Nachhaltig bauen, klar führen

Interview mit Wolfgang Rosentritt, Geschäftsführer ROSENTRITT

Die Unternehmensgeschichte von ROSENTRITT beginnt 2008, als Wolfgang Rosentritt das Unternehmen allein und mit großem Vertrauen in das eigene Können gründete. „Ich habe damals alles selbst gemacht: Bauleitung, Buchhaltung, Vertrieb“, erinnert er sich. Aus kleinen Sanierungen wurden erste Mehrfamilienhäuser, schließlich größere Projekte mit über 50 Einheiten. Heute beschäftigt ROSENTRITT rund 15 Mitarbeiter in Bauleitung, Architektur, Verwaltung und Geschäftsleitung.

Wachstum durch Fokus

Ein Schlüsselmoment war der Aufbau eines verlässlichen Netzwerks – intern wie extern. Viele Mitarbeiter sind seit Jahren im Unternehmen und haben sich fachlich wie persönlich weiterentwickelt. Ebenso langjährig ist die Bankpartnerschaft: „Ohne eine starke Bank, die an uns glaubt und uns auch in schwierigen Phasen den Rücken freihält, geht im Bauträgergeschäft derzeit gar nichts“, sagt Wolfgang Rosentritt. Von

ehemals mehreren Finanzierungspartnern sei nur ein Institut geblieben. Vertrauen sei damit „ein betriebswirtschaftlicher Überlebensfaktor und am Ende oft der Unterschied zwischen Stillstand und Wachstum“.

Der Markt bricht ein – ROSENTRITT baut weiter

Während zahlreiche Bauträger angesichts hoher Zinsen und zurückhaltender Käufer ihre Tätigkeit vorübergehend aussetzen, plant das Unternehmen sechs Neubauprojekte. Der Grund: ein leergefegtes Wettbewerberfeld. „Wir sehen hier in der Region kaum noch Mitbewerber“, sagt Wolfgang Rosentritt. Der Betrieb setzt dabei klar auf Kapitalanleger, die kleinere Einheiten bevorzugen. Große Eigentumswohnungen seien zwar gefragt, aber kaum bezahlbar. Entscheidend sei eine durchdachte Produktstrategie, um trotz hoher Baukosten rentable Angebote zu schaffen. Durch die Marktturbulenzen der letzten Jahre war die kluge Nutzung von Förderinstrumenten überlebenswichtig. Besonders ein Projekt sticht heraus: das Westquartier in Kitzingen, wo rund 100 Wohnungen seriell saniert werden. „Die Förderung der KfW mit niedrigsten Zinsen und Tilgungszuschuss hat uns durch die schwierigste Zeit getragen“, sagt Wolfgang Rosentritt. Die Kombination aus ökologischer Standardsanierung und attraktivem Finanzierungsmodell sei „ein Glück im Unglück“ gewesen.

Ökologisch, aber realistisch

Trotz regulatorischer Hürden richtet Wolfgang Rosentritt den Neubau klar nachhaltig aus – vor allem durch Holzbau, Photovoltaik und moderne Heizsysteme. Die vielzitierte QNG-Zertifizierung hält er jedoch für realitätsfern: „Allein die Zertifizierung kann 80.000 EUR kosten – bei einem Sechs-Familien-Haus“, bedauert der Geschäftsführer. Sinnvolle Ökologie bedeute für ihn, technisch sauber und langlebig zu bauen, nicht maximale Bürokratie zu bedienen.

Käuferbedürfnisse im Zentrum

Käufer, so Wolfgang Rosentritt, erwarten heute weit mehr Transparenz und Service als früher: „Wer 500.000 EUR für eine Wohnung bezahlt, will zu Recht wissen, was er bekommt.“ ­ ROSENTRITT setzt daher auf strukturierte Kommunikation, verlässliche Ausstattung und klare Absprachen. Fehler würden behoben, ohne zu diskutieren. „Unser guter Ruf entscheidet darüber, ob wir verkaufen“, sagt Wolfgang ­Rosentritt. „Die Welt ist klein.“

Vertrieb mit modernen Mitteln

Mehr als die Hälfte der Kunden erfährt heute über Social Media von neuen Projekten. „Klassische Plattformen bleiben wichtig“, betont Wolfgang Rosentritt. „Doch Reichweite und Vertrauen entstehen zunehmend digital und durch Weiterempfehlungen.“ Bei großen Projekten unterstützt die VR Immo-Service Mainfranken GmbH den Vertrieb – eine Kombination aus regionaler Präsenz und datengetriebenen Zielgruppenansätzen.

Werte, die ein Unternehmen tragen

Für Wolfgang Rosentritt ist Bauen mehr als Wirtschaften: „Mir war immer wichtig, sichere und attraktive Arbeitsplätze zu schaffen, in denen Menschen gern arbeiten.“ Ein wertschätzendes Umfeld, ein junges Team und gemeinsame Werte seien Grundlage für gute Arbeit. Ebenso wichtig sei der Anspruch, nicht nur Häuser zu errichten, sondern Stadtbilder zu prägen und bestehende Strukturen zu erhalten: „Aus etwas Altem wieder etwas Wertvolles zu machen – das treibt uns an“, fügt er hinzu.

Markenstrategie mit Symbolkraft

Das 2025 eingeführte Zaunkönig-Logo symbolisiert diese Haltung: klein, präzise und auf besondere Weise heimisch. „Er baut außergewöhnliche Nester an außergewöhnlichen Stellen – das hat einfach gepasst“, sagt Wolfgang Rosentritt. Der Wiedererkennungswert ist hoch, und die Vereinheitlichung aller Firmen unter ROSENTRITT stärkt die Marken­identität weiter.

Blick nach vorn

Trotz unsicherer Marktlage bleibt Wolfgang Rosentritt optimistisch. Drei neue Projekte sollen 2026 in den Vertrieb gehen, weitere folgen. Entscheidend sei Mut – und klare Kalkulation. „Ich mag nicht glauben, dass am Markt nichts mehr geht. Wir bauen weiter.“ Exklusive Vorankündigungen und aktuelle Baustellenupdates können bequem per Newsletter abonniert werden: www.team-rosentritt.de/newsletter

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