Hervorragender Zahnersatz, geringere Kosten

Interview mit Emilian Bogdan, Geschäftsführer der dentalnow GmbH

dentalnow entstand 2019 durch einen Management-Buy-out. „Andreas Berger und ich waren damals für ein Dentallabor als Produktionsleiter beziehungsweise als Verantwortlicher für Vertrieb & Marketing tätig. Es war die deutsche Niederlassung eines US-amerikanischen Konzerns. Als dieser den Standort 2019 aufgab, beschlossen wir, das Labor zu erwerben und uns selbstständig zu machen“, erzählt Gründer und Geschäftsführer Emilian Bogdan.

Der Gründung folgte ein komplettes Rebranding; das Unternehmen wurde komplett neu aufgebaut. Mit Erfolg: Schon in den ersten sechs Monaten schrieb man schwarze Zahlen, und das, obwohl schon bald darauf Corona für eine weltweit um sich greifende Pandemie mit entsprechenden wirtschaftlichen Folgen sorgte.

„Wir haben uns vermehrt auf die Bedürfnisse der deutschen Zahnärzte eingelassen, was uns dann auch zugute gekommen ist“, so der Geschäftsführer. „Tatsächlich hat Corona auf uns mit Ausnahme der Monate des ersten Lockdowns kaum negative Auswirkungen gehabt, sondern uns eher Chancen eröffnet, denn wir sind im sogenannten Value-Segment positioniert – das heißt, wir sind sehr günstig, haben optimierte Produktionsprozesse und können Zahnersatz made in Germany fast zu Auslandspreisen anbieten. Zu Coronazeiten konnten unsere großen Wettbewerber im Ausland aufgrund gestiegener Kosten und Lieferkettenproblemen nicht mehr liefern, weshalb viele Kunden zu uns gewechselt sind.“

Heute ist dentalnow ein deutschlandweit arbeitendes Dentallabor mit über 50 Mitarbeitern. Inzwischen hat das Unternehmen außer seinem Hauptsitz in Frankfurt auch eine Niederlassung in München und kann seine Kunden so auch dort vor Ort betreuen.

Qualität und Service

Spezialisiert ist dentalnow auf Zahnersatz wie Kronen und Brücken. „Die Entwicklung in diesem Bereich geht seit Jahrzehnten in Richtung metallfrei“, erläutert Emilian Bogdan. „Wir arbeiten seit Jahren mit Zirkon als metallfreiem Zahnersatz.“ Generell punktet dentalnow durch ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis, Schnelligkeit und einen Kundendienst, der von Kulanz und der Erfahrung der vier Servicemitarbeiterinnen – die allesamt vom Fach sind – geprägt ist. „Kulanz ist für uns selbstverständlich“, unterstreicht der Geschäftsführer. „Wir möchten, dass unsere Kunden zufrieden sind. Deshalb wird bei uns nicht viel diskutiert, sondern je nachdem einfach ausgetauscht oder angepasst.“

Auch hinsichtlich des Verhältnisses von Produktqualität und Preis hebt sich dentalnow deutlich vom Wettbewerb ab – ein weiterer Erfolgsfaktor, ist Emilian Bogdan überzeugt: „Wir haben ein wirklich hervorragendes und qualitativ hochwertiges Produkt, das der Markt verlangt und das wir schneller und wesentlich kostengünstiger als unsere Mitbewerber produzieren können“, bringt er es auf den Punkt. „Eine Krone beispielsweise fertigen wir von der Abzugnahme bis zum fertigen Produkt innerhalb von fünf Tagen an, auf besonderen Wunsch auch innerhalb von drei Tagen.“ Dabei liegen die Produkte preislich teilweise unter der Hälfte dessen, was Wettbewerber für ihre Produkte aufrufen.

Möglich wird das durch ein spezielles Verfahren, beschreibt der Geschäftsführer: „Es wird sehr viel monolithisch gearbeitet, das heißt der Rohling wird maschinell gepresst. Wir fertigen Multilayer mit drei bis fünf Schichten, um eine natürliche Transluzenz und damit eine hohe Ästhetik zu erreichen. Früher brauchte es außerordentlich begabte Zahntechniker, um denselben Effekt zu erzielen.“

Dennoch steckt in jedem einzelnen Teil sehr viel Handarbeit, was das Finish und die Anpassung betrifft. Designt werden die Produkte von Zahntechnikern digital am Computer und dann auf Fräsmaschinen bearbeitet. Das Unternehmen verfügt über sieben Fräsmaschinen, darunter eine größere für Implantate. „Wir haben einen Schwerpunkt auf Implantaten und können fast alle Implantatehersteller versorgen“, sagt Emilian Bogdan. „Die Teile fräsen wir selbst; auf der größeren Maschine können wir auch Titan und Kobaltchrom bearbeiten.“

Auf dem Weg zur Nummer 1

Die Aufgaben der beiden Geschäftsführer sind klar aufgeteilt: Andreas Berger ist als Zahntechnikermeister für die Labortechnik und Produktionsleitung verantwortlich, während Emilian Bogdan Marketing und Vertrieb übernimmt.

