Aus Milch das Beste machen

Interview mit Georg Dückinghaus, Geschäftsführer der Trubatec GmbH

Geschäftsführer Georg Dückinghaus geht es in Russland nicht nur darum, gute Geschäfte zu machen. Er ist auch ein großer Freund der Menschen in diesem Land. Deshalb ist es ihm ein besonderes Bedürfnis, das bisweilen schlechte Bild der Russen hierzulande geradezurücken.

„Es macht enorm viel Spaß, mit diesen Menschen zu arbeiten. Sie sind herzlich, aufgeschlossen und offen, von uns zu lernen“, so seine Erfahrung. Er muss es wissen, denn das Land ist neben Kasachstan und Usbekistan das Hauptgeschäftsgebiet seines Unternehmens, das ausschließlich im Ausland aktiv ist.

Molkereien und die vielen größeren Bauernhöfe mit eigener Molkerei sind es, die auf Anlagenbau ‘Made in Germany’ setzen. Die einzelnen Komponenten bezieht Trubatec überwiegend aus Deutschland, denn deutsche Qualität wird in diesen Ländern sehr geschätzt.

Neben der Planung von A bis Z, dem Aufbau und der Inbetriebnahme kümmert sich der Anlagenbauer aus dem Münsterland auch um die Schulung der Mitarbeiter vor Ort. Die Anlagen von Trubatec sind in der Lage, 10.000 bis 500.000 l und mehr täglich zu verarbeiten.

Während in großen Betrieben die Verpackung eine gesonderte Einheit bildet, wird dieser Vorgang in kleinere Anlagen integriert – ein wichtiges Element, da es besondere Anforderungen an die Hygiene und den Schutz des Produkts stellt.

Hoffen auf Besserung 

Seit 1931 ist das 15-köpfige Ingenieurbüro, das einen Jahresumsatz von sechs bis zwölf Millionen EUR erwirtschaftet, schon im (Milch-)Geschäft und hat bessere wie auch schlechtere Zeiten hinter sich. Derzeit sei die Auftragslage befriedigend, so der Geschäftsführer.

„Der Bedarf an neuen Anlagen, Umbauten und Erweiterungen ist in Osteuropa sehr groß. Es ist aber eine Frage der Finanzierung. Durch den gesunkenen Ölpreis ist das Geld knapper geworden und es wird deutlich weniger investiert.“

Georg Dückinghaus hofft auf Besserung und richtet den Blick dementsprechend auf andere Märkte wie etwa Korea. Russland bleibt er in jedem Fall treu, auch privat: „Es gibt dort wunderschöne Landschaften und naturbelassene Regionen. Ich sage immer: In Russland ist alles genauso wie bei uns, gleichzeitig ist alles ganz anders.“

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