„Die menschliche Gesundheit ist das höchste Gut!“

Interview mit Jörn Seel, Unternehmer der mediCAD GmbH

Seit gut 25 Jahren entwickelt die mediCAD GmbH innovative Softwarelösungen für die medizinische Bildgebung und OP-Planung. Was einst mit manuellen Verfahren begann, ist heute dank digitaler Technologien präziser und effizienter als je zuvor. „Heute ist die digitale OP-Planung Standard, und wir sind stolz darauf, diesen Wandel aktiv mitgestaltet zu haben“, sagt Jörn Seel. Die Software von mediCAD ermöglicht Ärzten eine exakte Planung chirurgischer Eingriffe, was zu besseren Behandlungsergebnissen und höherer Patientensicherheit führt.

Exzellenz durch moderne Technologien: Die Rolle von 3D und KI

mediCAD setzt auf modernste Technologien, um die medizinische Planung zu optimieren. 3D-Modelle ermöglichen schon heute eine sehr genaue Analyse von Patientenbildern und auch neue Technologien wie künstliche Intelligenz werden zunehmend Einfluss auf die Bildgebung nehmen, ist sich Jörn Seel sicher: „Es werden sich so Massendaten noch höherer Qualität generieren lassen, etwa in Form des gesammelten Know-hows von Ärzten, das diese über Jahrzehnte in der OP-Planung gewonnen haben. Dadurch können Ärzte in kürzerer Zeit und sehr viel präziser planen. Das bedeutet nicht nur eine erhebliche Zeitersparnis, sondern trägt auch entscheidend zur Qualitätssteigerung bei.“ 

Unternehmertum: Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen

Eine wesentliche Grundlage für den Unternehmenserfolg sieht Jörn Seel nicht zuletzt auch im Festhalten an Überzeugungen und Ideen: „Erfolg bedeutet, an Ideen festzuhalten, sie weiterzuentwickeln und langfristig zu investieren. Personal- und Kapitalbeschaffung sind entscheidend, aber noch wichtiger ist Beharrlichkeit. Unternehmertum heißt Durchhaltevermögen.“ Mit dieser Einstellung ist mediCAD schon oft gut gefahren. So hat es beispielsweise drei Jahre gedauert, die Zulassung für den chinesischen Markt zu erhalten. „Die regulatorischen Hürden waren enorm, doch wir haben bewiesen, dass wir international bestehen können“, so Jörn Seel. „Diese Ausdauer hat sich für uns ausgezahlt.“

Mitarbeiter: Das A und O

Fachkräfte zu gewinnen ist auch für mediCAD eine Herausforderung, der sich das Unternehmen stetig stellt: „Entscheidend ist, talentierte Mitarbeiter auszubilden, sie für ihre Aufgaben zu begeistern und langfristig an das Unternehmen zu binden“, sagt der Geschäftsführer. „Wichtig ist dabei, das die Motivation der Mitarbeiter für die Arbeit auch von innen kommt. Gezielte Ausbildung und Förderung sowie eine wertschätzende Unternehmenskultur sind deshalb essenziell.“

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Mehr zum Thema

"Reichweite ist gut – aber Wirkung entscheidet"

Interview mit Alexander von Tiele-Winckler, Mitglied der Geschäftsführenden Gesellschafter im BLU agency network association e.V.

"Reichweite ist gut – aber Wirkung entscheidet"

Der Weg vom klassischen Promotionsgeschäft zum vernetzten Agenturmodell erzählt viel über die Dynamik moderner Märkte. Alexander von Tiele-Winckler spricht über Wachstum, Wandel und die Kraft persönlicher Begegnung. Ein Gespräch über…

Logistik, die begeistert

Interview mit Alexander Hewel, Geschäftsführer der KELLERGROUP

Logistik, die begeistert

Hidden Champion, Logistik-Versteher, Familienunternehmen: Für die ­KELLERGROUP aus Ditzingen gibt es viele Umschreibungen. Das Unternehmen selbst sieht sich vor allem als inhabergeführtes, mittelständisches Familienunternehmen aus Baden-Württemberg, das nah am Kunden…

Hightech-Medizin, die Hoffnung macht

Interview mit Ciril Faia, CEO Curium International

Hightech-Medizin, die Hoffnung macht

Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern. Laut Robert-Koch-Institut erkranken in Deutschland jährlich knapp 80.000 Männer neu daran. Bei einer Früherkennung sind die Heilungschancen sehr gut. In Deutschland hat Curium…

Spannendes aus der Region Landkreis Landshut

Mit Herz, Hand und Haltung

Interview mit Jochen Saacke, Geschäftsführer der Höhenberger Biokiste GmbH

Mit Herz, Hand und Haltung

Immer mehr Menschen legen Wert auf gesunde Ernährung, Nachhaltigkeit und Regionalität – gleichzeitig soll der Einkauf möglichst bequem sein. Biokisten verbinden diese Ansprüche: Frisches Obst, Gemüse und viele weitere Bio-Produkte…

Wo Handwerk auf Hightech trifft

Interview mit Holger Klimaschewski, Geschäftsführer der HASENKOPF Industrie Manufaktur GmbH

Wo Handwerk auf Hightech trifft

In einer Zeit, in der industrielle Massenproduktion dominiert, stechen Unternehmen hervor, die handwerkliches Können mit modernster Technologie verbinden. Die HASENKOPF Industrie Manufaktur GmbH zeigt eindrucksvoll, wie sich maßgeschneiderte Lösungen, Innovation…

Wärme aus und für die Region

Interview mit Thomas Kronberger, Geschäftsführer der ESW Energiesparwerk GmbH & Co. Biotherme Altötting KG

Wärme aus und für die Region

1995 schien eine einheitliche Wärmeversorgung mit Biomasse noch fast verrückt. Drei Jahrzehnte später zeigt sich: Die Gründer der ESW Energiesparwerk GmbH & Co. Biothermie Altötting KG hatten den richtigen Riecher.…

Das könnte Sie auch interessieren

Das einfache (und doch nicht triviale) Produktivitätstool

Interview mit PD Dr. Peter Kuhlang, Geschäftsführer der MTM SOLUTIONS GmbH

Das einfache (und doch nicht triviale) Produktivitätstool

Das MTM-Verfahren, das auf der zentralen Größe Leistung, also Arbeit pro Zeiteinheit basiert, findet in der Industrie weite Verbreitung. Seine Umsetzung ist im Detail jedoch nicht trivial. Die MTM SOLUTIONS…

Im Tausendstel zu Hause

Interview mit Tobias Wild, Geschäftsführer der WILD & KÜPFER AG

Im Tausendstel zu Hause

Hochpräzision im Tausendstel-Millimeter-Bereich, Reinräume für Medizintechnik und Pharma, selbstfahrende Transportfahrzeuge in der Produktion: Die Wild & Küpfer AG aus Schmerikon ist kein typischer Kunststoffverarbeiter. Das Schweizer Familienunternehmen hat sich konsequent…

Hightech-Medizin, die Hoffnung macht

Interview mit Ciril Faia, CEO Curium International

Hightech-Medizin, die Hoffnung macht

Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern. Laut Robert-Koch-Institut erkranken in Deutschland jährlich knapp 80.000 Männer neu daran. Bei einer Früherkennung sind die Heilungschancen sehr gut. In Deutschland hat Curium…

TOP