„Wir sind beide schon lange in der Branche tätig“, erzählt Emilian Bogdan. „Andreas Berger hat ein größeres Dentallabor in Berlin geleitet, bevor er als Laborleiter nach Frankfurt zu unserem Vorgängerunternehmen kam. Und ich selbst bin von Hause aus auch Zahntechniker – ich habe Zahntechnik in Stuttgart gelernt –, habe aber weniger im Labor gearbeitet, mich dafür aber schon früh für betriebswirtschaftliche Belange interessiert und deshalb noch Betriebswirtschaft studiert. Danach war ich für 16 Jahre weltweit im Exportgeschäft tätig, wo ich in Marketing und Vertrieb Erfahrung gesammelt habe, bevor ich für unser Vorgängerunternehmen wieder im Dentalbereich zu arbeiten begann und damit sozusagen zu meinen Wurzeln zurückkehrte.“

Dem Markt für Dentaltechnik stellt Emilian Bogdan eine positive Prognose aus, wobei er aber gleichzeitig den auch dort feststellbaren Fachkräftemangel beklagt: „Der Markt wächst, aber es gibt immer weniger kleine, regionale Labore – weil es immer weniger Zahntechniker gibt. Das spüren auch wir.“ Trotzdem hat der Geschäftsführer ein ehrgeiziges Ziel und ist sicher, es auch zu erreichen: „Wir wollen auf lange Sicht die Nummer 1 in Deutschland werden und mittelfristig mindestens unter die Top 3 kommen. Dafür arbeiten wir weiter an der Optimierung unserer Produktionsprozesse.“

dentalnow GmbH
Berner Straße 23
60437 Frankfurt am Main
Deutschland
+49 69 506005310
kundenservice(at)dentalnow.de
www.dentalnow.de

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Aktuellste news

Datensouveränität-as-a-Service für KRITIS - made in Germany

Datensouveränität-as-a-Service für KRITIS - made in Germany

Anhand eines realen Recovery-Falls zeigt der Vortrag, was cyberresiliente, souveräne Backups in der Praxis für kritische Infrastrukturen 2026 leisten müssen – jenseits von NIS2-Compliance-Tabellen und den typischen Herausforderungen, die sich…

IBM Storage Defender 2.2.0

IBM Storage Defender 2.2.0

Von der Vision zur operationalen Cyber Recovery – Strategien für resiliente IT-Infrastrukturen 2026…

Welches IT-Kooperationsmodell entlastet am wirksamsten?

Welches IT-Kooperationsmodell entlastet am wirksamsten?

Nicht nur die Wahl des richtigen IT-Partners ist entscheidend, sondern auch das Modell der Zusammenarbeit. Denn oft geht es längst nicht mehr nur darum, kurzzeitig zusätzliche Unterstützung hinzuzuholen oder das…

Aktuellste Interviews

Auf der Seite des Kunden

Interview mit Carmen Philippi, Geschäftsführung, Vorstand der Versteegen Assekuranz – Versicherungsmakler AG

Auf der Seite des Kunden

Versicherungen gelten als komplex, unpersönlich und oft schwer verständlich. Gerade Unternehmen benötigen jedoch Lösungen, die exakt zu ihren Risiken passen und im Schadenfall zuverlässig greifen. Die Versteegen Assekuranz – Versicherungsmakler…

Nahrhaft, schmackhaft, convenient

Interview mit Toma Marcinkeviciute, Geschäftsführerin

Nahrhaft, schmackhaft, convenient

Seit 2010 vertreibt die VG Handel GmbH die Produkte der litauischen VIČI-Gruppe in Deutschland. Insbesondere Surimi möchte das Unternehmen in nächster Zeit noch deutlich bekannter machen und als nahr- wie…

Mehr als das perfekte Schnitzel

Interview mit Peter Schulze, CEO der Gierlinger Holding GmbH

Mehr als das perfekte Schnitzel

Ob knusprig goldbraun aus der Pfanne oder klassisch mit einer Zitronenscheibe serviert: Das Schnitzel gehört seit Generationen zu den beliebtesten Gerichten der Gastronomie. Kaum eine Speisekarte kommt ohne diesen zeitlosen…

TOP