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„Den Mittelstand verstehen“

Interview mit Christos Golias, Vertriebsleiter der TAROX AG

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Wirtschaftsforum: Herr Golias, wie verlief die Entwicklung von TAROX?

Christos Golias: Wir sind jetzt seit fast 28 Jahren am Markt und haben uns immer als Lösungsanbieter verstanden. Zum einen stellen wir der IT-Branche Wirtschaftsgüter als Distributionsartikel zur Verfügung, zum anderen veredeln wir Komponenten zu fertigen Produkten und unseren eigenen Lösungen. Im Lauf der Zeit konnten wir uns in der Wertschöpfungskette immer weiter nach oben arbeiten und dem Bedarf des Kunden nähern. Darin liegt die Essenz eines guten Geschäfts. Wir sind organisch und kontinuierlich gewachsen, haben aber auch drei Unternehmen integriert.

Wirtschaftsforum: Welche Rolle spielen Sie in dieser Geschichte?

Christos Golias: Ich bin seit 2003 Vertriebsleiter bei TAROX und war mitverantwortlich für die Integration des Cloud-Business sowie die Gestaltung des IT-Security-Bereichs. Daneben leite ich unseren Bereich Datenschutz und habe zahlreiche Produkte initiiert. Ich sehe mich durchaus als Impulsgeber. IT-Security und -Datenschutz sowie die Digitalisierung von Officeprozessen sind die Bereiche, in die ich viel Herzblut investiere.

Wirtschaftsforum: Wie sieht das Produktportfolio von TAROX aus?

Christos Golias: Unser Geschäft steht auf fünf Säulen. Mit der TAROX-Eigenmarke bieten wir PCs, Server, Notebooks und Workstations. Unser Partnerumfeld umfasst Marken etwa von Microsoft Surface oder Apple, die wir an unsere Kunden vertreiben. Der Bereich IT-Security deckt alle Bedürfnisse im Bereich Sicherheit ab. Im Consulting positionieren wir uns als ganzheitlicher Anbieter. Und unser Bereich Data umfasst alle Cloud-Dienstleistungen. Das Cloud-Geschäft und die Digitalisierung werden in Zukunft eine besonders wichtige Rolle spielen. Wir beliefern Systemhäuser. Um ihnen das richtige Portfolio anzubieten, müssen wir unsere Zielgruppe, den Mittelstand verstehen. Unter unseren Kunden sind Notare, Steuerberater und Ärzte sowie Unternehmen aus dem Bauwesen und dem Automotivebereich.

Wirtschaftsforum: Können Sie ein paar Beispiele für Ihre Arbeit nennen?

Christos Golias: Wir haben eine Reihe von Corona-Impfzentren ausgestattet und sind in die Videoüberwachungssysteme großer Retailer eingebunden. Hier arbeiten wir mit Partnern zusammen, die Zugangssysteme konzipieren, welche im Rahmen der Corona-Maßnahmen die Zahl der in Geschäfte hinein- und hinausgehenden Kunden erfassen. Wir haben außerdem Projekte beim Militär und sind Exkusivpartner von großen Infrastrukturunternehmen.

Wirtschaftsforum: Welche Faktoren sind Ihrer Meinung nach für den Erfolg von TAROX ausschlaggebend?

Christos Golias: Ein Erfolgskriterium lautet Time-to-Market, dass wir also zum richtigen Zeitpunkt die beste Technologie zur Verfügung haben. Dazu kommt der Technologietransfer: Sobald es etwas Neues auf dem Markt gibt, sind wir in der Lage, es dem Kunden anzubieten. Wir sind ein Partner in der Not, der immer helfen kann, wenn uns ein Kunde kontaktiert. Mit knapp 200 Mitarbeitern sind wir klein und entsprechend flexibel und agil im Vergleich zu großen Anbietern. Dafür müssen wir mit einem geringeren Bekanntheitsgrad leben. Das versuchen wir über die Systemhäuser zu ändern.

Wirtschaftsforum: Welche Trends beobachten Sie in Ihrer Branche?

Christos Golias: Megatrend Nummer 1 ist der Homeoffice-Trend. Hand in Hand damit geht die Digitalisierung von Prozessen – wo uns die Schwachstellen gerade vor Augen geführt werden. Auch die IT-Security bekommt eine größere Bedeutung. Durch den plötzlichen Übergang ins Homeoffice etwa haben sich große Lücken aufgetan, die nicht so schnell zu schließen sind. Eine Rolle spielt auch der Digitalpakt für Schulen der Bundesregierung, denn ein großer Teil des Betrags fließt in die Infrastruktur.

Wirtschaftsforum: Blicken wir etwas in die Zukunft. Was sind Ihre Ziele für die nächsten Jahre?

Christos Golias: Ich möchte, dass wir als Digitalisierungs- und IT-Security-Spezialist wahrgenommen werden und dass wir für unsere Kunden weiterhin ein verlässlicher Partner sind. Und ich wünsche mir, dass das IT-Know-how insgesamt einer breiteren Masse zur Verfügung gestellt wird. Wir möchten auch einen gesellschaftlichen Beitrag leisten. So haben wir zum Beispiel in der ersten Corona-Phase ein Projekt gestartet, bei dem unsere Azubis ältere und kranke Menschen in Lünen und Umgebung bei ihren Einkäufen unterstützt haben.

Wirtschaftsforum: Verraten Sie uns zum Schluss, was Ihr persönlicher Antrieb für Ihre Arbeit ist?

Christos Golias: Meinen drei Kindern sage ich immer: ‘Macht unsere Welt jeden Tag ein bisschen besser – auf welche Weise auch immer’. Das ist mein Grundsatz. Ich bin ein extrem ehrgeiziger Mensch, und mein Ehrgeiz nährt sich aus diesem Bedürfnis.

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