Werkstätten im Takt der Technik

Interview mit Nicole Wolter, Geschäftsführerin und Andreas Wittig, Head of Product Portfolio Management der WABCOWÜRTH­ Workshop ServicesGmbH

Steigende technische Komplexität, neue gesetzliche Vorgaben und alternative Antriebe verändern den Nutzfahrzeugmarkt spürbar. Werkstätten stehen vor der Herausforderung, unterschiedlichste Fahrzeuge effizient zu warten und zu reparieren. Hier zeigt sich die besondere Stärke von WABCOWÜRTH Workshop Services. Das 2010 gegründete Joint Venture hat sich von einer regional geprägten Einheit zu einem international tätigen Anbieter für Diagnose- und Servicelösungen entwickelt.

Starke Basis

Als zentraler Erfolgsfaktor hat sich die Verbindung von Mehrmarkendiagnose und herstellerspezifischem Know-how erwiesen. „Die Gründung als Joint Venture ist an sich schon erwähnenswert“, betont Geschäftsführerin Nicole Wolter. „Unser Ziel war, beide Welten zu vereinen und Werkstätten echten Mehrwert zu bieten.“ So wurde das Portfolio kontinuierlich erweitert – etwa um Lösungen für Klimaservice und Fahrerassistenzsysteme. Heute ist WABCOWÜRTH in rund 30 europäischen Ländern aktiv.

Einfacher arbeiten

Im Zentrum stehen Diagnose- und Servicelösungen für Transporter, Lkw, Busse und Trailer, deren Leistungsfähigkeit maßgeblich auf Software basiert. „Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, so einfach wie möglich zu sein, damit unser Produkt dem Kunden die Komplexität abnimmt“, sagt An­dreas Wittig, verantwortlich für das Product Portfolio Management. WABCOWÜRTH versteht sich als ganzheitlicher Partner – mit Vertrieb, technischem Support und enger Begleitung über den gesamten Nutzungszyklus hinweg. Ziel ist es, die steigende technische Komplexität für Werkstätten spürbar zu reduzieren und Prozesse effizienter zu gestalten.

Stabiler Markt

Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten profitiert WABCOWÜRTH von seiner Position im Aftermarket. Fahrzeuge bleiben länger im Einsatz, Wartung und Reparatur gewinnen an Bedeutung. Entsprechend stabil entwickelt sich das Geschäft, auch wenn der Preisdruck – insbesondere in internationalen Märkten – zunimmt.

Klare Zukunft

Für die kommenden Jahre sieht das Unternehmen weiteres Wachstumspotenzial – vor allem in Europa sowie durch Trends wie E-Mobilität, Fahrerassistenzsysteme und Cyber Security. „Wir entwickeln unsere Lösungen gemeinsam mit unseren Kunden und wachsen mit ihnen“, betont Nicole Wolter. Auch angesichts steigender Anforderungen an sichere Fahrzeugzugriffe gilt dabei ein klarer Grundsatz: „Der Kunde steht immer im Mittelpunkt.“

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Mehr zum Thema Automobil & Fahrzeugbau

Vier Säulen, ein Fundament

Interview mit Boris Wehner, Geschäftsführer der Wehner Metalltechnik GmbH & Co. KG

Vier Säulen, ein Fundament

Wenn auf Straßen Öl ausläuft, rücken Spezialmaschinen aus. Sie kommen nicht selten aus dem Hause Wehner Metalltechnik. Was als Kfz-Betrieb begann, hat sich über Jahrzehnte zu einem vielseitigen Metallverarbeitungsunternehmen entwickelt,…

Oberflächen mit Tiefgang

Interview mit Omid Armaghan, Geschäftsführer der Tecnofirma GmbH

Oberflächen mit Tiefgang

Die Automobilindustrie steht angesichts globaler Krisen, steigender Kosten und technologischer Umbrüche unter Druck. In diesem herausfordernden Umfeld gewinnt Automation zunehmend an Bedeutung. Der gezielte Einsatz automatisierter Systeme kann dabei helfen,…

„Ein Apartment auf Rädern“

Interview mit Franz Wieth, Geschäftsführer der PROTEC GmbH & Co. KG

„Ein Apartment auf Rädern“

Wer im Wohnmobil unterwegs ist, kennt das Dilemma: Entweder man fährt ein kompaktes, wendiges Fahrzeug und verzichtet auf Platz – oder man wählt den Luxusliner in Omnibusgröße, der in jeder…

Spannendes aus der Region Hohenlohekreis

Digitaler Wandel  im Schrotthandel

Interview mit Jakub Bruch, Management der Bruch & Söhne GmbH & Co. KG

Digitaler Wandel im Schrotthandel

Jakub Bruch trat eher unverhofft in 4. Generation in sein Familienunternehmen Bruch & Söhne ein, das vornehmlich sein Vater als produzierenden Schrott- und Metallgroßhandel mit eigenem Hafenumschlagplatz positionieren konnte. Mit…

Bauteile, die den Unterschied spürbar machen

Interview mit Philipp Bentzinger, geschäftsführender Gesellschafter der H+E Gruppe

Bauteile, die den Unterschied spürbar machen

Die Automobilindustrie befindet sich im größten Wandel ihrer Geschichte. Neue Antriebskonzepte, kürzere Modellzyklen und der steigende Stellenwert des Innenraums fordern Zulieferer heraus, flexibel und innovativ zu agieren. Die H+E Gruppe…

Mut statt Stillstand:  Wie AKO in der Krise wächst

Interview mit Daniel Vogel, Geschäftsführer der AKO - KUNSTSTOFFE ALFRED KOLB GmbH

Mut statt Stillstand: Wie AKO in der Krise wächst

Während viele Unternehmen in der Krise den Rotstift ansetzen, investiert AKO Kunststoffe aus Hoffenheim antizyklisch in Anlagen im Millionenbereich. Das Familienunternehmen, das 1956 mit Bakelit-Knöpfen für Traktoren startete, will mit…

Das könnte Sie auch interessieren

Garantie mit System

Interview mit Rainer Doerr, Geschäftsführer der mobile GARANTIE Deutschland GmbH

Garantie mit System

Steigende Reparaturkosten, neue Antriebstechnologien und wachsende Dokumentationspflichten verändern den Fahrzeugmarkt – und damit auch die Anforderungen an Garantielösungen. Händler und Flottenbetreiber brauchen Angebote, die verständlich sind, schnell greifen und wirtschaftlich…

Bereit für atemberaubende Reisen

Interview mit Sandra Tüter, Geschäftsführeri der SOMA Caravaning Center Bremen GmbH

Bereit für atemberaubende Reisen

Das SOMA Caravaning Center Bremen hat sich in den letzten Jahren vom reinen Händler von Campern und Reisemobilen zum ganzheitlichen Partner seiner Kunden weiterentwickelt und bietet in diesem Zuge inzwischen…

Renaissance der Ingenieurskunst – vom Entscheiden statt Reagieren

Interview mit Suwi Murugathas, Geschäftsführer der newboxes GmbH

Renaissance der Ingenieurskunst – vom Entscheiden statt Reagieren

Die deutsche Industrie steckt im Wandel – Lieferketten stocken, Regularien explodieren, KI verändert alles. Wer in dieser Gemengelage nicht nur berät, sondern wirklich mitgestaltet, braucht mehr als Methodenkompetenz. Die newboxes…

TOP