem Mitarbeiter, der das Unternehmen verlässt, da er z.B. nicht mehr zufrieden ist, entsteht nicht nur eine Lücke, die neu besetzt werden muss, sondern es geht oft auch viel Know-how verloren, das zum Teil unwiederbringlich ist. Darüber hinaus fällt es nicht immer einfach, entsprechenden Ersatz für die nun fehlende Kraft zu finden. Maßnahmen zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit bieten daher eine gute Absicherung, um solche Verluste auf sich nehmen zu müssen. Dies spart zeitlichen Aufwand für das Recruiting und die Eingliederung einer neuen Arbeitskraft bzw. hierdurch entstehende Kosten.

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