Alles hervorragend bedacht

Interview mit André Werder, Geschäftsführer der Werder Bedachungen GmbH

Das Unternehmen aus der Oberlausitz hat es immer wieder geschafft, seine Kunden mit einer professionellen Umsetzung der Projekte zu überzeugen. Im Laufe der Jahre ist die Werder Bedachungen GmbH an ihren Herausforderungen gewachsen und zu dem Ansprechpartner für Spezialprojekte mit einem hohen Qualitätsanspruch geworden.

Unternehmer aus Leidenschaft

Der Betrieb wurde von André Werder im Jahr 1998 gegründet. Von einer kleinen Firma mit zwei Angestellten hat er die Werder Bedachungen GmbH zu einem Unternehmen mit 180 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 20 Millionen EUR entwickelt.

„Man muss seinen Job mit Leidenschaft machen und das tue ich“, erläutert er seine Motivation. „Ich habe keinen Beruf, ich lebe das, was ich mache mit Liebe und Leidenschaft.“ Ein Meilenstein in der Firmengeschichte war das Projekt für den Flughafen in Berlin, wo es um die Bedachung eines Terminals und des Piers ging. Dafür hat das Unternehmen 1,3 Millionen EUR in neue Anlagen investiert, um den Anforderungen dieses Projektes gerecht werden zu können. Doch die Investitionen haben sich gelohnt, denn zahlreiche weitere Aufträge folgten.

„Ich habe keinen Beruf, ich lebe das, was ich mache mit Liebe und Leidenschaft.“ André WerderGeschäftsführer
André Werder

Vom Flughafen zum Stadiondach

Am Flughafen Frankfurt am Main hat die Werder Bedachungen GmbH die Sanierung des Daches von Terminal II übernommen und rund 24.000 m² Stahldach demontiert und wieder neu montiert. Eine große Herausforderung dabei war auch die Logistik, da die Sanierung während des laufenden Betriebs erfolgte.

Zu den letzten Projekten gehört der BND Neubau in Berlin. Der Konzern hatte sich für ein Gründach entschieden, das von André Werder und seinem Team in sehr hochwertiger Qualität umgesetzt wurde. „Wir sind unkompliziert und bieten unseren Kunden Lösungen und keine Probleme“, so der Geschäftsführer. „Viele Planer arbeiten gerne mit uns zusammen und wissen es zu schätzen, dass wir sehr viele Gewerbe unter einem Dach vereinen.“

Das Unternehmen hat auch Hochsicherheitsobjekte realisiert, wie zum Beispiel den Bau von Dachkonstruktionen für den Bundesnachrichtendienst in Berlin. Darüber hinaus finden sich außerdem Stadien auf der Referenzliste, unter anderem das neue Stadiondach für Dynamo Dresden oder den FC Erzgebirge Aue.

Chancen nutzen

Mit der Vielzahl an Projekten ist das Leistungsspektrum der Werder Bedachungen GmbH kontinuierlich gestiegen. „Im Prinzip liefern wir alles, was man aufs Dach legen kann“, sagt André Werder. „Wir sind in unserer Aufstellung und der Tatsache, dass wir alles aus einer Hand anbieten können, in unserem Segment einzigartig.“

Das Unternehmen übernimmt die Planung und Realisierung von Metalldächern, Flachdächern, Gründächern, Steildächern und Fassaden. Von leichten Stahlbauarbeiten über die komplette Blechverarbeitung realisiert der Betrieb alles inhouse und baut seine Kompetenz auf diesem Gebiet immer weiter aus.

„Wir haben vor kurzem ein neues Blechbearbeitungszentrum bei der Firma Trumpf bestellt und bekommen außerdem noch ein neues Laser-Schweiß-Zentrum“, bemerkt der Geschäftsführer. „Wir wollen uns trotz Corona weiterentwickeln. Jede Krise hat eine Chance. Corona heißt für uns nicht, still zustehen, sondern wir bewegen uns weiter. Ich verlasse mich auf mein Bauchgefühl, der Markt wird neu gemischt.“

Einsatz für die Mitarbeiter

Einen bedeutenden Anteil an der positiven Entwicklung der Werder Bedachungen GmbH haben vor allem die Mitarbeiter, die täglich auf den Baustellen für das Unternehmen im Einsatz sind. Mittlerweile ist der Betrieb bundesweit aktiv, so dass die Beschäftigten viel Zeit auf Montage verbringen. Um ihnen diese Zeit angenehmer zu gestalten hat André Werder für sein Team eine gehobene Villa mit 35 Betten in München gekauft.

