3G am Arbeitsplatz - Dies sollten Arbeitgeber beim Schnelltest Kauf beachten

Betriebe sollten Antigen-Schnelltests auf Vorrat kaufen

Die Nachfrage nach Corona-Tests hält stetig an. Da der Bundesgesundheitsminister Lauterbach eine fünfte Corona-Welle nicht ausschließt, sollten sich auch Unternehmen mit der richtigen Corona-Schutzausrüstung ausstatten.

Hochwertige Antigen-Schnelltests werden auf der Webseite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ausgewiesen. Auch eine Freigabe durch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) spricht für die hohe Qualität eines Antigen-Schnelltests.

Arbeitgeber müssen sämtliche 3G-Nachweise von den Mitarbeitern einfordern

Die 3G-Regel wirft viele Fragen für Arbeitgeber auf, denen wir uns im Folgenden widmen möchten. Im Fokus des 3G-Modells steht der G-Status aller Beschäftigten eines Unternehmens. Dies bedeutet, dass sowohl der Arbeitgeber als auch die Mitarbeiter entweder genesen, geimpft oder negativ getestet sein müssen. Der Arbeitgeber muss demnach aktiv werden und von jedem Mitarbeiter einen entsprechenden Nachweis verlangen.

Die Regelungen für das 3G-Modell am Arbeitsplatz sind im Infektionsschutzgesetz (IfSG), Paragraph 28b Absatz 1 verankert. Sowohl bei Geimpften als auch bei Genesenen genügt es, wenn der G-Status einmalig geprüft wird. Alle Beschäftigten, die keinen Impf- und Genesenen-Nachweis besitzen, müssen dem Arbeitgeber täglich einen negativen Corona-Test vorzeigen. An dieser Stelle greift das Auskunftsrecht für den Arbeitgeber sowie auch die Pflicht, alle Nachweise sauber zu verwahren. Die Kontrolle muss noch vor der Betriebsstätte erfolgen. Viele Unternehmen setzen mittlerweile auf erfahrenes Sicherheitspersonal, um die eigenen Kapazitäten zu schonen.

Quelle: https://source-medical.de/collections/covid-19-schnelltests

Unternehmen müssen zwei Testungen pro Woche anbieten

Damit der Arbeitnehmer seiner Testpflicht vollends nachkommen kann, gilt es, einige Besonderheiten zu beachten. Während ein PCR-Test ganze 48 Stunden alt sein darf, gilt für einen Corona-Schnell-Test eine verkürzte Zeitspanne von 24 Stunden. Zusätzlich sieht die Arbeitsschutzverordnung, Paragraph 4 SARS-CoV-2 vor, dass pro Woche zwei Testungen kostenfrei von dem Arbeitgeber gestellt werden müssen. Die Mitarbeiter können dieses Angebot nach eigenem Bedarf wahrnehmen. Sofern die Testung in dem Betrieb erfolgt, muss eine weitere Aufsichtsperson anwesend sein. Alternativ können die Testungen auch beim Arzt oder in einem Testzentrum vorgenommen werden.

Diese Rechte haben Arbeitgeber bei einem fehlenden 3G-Nachweis

Grundsätzlich wird die Zeit für die Testung nicht als Arbeitszeit gewertet und muss daher nicht von dem Arbeitgeber vergütet werden. Auch die Kontrollen der G-Nachweise gehören nicht zur Arbeitszeit. Sofern ein Mitarbeiter einen Impf- oder Genesenen-Nachweis beschaffen muss, fällt dies ebenfalls nicht in die Arbeitszeit.

Weiterhin ist die Nachweis- und Testpflicht gesetzlich vorgeschrieben, sodass eine Zuwiderhandlung arbeitsrechtliche Folgen für den Beschäftigten hat. Sofern der Arbeitnehmer die Testung verweigert oder keine Nachweise vorlegen möchte, darf er ohne Vergütung freigestellt werden. Schließlich ist ein Zutritt zu den Arbeitsstätten ohne G-Nachweis nicht zulässig. Natürlich muss außerdem geprüft werden, ob die Tätigkeit nicht auch im Homeoffice ausgeübt werden kann. Im Zweifel hat der Arbeitgeber das Recht, den Arbeitnehmer abzumahnen sowie sogar eine Kündigung auszusprechen.

Fazit: Regelmäßige Testungen spielen auch künftig eine wichtige Rolle

Die 3G-Regel spielt eine entscheidende Rolle bei der Eindämmung der Corona-Pandemie und sollte dementsprechend auch korrekt umgesetzt werden. Damit sowohl Mitarbeitern als auch Kunden ausreichend Tests bereitgestellt werden können, sollten Unternehmen keine Zeit verstreichen lassen. Schließlich sollten Betriebe auch während der Pandemie so gut wie möglich wirtschaften können.

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Aktuellste news

Lieferfähigkeit als Verkaufsargument: Ersatzteillogistik im Vertriebsalltag

Lieferfähigkeit als Verkaufsargument: Ersatzteillogistik im Vertriebsalltag

Wer im industriellen Mittelstand verkauft, konkurriert längst nicht mehr nur über Produkt und Preis. Immer häufiger entscheidet die Frage, wie schnell ein Lieferant reagiert, wenn beim Kunden eine Maschine stillsteht.…

Der digitale Zwilling wird lebendig, wie KI biologische Daten umgebungsbewusst macht

Der digitale Zwilling wird lebendig, wie KI biologische Daten umgebungsbewusst macht

Ein spannendes Konzept der Entwickler Pavlo Tkachenko und Stijn Spanhove hat sich zur Aufgabe gemacht, biologisch-medizinische Systeme als digitalen Zwilling abzubilden und in einer räumlichen Simulation, über eine Augmented-Reality-Brille, vor…

Humanoide Roboter in Service und Haushalt im Reality Check

Humanoide Roboter in Service und Haushalt im Reality Check

Bisher kannten die meisten Menschen humanoide Roboter vor allem aus Werbevideos, in denen makellose Maschinen scheinbar mühelos Wäsche falten oder Kaffee servieren. Auf der IFA 2026 in Berlin bestellte unser…

Aktuellste Interviews

Lernen, das zum Leben passt

Interview mit Robin Marsch, Chief Commercial Officer der velpTech GmbH

Lernen, das zum Leben passt

Weiterbildung nach dem Gleichschrittprinzip? Für velpTEC greift das zu kurz. Der Bildungsanbieter setzt auf individuelle Lernwege, Praxisnähe und persönliche Begleitung. Chief Commercial Officer Robin Marsch sieht darin mehr als ein…

Großprojekte mit Substanz

Interview mit Özgür Gezer, Geschäftsführender Gesellschafter der Gezer Unternehmensgruppe

Großprojekte mit Substanz

Vom ersten Sanierungsprojekt bis zur breit aufgestellten Unternehmensgruppe: Die Gezer Vermögensverwaltung GmbH vereint Hochbau, Projektentwicklung, schlüsselfertiges Bauen und Immobilienvermittlung unter einem Dach. Der geschäftsführende Gesellschafter Özgür Gezer spricht über seinen…

Prozesse für die Märkte von morgen

Interview mit Markus Mohr, Geschäftsführer der IPCO Germany GmbH

Prozesse für die Märkte von morgen

Ob Schokolade, Wäscheparfüm, Chemikalien, Batterietechnik oder Recycling: Mit seinen Anlagen macht IPCO unterschiedlichste Produkte industriell verarbeitbar. Am Standort Fellbach verbindet das Unternehmen jahrzehntelange Erfahrung in der Stahlband- und Prozesstechnik mit…

TOP