Auslandsgeschäfte: Mit Export neue Märkte erschließen

Exportgeschäfte

Vorbereitungen für die Exportgeschäfte

Unternehmen, die ihre Produkte im Ausland erfolgreich verkaufen wollen, sollten sich zunächst mal Gedanken machen, welche Zielmärkte dafür in Frage kommen. Dazu ist eine ausführliche Marktanalyse erforderlich, denn Faktoren wie die Wirtschaftslage, die Sprache und die Gesetze des jeweiligen Landes spielen natürlich eine Rolle dabei, ob sich die Produkte dort gut verkaufen lassen. Des Weiteren müssen die Unternehmer sich Gedanken über Ein- und Ausfuhrbeschränkungen, Zollbestimmungen und allgemeine Vorgaben machen: Der Export von Lebensmitteln in andere Länder ist zum Beispiel meist weitaus schwieriger als die Ausfuhr von Büroartikeln. Um eine nähere Betrachtung der rechtlichen Bestimmungen im Zielland kommen Unternehmer ohnehin nicht herum, denn auch beim Schließen von Verträgen mit Vertriebspartnern sind diese wichtig. Wer zunächst Geschäftspartner finden will, die den Vertrieb im Zielland organisieren, kann sich dabei u.a. an die IHK und die Deutschen Außenhandelskammern wenden.

Marketing im Ausland

Andere Länder, andere Sitten: Deswegen lassen sich hierzulande bewährte Marketingkampagnen oft nicht genauso übernehmen. Wer seine Produkte im Ausland erfolgreich verkaufen will, muss zumindest die Sprache der Menschen vor Ort sprechen und am besten deren Mentalität verstehen, um maßgeschneiderte Werbung kreieren zu können. Eventuell lohnt sich die Beauftragung einer Werbeagentur im Zielland. Auf jeden Fall müssen Unternehmen, die exportieren wollen, ihre Informationsmaterialien für Kunden und Geschäftspartner wie Broschüren, Kataloge, AGB sowie Betriebs- und Bedienungsanleitungen zumindest in englischer Sprache anbieten. Optimal wäre es, diese Papiere in die Sprache des Ziellandes übersetzen zu lassen. Ein Übersetzungsbüro liefert diesbezüglich erstklassige Ergebnisse, mit denen Unternehmen überzeugend und kundenfreundlich im Ausland auftreten. Auch wenn Sie lediglich über große Plattformen oder Ihre Webseite Produkte im Ausland anbieten, sollten die dazugehörigen Texte wie die Produktbeschreibungen sprachlich korrekt sein. Schlecht übersetzte Texte wirken auf potentielle Kunden eher abschreckend.

Geschäftstermine im Ausland

Wer im Ausland richtig durchstarten will, muss natürlich auch gelegentlich vor Ort präsent sein, um sicherzustellen, dass hier alles nach Plan läuft. Geschäftstermine im Ausland mit Vertriebspartnern und Investoren sollten jedoch gut vorbereitet werden – schon so manches lukrative Geschäft ist gescheitert, weil Unternehmer allzu unbedarft an solche Termine herangegangen und durch unangemessene Verhaltensweisen negativ aufgefallen sind. Es ist ein Zeichen des Respekts, dass man sich über die Gepflogenheiten und Sitten informiert, die es in dem jeweiligen Land gibt, wenn man dort Geschäftstermine wahrnimmt. Unternehmer sollten wissen, welche Kleidung bei Geschäftstreffen angemessen ist und welche nicht, wie man sich passend begrüßt und welche Gesprächsthemen besser vermieden werden sollten. Auf Geschäftsessen sollte man sich gesondert vorbereiten und die entsprechenden Tischregeln im Zielland kennen.

Kosten für Exportgeschäfte

Je nach Art des Betriebs bzw. der Waren, die im Ausland angeboten werden, entstehen beim Export verschiedene Kostenpunkte. Da sind zunächst die Transportkosten, die auch alle Händler betreffen, die einfach ihre Waren über große Plattformen ins Ausland verkaufen wollen. Die Transportkosten kann man natürlich auf die Kunden umlegen, allerdings sollte man sich dann vorab fragen, ob die Waren nicht dadurch für die Kunden im Zielland zu teuer werden. Gewerbegebühren fallen nur an, wenn Unternehmen auch im Zielland ein Gewerbe anmelden müssen – in den meisten Ländern reicht das deutsche Gewerbe. Allerdings kann es bei Auslandsgeschäften steuerliche Besonderheiten geben – hier empfiehlt sich vorab die Nachfrage bei einem Steuerberater. Wer im großen Stil ins Ausland exportieren will, muss dort früher oder später Lager eröffnen und Personal beschäftigen. Des Weiteren entstehen Kosten für Dienstleister wie Unternehmensberater und Übersetzungsbüros. Auch die Reisekosten für Geschäftstermine vor Ort sind zu beachten.

Förderungen für Auslandsgeschäfte

Unternehmen, die im größeren Stil ins Ausland exportieren wollen, sollten sich über entsprechende Förderprogramme informieren. Die Kredite für Exportgeschäfte der Ausfuhrkredit-Gesellschaft (AKA) und das Markterschließungsprogramm für kleine und mittlere Unternehmen vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle können zum Beispiel beim Exportgeschäft sehr hilfreich sein. Darüber hinaus gibt es weitere Förderprogramme sowie Beratungsangebote für Unternehmen, die im Ausland durchstarten wollen.

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