„Wir sind unkompliziert und bieten unseren Kunden Lösungen und keine Probleme.“ André WerderGeschäftsführer
André Werder

„Unsere Monteure, die dort ständig vor Ort sind, haben dort ihr eigenes Bett, das macht die Zeit für sie deutlich angenehmer“, so der Geschäftsführer. „Als Unternehmen sind wir derzeit super aufgestellt, deshalb denke ich aktuell weniger an Umsatzwachstum, sondern möchte noch mehr für unsere Mitarbeiter tun. Sie bekommen zum Beispiel Tankgutscheine, eine Betriebsrente und weitere Zuschüsse zum Lohn. Darüber hinaus bin ich mit meinem zweiten Geschäftsführer Marcel Ludwig auf der Suche nach einem Grundstück auf Usedom. Dort wollen wir für unsere Mitarbeiter ein Feriendorf bauen.“

Mit diesem Investitionen in neue Anlagen aber auch in zufriedene Mitarbeiter ist die Werder Bedachungen GmbH bestens für die zukünftigen Herausforderungen gerüstet.

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Mehr zum Thema Bau

Modulbau statt Massivbau

Interview mit Stefan Stein, Geschäftsführer der Portakabin Mobilraum GmbH und der Portakabin Produktions GmbH

Modulbau statt Massivbau

Vom Baucontainer zum nachhaltigen Gebäude: Die Portakabin Mobilraum GmbH wandelt sich vom klassischen Vermieter temporärer Baulösungen zum innovativen Anbieter modularer Architektur. Mit 135 Mitarbeitern an sieben deutschen Standorten und einer…

„Digitalisierung im Bau voranbringen“

Interview mit Frank Wittig, Geschäftsführer der Euro Massiv Bau GmbH

„Digitalisierung im Bau voranbringen“

Wer baut, wünscht sich ein genau auf ihn zugeschnittenes Eigenheim. Die Euro Massiv Bau GmbH mit Sitz in Duisburg ist spezialisiert auf individuell geplante, schlüsselfertige Einfamilienhäuser. Im Gespräch mit Wirtschaftsforum…

Asphalt mit Augenmaß

Interview mit Mathias Glemser, Technischer Leiter der Gerst & Juchem Asphaltbau GmbH & Co.KG

Asphalt mit Augenmaß

In der Südpfalz ist Gerst & Juchem Asphaltbau der letzte Kleine in einem von Konzernen dominierten Markt. Das Unternehmen aus Edenkoben vereint Asphaltproduktion und -verarbeitung unter einem Dach und bedient…

Spannendes aus der Region Landkreis Görlitz

Zug um Zug

Interview mit Stefan Kirsch, Vertriebs- und Marketingleiter der CE cideon engineering GmbH & Co. KG

Zug um Zug

Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Um gut ans Ziel zu kommen, ist es aber nicht verkehrt, auch einen cleveren Plan für alle weiteren zu haben. Bei…

Ein Blick hinter die Fassade

Interview mit Matthias Schur, Geschäftsführer der Siegfried Schur Baubetrieb GmbH

Ein Blick hinter die Fassade

Wie in vielen Teilen Deutschlands steht auch die Baubranche in Sachsen vor erheblichen Herausforderungen. Lange war sie Motor der Konjunktur, jetzt wird sie durch hohe Zinsen, steigende Material- und Energiekosten…

Mit Sanierung gegen Leerstand

Interview mit Anja Eckmann, Geschäftsführerin der Wohnungsverwaltung und Bau GmbH Löbau

Mit Sanierung gegen Leerstand

Während andernorts Wohnungsmangel herrscht, leidet die Stadt Löbau im Landkreis Görlitz unter Leerstand. Die Wohnungsverwaltung und Bau GmbH Löbau, einer der größten Vermieter im Ort, hat sich zum Ziel gesetzt,…

Das könnte Sie auch interessieren

Vom Werk zur Baustelle in Rekordzeit

Interview mit DI (FH) Michael Schranz, Geschäftsführer und Günther Greistorfer, Prokurist der G.V. Haustechnik – Montage und Service GmbH

Vom Werk zur Baustelle in Rekordzeit

Effizienz, Qualität und Nachhaltigkeit – drei Schlagworte, die bei der G.V. Haustechnik – Montage und Service GmbH keine leeren Versprechen sind, sondern gelebte Praxis. Als jüngstes Mitglied der Handler Gruppe…

Wenn Standard nicht reicht

Interview mit Hubert Romoth, Geschäftsführer der TTS Transport- und Trennwandsysteme GmbH

Wenn Standard nicht reicht

Ob in Logistikzentren, Fertigungshallen oder der Automobilindustrie – Schutz- und Trennwandsysteme sind unverzichtbar für Sicherheit und Effizienz. Die TTS Transport- und Trennwandsysteme GmbH aus Werther setzt dabei seit 30 Jahren…

„Mich interessieren nur Bauaufgaben mit gesellschaftlicher Relevanz!“

Interview mit Jan Hinnerk Meyer, Geschäftsführer der Meyer Architekten GmbH

„Mich interessieren nur Bauaufgaben mit gesellschaftlicher Relevanz!“

Seit vielen Jahrzehnten bringt sich die Meyer Architekten GmbH aus Düsseldorf in die Errichtung von Laborgebäuden, Bildungseinrichtungen und Kulturstätten ein. Inhaber Jan Hinnerk Meyer könnte sich keinen anderen Wirkungskreis vorstellen…

TOP