Partner für Übergrößen

Interview

„Seit ich auf Füßen stehen kann, sehe ich Lkw“, sagt Michael Wohleb, geschäftsführender Partner von TirLog. „Mit einem halben Jahr saß ich schon am Steuer, mir ist das in die Wiege gelegt.“ So war es nur folgerichtig, dass Michael Wohleb Speditionskaufmann wurde.

„2007 beschloss ich zusammen mit meinem Vater Robert, der seit 18 Jahren im Transportgewerbe tätig war, das Know-how in eine eigene Firma einzubringen. Wir haben alles selbst gemacht. Begonnen haben wir mit Ladevermittlung, 2008 kauften wir den ersten Lkw und stellten die ersten Mitarbeiter ein. Seither ist das Unternehmen ständig gewachsen. Heute haben wir 17 Mitarbeiter in unserem neuen Firmensitz und einen Umsatz von 13,5 Millionen EUR.“

Grosse Lösungen

Drei Meter breite oder hohe Maschinen, Hubschrauber, Bagger oder 20 m lange Holzleimbinder, Übergrößen sind kein Problem für TirLog. „Spezialtransporte von überlangen und überbreiten Gütern haben uns bekannt gemacht“, erklärt Michael Wohleb.“Wir haben das Know-how, die Logistik und den Fuhrpark, um große Herausforderungen zu meistern.“

Dazu hat TirLog strategische Entscheidungen getroffen, die wesentlich zum Erfolg beigetragen haben. „Damit können wir uns gut im Wettbewerb behaupten und müssen die Konkurrenz aus Osteuropa nicht fürchten.“

Ganz persönlich

Als Familienunternehmen legt TirLog großen Wert auf engen Kontakt mit den Kunden. „Wir haben fast nur Direktkunden“, unterstreicht Michael Wohleb. „Wir sprechen die Kunden direkt an, wir wollen möglichst keine Vermittler dazwischen. Der direkte Kontakt ist unser Vorteil und wir sorgen mit vollem Einsatz dafür, dass der Kunde gut betreut wird. Das ist wichtig. Wir betreuen Kunden rundum und sorgen für zuverlässigen Transport in ganz Europa mit allen für die einzelnen Länder erforderlichen Genehmigungen für Transporte mit Überlänge und Überbreite.“ TirLog ist vor allem in Österreich, der Schweiz, Deutschland und Italien aktiv. „Rund 30% entfallen auf Österreich, der Rest auf das Ausland“, ergänzt Michael Wohleb.

So gut wie jetzt

Neben der Spezialisierung sei das Geheimnis des Erfolgs ganz einfach, meint Michael Wohleb. „Arbeit, Arbeit, Arbeit, der Einsatz von meinem Vater und mir, jede Minute in der Firma. Nur mit Einsatz und Fleiß kann man ein Familienunternehmen betreiben. Bei Spezialtransporten kann uns keiner das Wasser reichen, aber Konkurrenz kommt doch. Man muss kämpfen, um jeden Cent, um jeden Kilometer.“

Die größten Zukunftschancen sind der Zusammenhalt innerhalb der Firma und der enge Kontakt mit den Kunden, die fast schon Freunde sind. Risiken liegen vor allem im Fachkräftemangel. „Gute Disponenten sind sehr gefragt, man findet sie nicht. Wir bilden sie selbst aus oder schulen sie um. Auch der Dieselpreis ist ein Risiko und nicht zuletzt die Politik, daher bin ich politisch aktiv. Ich hoffe, dass wir in drei bis fünf Jahren so gut dastehen wie jetzt.“

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